24. April 2022 / 19:24 Uhr

Wichtiger Sieg: Frankonia Wernsdorf ärgert erneut TuS Sachsenhausen

Wichtiger Sieg: Frankonia Wernsdorf ärgert erneut TuS Sachsenhausen

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Der stark spielende Frankonia-Verteidiger Tim Felix (l.) hatte Gästekapitän Andor Müller über die gesamte Spielzeit voll im Griff. 
Der stark spielende Frankonia-Verteidiger Tim Felix (l.) hatte Gästekapitän Andor Müller über die gesamte Spielzeit voll im Griff. © Oliver Schwandt
Anzeige

Brandenburgliga: Der Wernsdorfer Erfolg war bereits der zweite in Folge gegen die Mannschaft aus Oberhavel. Die Tabelle in der Abstiegsregion rückt enger zusammen.

Die richtige Reaktion auf die 0:1-Heimniederlage gegen den FSV Bernau zeigte Fußball-Brandenburgligist SV Frankonia Wernsdorf. Mit viel Einsatz und Siegeswillen gewannen die Dahmeländer das Match gegen TuS Sachsenhausen am Samstag knapp mit 3:2 (1:0). Wie wichtig dieser Erfolg für die Hausherren war, zeigt ein Blick auf die Tabelle, in der Frankonia mit 26 Zählern auf dem elften Rang steht. Die Teams dahinter – SV Zehdenick (24), FSV Bernau (24) und der SV Falkensee-Finkenkrug (23) – konnten allesamt am 23. Spieltag punkten. Lediglich der Tabellenvorletzte SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen und Ligaschlusslicht FC Eisenhüttenstadt gingen bei ihren Auftritten leer aus.

Anzeige

„Ich freue mich sehr für die Mannschaft, dass wir heute die so wichtige Begegnung gewonnen haben. Wir haben es gegen Sachsenhausen auch wirklich gut gemacht. Aus diesem Grund war der Sieg auch absolut verdient. Es waren sehr wichtige drei Punkte im Abstiegskampf, der uns bis zum letzten Spieltag beschäftigen wird. Wenn wir die Klasse halten wollen, dann müssen wir auch in den kommenden Partien an diese Leistung vom Spiel gegen Sachsenhausen anknüpfen“, sagte Frankonia-Trainer Torsten Boer nach dem Schlusspfiff. Sein Club hatte bereits beim ersten Aufeinandertreffen beider Vereine am 5. September daheim ein 2:0-Erfolg gegen Sachsenhausen geschafft.

Mehr aus der Brandenburgliga

„Unser Aufwand und Ertrag stehen derzeit nicht im Einklang“, meinte derweil TuS-Coach Torsten Thiel. „Die spielerische Überlegenheit bringt keine Tore. Wir haben es auch nicht geschafft, mit taktischen Fouls die gegnerischen Angriffe zu unterbinden. Wenn man auswärts zwei Tore erzielt, dann sollte es schon zu etwas Zählbarem reichen. Das war heute bei uns nicht so. Aber ich mache meinem Team keinen Vorwurf.“

Vor 85 Zuschauern plante Boer eigentlich felsenfest mit Routinier Gordan Griebsch in der Startelf, doch bei der Erwärmung zwickte die alte Verletzung, sodass der laufstarke Mittelfeldspieler erst einmal auf der Bank Platz nehmen musste. Für ihn lief A-Junior Ferdinand Bremer von Beginn an auf. Nach einem zehnminütigen Abtasten versuchte es TuS-Akteur Janko Magino mit einem Abschluss aus 25 Metern, der jedoch deutlich über das SV-Tor hinweg ging. Zwei Minuten später musste sich Frankonia-Keeper Arthur Kammler das erste Mal auszeichnen, aber der Abschluss von Erik Beutke war kein größeres Problem für ihn. Mehr ließen die Gastgeber vorerst nicht zu. Das lag sicherlich auch daran, dass die Abwehr sehr kompakt stand und Rechtsverteidiger Tim Felix den TuS-Spielmacher Andor Müller voll im Griff hatte. Nur selten konnte sich Müller gegen seinen robust verteidigenden Gegenspieler in Szene setzen.

Anzeige

Patrick Jahn bringt Wernsdorf mit 1:0 in Führung

Mit der ersten Möglichkeit ging Wernsdorf in Führung. Nach einem Konter über die linke Seite, den Kapitän Roland Richter einleitete, kam der Ball zu Patrick Jahn. Der fackelte nicht lang und zog von der linken Strafraumseite einfach mal ab. Das Leder schlug unhaltbar für TuS-Keeper Nick Schrobback im rechten Winkel ein – 1:0 (16.). Auch nach dem Rückstand war von Sachsenhausen nicht wirklich viel zu sehen. Die Hilflosigkeit der Gäste zeigte sich zum Beispiel daran, dass Leon Weigt völlig planlos mit einem Abschluss aus 35 Metern den Ball fünf Meter über den Frankonia-Kasten jagte (33.). Kurz vor der Halbzeitpause hatte Jahn sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Lupfer über Schrobback hinweg ging auch übers Tor (39.).

Nach dem Seitenwechsel war es Abwehrspieler Nico Klockzien, der den zweiten Treffer für die Hausherren markierte. Sachsenhausen gab sich jedoch noch nicht geschlagen und kam durch den drei Minuten zuvor eingewechselten Justin Pehl zum Anschlusstor (62.). Als die Gäste auf den Ausgleich drückten war es Roland Richter, der den alten Abstand wiederherstellte – 3:1 (76.). „Dieser Treffer von Roland war ganz wichtig, da TuS in der Schlussphase der Partie doch mächtig Druck machte“, erkannte Boer. Mehr als das 2:3 durch das zweite Tor von Pehl gelang Sachsenhausen zum Glück aus Wernsdorfer Sicht nicht mehr (90.). Am kommenden Freitag, dem 29. April, hat Wernsdorf einen richtigen Abstiegskracher vor der Brust. Um 20 Uhr muss Frankonia beim Tabellen-14. SV Falkensee-Finkenkrug antreten.

SV Frankonia Wernsdorf: Kammler, Felix, Ney, Klockzien, Holz – Barbakadze – Ziegler (90. Milz), Reischert (67. Lüdke), Richter, Jahn (90. Beyes) – Bremer (77. Griebsch).

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.