16. Juli 2020 / 09:13 Uhr

"Hätten jede Entscheidung akzeptiert": Gehrdener Frauen stimmen mit 14:8 für Aufstieg

"Hätten jede Entscheidung akzeptiert": Gehrdener Frauen stimmen mit 14:8 für Aufstieg

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steht in der nächsten Saison in der Landesliga an der Seitenlinie: Steffen Viet, Coach der Fußballerinnen des SV Gehrden.
Steht in der nächsten Saison in der Landesliga an der Seitenlinie: Steffen Viet, Coach der Fußballerinnen des SV Gehrden. © Jörg Zehrfeld/Instagram
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Weiter in der Bezirksliga spielen oder den Sprung in die Landesliga wagen? Vor diese Frage haben sich die Fußballerinnen des SV Gehrden, die die abgebrochene Spielzeit als Vizemeister beendeten, selbst gestellt. Es siegte die Abenteuerlust: Das Team von Steffen Viet entschied sich mit 14:8 Stimmen für den Aufstieg.

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Einige Menschen waren für dieses Recht kürzlich sogar auf die Straße gegangen. Knapp 50 Personen hatten Ende Juni in Barsinghausen – letztlich erfolglos – für den Aufstieg der Tabellenzweiten der 18 Männer-Kreisklassen demonstriert. In der Bezirksliga 2 der Frauen hingegen darf nach dem Saisonabbruch auch der Vizemeister aufsteigen. Doch beim SV Gehrden – mit einem Punktequotienten von 2,20 Zweiter – musste erst eine teaminterne Abstimmung herhalten, bis klar war, dass das Team von Steffen Viet es tatsächlich eine Etage höher versucht.

Lediglich der Abgang darf nicht abstimmen

Man habe es den Spielerinnen überlassen, berichtet der Trainer. „Wir hätten jede Entscheidung respektiert.“ Alle 22 Akteurinnen des Kaders der neuen Saison durften ihre Stimme abgeben. Einzig die Meinung von Aileen Kliewe blieb außen vor – die Angreiferin verlässt den Verein aus privaten Gründen in Richtung Wismar.

Einzeln fragte Viet die Meinungen seiner Spielerinnen ab – und mit 14:8 haben sich diese ihre Zukunftsplanung letztlich nicht leicht gemacht.

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Gerade einige junge Akteurinnen hätten ein weiteres Jahr Bezirksliga für ihre persönliche Entwicklung passender gefunden, erläutert Viet. „Und manche befürchten nun weniger Spielzeit“, ergänzt er. Hintergrund: In der Landesliga sind bloß drei Spielerinnenwechsel erlaubt, während in der bisherigen Spielklasse viermal pro Partie getauscht werden darf.

Dass man im Bezirksoberhaus, in dem die SVG-Frauen bislang noch nie gekickt haben, mithalten könne, hätten vergangene Test- und Pokalspiele bereits gezeigt, so Viet.