16. April 2021 / 16:23 Uhr

SV Frankonia Wernsdorf möchte das Duell gegen Fürstenwalde

SV Frankonia Wernsdorf möchte das Duell gegen Fürstenwalde

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Brandenburgliga-Mannschaft des SV Frankonia Wernsdorf würde sich gerne gegen Regionalligist Union Fürstenwalde messen. 
Die Brandenburgliga-Mannschaft des SV Frankonia Wernsdorf würde sich gerne gegen Regionalligist Union Fürstenwalde messen. © Oliver Schwandt
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AOK-Landespokal: Tobias Rath, Wernsdorfs Sportlicher Leiter, über die offene Frage zum Pokalspiel gegen den FSV Union.

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Fußball-Brandenburgligist SV Frankonia Wernsdorf ist eine von acht Mannschaften, die sich noch im Landespokal der Saison 2020/21 befindet. Eigentlich sollte das Team von Trainer Norbert Welzel im Viertelfinale zuhause gegen Regionalligist FSV Union Fürstenwalde antreten, doch aus dieser Begegnung wird nach dem coronabedingten Saisonabbruch durch den Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) aller Voraussicht nach nichts werden. „Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass wir noch gegen Fürstenwalde spielen werden“, sagt Frankonias Sportlicher Leiter Tobias Rath.

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Nach SPORTBUZZER-Informationen soll der Wettbewerb nur mit den vier verbliebenen Regionalligisten SV Babelsberg 03, Energie Cottbus, FSV 63 Luckenwalde und Fürstenwalde fortgesetzt werden. Die vier unterklassigen Teams Wernsdorf, Ludwigsfelder FC, MSV Neuruppin und 1. FC Frankfurt sollen finanziell entschädigt werden. Ähnlich wurde bereits in Sachsen entschieden

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„Wir haben zusammen mit fünf anderen Vereinen dem FLB einen Vorschlag unterbreitet, wie wir uns die Fortsetzung des Pokalwettbewerbs vorstellen könnten“, sagt Rath, möchte dies jedoch nicht weiter öffentlich kommentieren. Schon bald soll nun Klarheit in der Sache herrschen. Am Freitagmittag informierte der Verband die beteiligten Vereine. Demnach habe die zuständige Arbeitsgruppe am Donnerstag eine Beschlussvorlage für das Verbandspräsidium zur Fortführung des Wettbewerbs erarbeitet. Das Präsidium werde sich am Wochenende damit befassen und entscheiden, heißt es.

Es droht das Aus für die Teams unterhalb der vierten Liga. „Wir sind aber schon daran interessiert, uns sportlich mit den Fürstenwaldern zu messen. Nach einer echt starken Pokalsaison unserer Mannschaft hätten wir nicht wirklich große Lust, kampflos aus dem Wettbewerb auszuscheiden“, sagt Rath. „Sollte dies der Fall sein, dann würden wir uns eine solidarische Lösung wünschen, mit der die vier unterklassigen Teams, die sich noch im Wettbewerb befinden, leben können.“ Kommt es hingegen doch zu Viertelfinalduellen wäre beispielsweise Wernsdorf auch so benachteiligt, da die Mannschaft in den vergangenen Wochen nur kontaktlos trainieren konnte. Fürstenwalde, Luckenwalde, Babelsberg und Cottbus bestritten neben intensiven Team-Trainingseinheiten sogar Testpartien. „Natürlich wäre dieser Umstand ein gewisser Nachteil für unser Team. Wir sind aber auch Sportler und wollen aus diesem Grund sehr gerne das Pokalspiel auch sportlich lösen“, so Rath.

Mit der Leistung des Aufsteigers bis zum Zeitpunkt des Saisonabbruches war er sehr zufrieden. „Wir haben neben den tollen Auftritten im Landespokal auch in den Heimspielen super Auftritte gezeigt. Leider lief es auf fremden Plätzen nicht so, wie wir uns es gerne vorgestellt hätten. Da müssen wir in der kommenden Saison auswärts deutlich abgezockter agieren“, fasst der Sportliche Leiter die sieben Punktspiele, die die Wernsdorfer in ihrer ersten Saison in der Brandenburgliga absolvieren durften, zusammen. Mit sieben Punkten stand das Frankonia-Team zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf dem 15. Tabellenrang. „Unsere Mannschaft hat so viel Qualität in ihren Reihen, sodass wir den Klassenerhalt sicher am Ende auch geschafft hätten, wenn die Serie nicht wie bereits im vergangenen Jahr vorzeitig beendet worden wäre“, ist sich Rath sicher.

Tobias Rath (Wernsdorf)
Tobias Rath © Privat

Neben der Thematik um den Landespokal bastelt er zusammen mit Chefcoach Welzel derzeit fleißig am Kader für die kommende Saison in der höchsten Spielklasse des Landes. „Zuerst freut es mich sehr, dass das Trainerteam auch in unserer zweiten Brandenburgliga-Spielzeit uns die Treue hält“, gibt Rath jetzt schon bekannt. Auf seinem Schreibtisch liegen zudem bereits vier Anfragen von Spielern, die zukünftig gerne für den SV Frankonia Wernsdorf auflaufen möchten. „Alle vier könnten uns sportlich weiterhelfen, da sie alle gut ausgebildete Fußballer sind. Wir werden uns diese Jungs aber ganz genau angucken, da sie auch menschlich zu uns passen müssen“, informiert Rath.

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Auch drei Abgänge musste der SV Frankonia Wernsdorf bisher verkraften. Der US-Amerikaner Christian Thyron ist in seine Heimat zurückgekehrt und wird nicht wieder für Wernsdorf kicken. Bennet Wengler hat sich dem Landesligisten SG Großziethen angeschlossen und Jan Medewitz wird zukünftig für den Brandenburgliga-Konkurrenten SG Union Klosterfelde auflaufen. Dafür hängt Kapitän Roland Richter noch eine weitere Saison ran. Und auch Gordan Griebsch, der mit seiner Familie in Senftenberg wohnt, wird weiterhin für Frankonia spielen.