12. Juli 2020 / 12:19 Uhr

Germania Grasdorf will nächste Saison hoch: "Unser Kader ist bezirksligafähig" 

Germania Grasdorf will nächste Saison hoch: "Unser Kader ist bezirksligafähig" 

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Grasdorfs Trainer Jan Hentze gibt Anweisungen. 
Grasdorfs Trainer Jan Hentze gibt Anweisungen.  © Dennis Michelmann
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Die abgebrochene Saison beendete der SV Germania Grasdorf in der Kreisliga 3 auf dem sechsten Platz. Die Aufstiegsplätze waren nie so wirklich in Reichweite - das soll sich in der kommenden Saison ändern. "Wir wollen ganz oben angreifen", sagt Cheftrainer Jan Hentze ambitioniert. 

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Die Zeiten der Ausreden sind vorbei in Grasdorf. „Wir wollen ganz oben angreifen“, formuliert Cheftrainer Jan Hentze die Ziele des Kreisligisten für die kommende Saison offensiv wie lange nicht. Auch Teammanager Jürgen Engelhard betont: „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen. Unser Kader ist in der Breite und in der Spitze bezirksligafähig.“

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Die abgebrochene Spielzeit beendeten die Laatzener in der Staffel 3 auf dem sechsten Platz, die Aufstiegsränge waren nie wirklich in Reichweite. Mit einem Jahr mehr Erfahrung und vor allem einigen personellen Verstärkungen soll sich das ändern. Den fünf Abgängen Marvin Dürr (SF Anderten), Gastspieler Ole Eersink (beruflich nach Hamburg), Dominik Hartmann (verletzungsbedingtes Karriereende) sowie Luca Engelke und Niklas Buschmann (beide pausieren) stehen sieben Neuzugänge gegenüber.

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Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  Zur Galerie
Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  ©

"Er hat gesagt, er will wieder mit seinen Jungs zusammenspielen"

So richtig neu sind davon allerdings nur Matthias Syga (TSV Algesdorf) und Florian Stöwer (BSV Gleidingen). Dazu kommt mit Andreas Kallinich (SV Arnum), Leutrim Ferizi (Koldinger SV), Severin Sawatzki (SpVg Laatzen), Philipp Züchner (SG 05 Ronnenberg) und Chrandip Badwal (Greifswalder SC) ein hochklassiges Quintett mit Grasdorfer Vergangenheit. „Das ist, was die Integration betrifft, natürlich ein Riesenvorteil“, weiß Engelhard. „Die Jungs kennen die Anlage, das Funktionsteam und die Spieler.“

Bestes Beispiel ist der 21-jährige Kallinich, der nach 15 Jahren in der Germania-Jugend den Sprung zum Bezirksligisten Arnum wagte – und dort mit zehn Saisontreffern durchaus einschlug. „Aber er hat gesagt, er will wieder mit seinen Jungs zusammenspielen“, berichtet Engelhard. Der eingeschworene 1999er-Jahrgang um Kallinich bildet den Kern der Mannschaft, die „zu drei Vierteln aus Laatzen kommt“, wie Engelhard nicht ohne Stolz berichtet. „Wir haben einen Altersschnitt von 24 Jahren. Zu den vielen jungen Spielern kommen die erfahrenen Leitwölfe Ali Kara, Senel Rovcanin, Fabian Bartick und jetzt auch Leo Ferizi.“

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Ali Kara wird Hentzes Co-Trainer

Das Gesamtkonstrukt wirkt in Grasdorf enorm eingespielt, das zeigt sich auch im Funktionsteam, in dem es leichte Anpassungen der Aufgabenbereiche gab. Klaus Komning tauscht seine Trainerrolle gegen die des Sportlichen Leiters ein, Ali Kara unterstützt dafür Hentze als Co-Trainer. Engelhard überlässt den operativen Bereich um die 1. Mannschaft mehr und mehr Komning und konzentriert sich auf seine Funktion als stellvertretender Spartenleiter. Seine Vision ist es, „dass jeder Jugendspieler in Grasdorf ein Angebot im Herrenbereich hat – vom Hobbyfußball bis zum Leistungsfußball.“ Dafür wurde jetzt eine dritte Mannschaft gegründet. Und die Erste soll möglichst eine Liga nach oben klettern.