11. Oktober 2021 / 15:20 Uhr

"15 Minuten volles Brett": Frielingen besiegt Berenbostel im Derby im Schnelldurchlauf

"15 Minuten volles Brett": Frielingen besiegt Berenbostel im Derby im Schnelldurchlauf

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Frielinger freuen sich über ihren vierten Treffer des Tages.
Die Frielinger freuen sich über ihren vierten Treffer des Tages. © Christian Hanke
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Der SV Frielingen hat das Derby gegen den TSV Berenbostel im Schnelldurchgang für sich entschieden. "15 Minuten volles Brett Attacke haben gereicht", resümierte Trainer Jürgen Siegel nach dem 5:1-Heimsieg. Bereits nach einer Viertelstunde hatte seine Elf eine 3:0-Führung vorgelegt.

Einen Sieg im Eildurchgang hat der SV Frielingen eingefahren. Gerade mal eine Viertelstunde war am heimischen Farlingsweg gespielt, da führte die Elf von Trainer Jürgen Siegel im Garbsener Derby bereits mit 3:0. Klare Sache und damit hopp. Nach Ablauf der 90 Minuten stand ein ungefährdeter 5:1 (4:0)-Erfolg der Frielinger über Schlusslicht TSV Berenbostel zu Buche. Siegel formulierte treffend: „15 Minuten volles Brett Attacke haben gereicht.“

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Patrick Olbrich machte den Auftakt, er war nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle (5. Minute). Exakt 120 Sekunden später grätschte Gäste-Akteur Ergun Tüten eine scharfe Hereingabe von Lukas Buschmann beim Abwehrversuch ins eigene Netz. Im Anschluss an eine Ecke köpfte Marvin Metzig das 3:0 (15.). Damit war die Sache durch.

Bilder vom Spiel der Kreisliga 2 zwischen dem SV Frielingen und TSV Berenbostel

Frielingens Tobias Schmücking (links) nimmt die Flanke auf und macht das 4:0, Berenbostels Hamza Mani ist ohne Chance. Zur Galerie
Frielingens Tobias Schmücking (links) nimmt die Flanke auf und macht das 4:0, Berenbostels Hamza Mani ist ohne Chance. ©

„Im Gefühl des sicheren Sieges haben die Jungs einen Gang zurückgeschaltet und nicht mehr drückend gespielt“, schilderte Siegel. Kurz vor der Pause nahm Olbrich erneut Fahrt auf und leistete glänzende Vorarbeit zum 4:0 durch Tobias Schmücking (43.). „Wenn Olbrich mal am Laufen ist, ist er nicht zu bremsen“, so Siegel.

Grund zum Frielingern Jubel gab es noch einmal beim Treffer von Mirco Rode (50.). Anschließend wechselte Siegel munter durch. Irgendwie plätscherte das Ganze dann vor sich hin. Die Heimelf hatte zwar noch drei, vier hochkarätige Tormöglichkeiten, aber es fehlte nun an der nötigen Konzentration im Abschluss. Luca Mallessa markierte das Ehrentor für die ersatzgeschwächten Berenbosteler (81.).

Cagli hakt den Aufstieg ab

„Das Spiel haben wir in der ersten Viertelstunde verloren, zwei Standard-Gegentore und ein Eigentor, so etwas darf nicht passieren“, sagte Gäste-Trainer Ahmet Cagli. Seine Mannschaft sei gar nicht erst in den Rhythmus gekommen. „Frielingen hat super gepresst und uns unter Druck gesetzt. Und wir hatten dem nur wenig entgegen zu setzen.“

Das Fehlen mehrerer Schlüsselspieler macht sich beim TSV Berenbostel aktuell schmerzlich bemerkbar. Nur ein Zähler aus vier Partien ist reichlich wenig. „Den Aufstieg können wir vergessen. Aber wir kommen da unten raus, davon bin ich fest überzeugt“, betonte Cagli. Doch in diesem Duell habe Jürgen halt die bessere Truppe aufs Feld schicken können.


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Beide Trainer sind seit mehr als 20 Jahren Arbeitskollegen bei der Stadt Garbsen und tauschen sich in gemeinsamen Pausen (fast) täglich zum Thema Fußball aus. Während Cagli momentan notgedrungen kleinere Brötchen backen muss, hat Siegel mit seinem Team die Tabellenspitze im Visier.

Noch führt der TSV Mariensee-Wulfelade das Klassement mit 13 Punkten an, nur einen Zähler dahinter sind die Frielinger in Lauerstellung - am Sonntag steigt am Farlingsweg in Garbsen das Gipfeltreffen. „Mariensee ist ein ganz anderes Kaliber als unsere letzten Gegner, das wird ein spannendes Kräftemessen. Wir freuen uns auf das Spitzenspiel“, sagte Siegel.