02. Oktober 2020 / 19:30 Uhr

Mit Filmmusik gegen den Tabellenführer: SV Gehrden will Davenstedtern Punkte abknüpfen

Mit Filmmusik gegen den Tabellenführer: SV Gehrden will Davenstedtern Punkte abknüpfen

Mark Bode und Jannik Meyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gehrdens Tim Borowsky hat sich auf Sylt gut erholt. Die Partie am kommenden Sonntag verfolgt Gehrdens Kapitän erstmal von der Bank.
Gehrdens Tim Borowsky hat sich auf Sylt gut erholt. Die Partie am kommenden Sonntag verfolgt Gehrdens Kapitän erstmal von der Bank. © Mirko Haendel
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Pünktlich zum Spitzenspiel der siebten Bezirksliga-Staffel gegen den TuS Davenstedt, kehrt Gehrdens Kapitän Tim Borowsky aus seinem Urlaub zurück. Doch nach dem Sieg gegen Ihme-Roloven sitzt der Capitano erstmal nur auf der Bank. Viel wichtiger wird laut eigener Aussage seine etwas andere finale Ansprache vor dem Spiel.

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Am Sonntag beginnt für den TuS Davenstedt die entscheidende Phase der Vorrunde. Zunächst trifft die Pöppler-Elf auf den zweitplatzierten SV Gehrden, in der nächsten Woche geht es gegen den Tabellendritten SV Iraklis Hellas. „Es stehen richtungsweisende Wochen vor uns. Nach den zwei Spielen wissen wir, wie gut wir wirklich sind“, sagt Davenstedts Teammanager Thomas Scheer.

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Der Tabellenführer dominiert die Staffel 7 bisher nach Belieben, die letzten drei Spiele wurden bei einem Torverhältnis von 10:0 gewonnen. Scheer erwartet eine „Herkulesaufgabe“, bei der er mit seiner Mannschaft „drei Punkte in Gehrden holen“ möchte.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 7 zwischen dem FC Can Mozaik und TuS Davenstedt


Davenstedts Mateusz Wagner im Duell mit Can Mozaiks Jorge Vagner Crispiniano da Silva. Zur Galerie
Davenstedts Mateusz Wagner im Duell mit Can Mozaiks Jorge Vagner Crispiniano da Silva. ©

Beim Spiel zwischen Gehrden und Davenstedt trifft nicht nur der Tabellenführer auf den Zweiten, sondern auch die beste Abwehr aus Gehrden (ein Gegentor) auf die zweitbeste Defensive des TuS (zwei Gegentore). „Hinten stehen wir sicher und nach vorne sind wir in jedem Spiel für mehrere Tore gut – das macht uns so stark“, sagt der Teammanager. Personell kann Trainer Christian Pöppler nahezu aus dem Vollen schöpfen. Scheer meint: „Das wird zwar eine sehr schwierige Aufgabe. Dennoch haben wir nicht vor, dort einen Punkt zu verlieren.“

Gehrdens Kapitän bleibt nach Urlaub auf der Bank

Auf der anderen Seite warten die Amateure des SV Gehrden mit einem ausgeruhten Kapitän. Ein paar Tage hatte sich Tim Borowsky nämlich auf Sylt erholt und sich die frische Nordseeluft um die Nase wehen lassen. Mit frischem Wind will er am Sonntag (15 Uhr) im Spitzenspiel der Bezirkliga 7 den TuS Davenstedt vom Thron der Staffel befördern. Dabei stellt er sich nach den verpassten Trainingseinheiten und dem zurückliegenden Spiel aufgrund seines Urlaubs, in den Dienst der Mannschaft und stellt seine eigenen Interessen hinten an: „Warum sollten wir die Startelf verändern, wenn das Team doch erfolgreich gewesen ist“, fragte er rhetorisch. Schließlich fuhren die Gehrdener zuletzt einen starken 4:0-Sieg in Ihme-Roloven ein.

Die Vorfreude ist bei Borowsky groß. Und das, obwohl das jüngste Spitzenspiel gegen den SV Iraklis Hellas verloren gegangen war. „Solche Duelle gegen spielstarke Mannschaften liegen uns grundsätzlich“, sagt der Kapitän. „Da reißt sich jeder noch ein bisschen mehr den Hintern auf.“ Auch gegen Iraklis sei der SVG nicht chancenlos gewesen. „Die Davenstedter werden auch nach vorne spielen. Dadurch ergeben sich Räume für uns.“ Für ihn sei es besonders wichtig, nicht die Anfangsphase des Spiels zu verschlafen und dann über die gesamten 90 Minuten konzentriert zu bleiben.

Borowsky legt kurz vor dem Anpfiff Filmmusik auf

Für die nötige Motivation wird Borowsky, wenngleich er voraussichtlich nicht von Beginn an auf dem Platz stehen wird, allemal sorgen. Es ist immer dasselbe Ritual: Trainer Michel Costa gibt unmittelbar vor Spielbeginn in der Kabine die letzten kleinen taktischen Anweisungen. Danach übernimmt Borowsky das Wort. Mit „stimmungsvoller Filmmusik“ will er die Mannschaftskollegen „mitreißen und heiß machen“. Dabei fallen auch deutliche Worte. „Nicht alles davon ist jugendfrei“, gesteht er lachend.

Dass die Gehrdener überhaupt diese Spitzenspiele in ihrer Staffel haben, hatte selbst Borowsky im Sommer nicht unbedingt erwartet. Speziell nach den teils namhaften Abgängen habe er sich ein paar Sorgen gemacht. Doch die erweisen sich nun als unbegründet. Die Truppe sei in der Vorbereitung noch enger zusammengerückt. „Nach dem Training bleiben mehr gemeinsam sitzen und quatschen ein wenig“, sagt Borowsky. Das sei zuvor nicht immer der Fall gewesen.