04. Juli 2018 / 12:35 Uhr

SV Heiligenfelde: Aus der Not eine Tugend gemacht

SV Heiligenfelde: Aus der Not eine Tugend gemacht

Florian Kastens
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Jubelten häufig: Lars Diedrichs (li) und Björn Isensee (re) hatten mit dem SVH eine erfolgreiche Spielzeit. © Karsten Klama
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Der Bezirksligist spielt unter seinem Spielertrainer-Duo Dickmann/Isensee eine starke Saison / Budelmann übernimmt

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Rund 14 Monate ist es mittlerweile her, dass die Fußballabteilung des SV Heiligenfelde sich mit einer nicht ganz so alltäglichen Situation auseinandersetzen musste: Der als neuer Trainer angedachte Sven Plaumann zog aus privaten Gründen seine Zusage zurück. So musste schnellstens eine neue Lösung her. Der SVH machte aus der Not eine Tugend und fand sie in den eigenen Reihen fand. „Es war ja klar, dass nicht viel Zeit bleibt und nicht noch Gespräche mit 20 verschiedenen Kandidaten geführt werden konnten. Wir haben uns daher mit dem Verein ausgetauscht und sind übereingekommen, dass es unter den gegebenen Umständen die beste Lösung für alle ist“, berichtet Tobias Dickmann, der kurzerhand gemeinsam mit Björn Isensee in die Rolle des Spielertrainers schlüpfte und dem SVH zu einer richtig guten Saison verhalf, die auf Platz fünf endete.

Gab es denn keinerlei Selbstzweifel oder Vorbehalte aus der Mannschaft? „Doch, sicher“, erklärt Dickmann und verdeutlicht, „dass Björn und mir natürlich klar war, was wir für eine Herkulesaufgabe antreten. Wir haben dann aber zunächst mit jedem Spieler Einzelgespräche geführt. Der Großteil stand direkt hinter der Entscheidung. Einzelne waren aber auch zurecht kritisch, wurden dann aber schnell überzeugt.“ Dem neuen Trainertandem blieb nicht viel Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. So blieb nur der berühmte Sprung ins kalte Wasser. Zunächst galt es, nach sechs durchaus namhaften Abgängen ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. „Wir sind recht früh in die Vorbereitung eingestiegen und haben den prestigeträchtigen Württemberg-Cup direkt ernst genommen. Dass wir dort als Gruppensieger erstmals ins Finale eingezogen sind, hat uns natürlich Selbstvertrauen gegeben. Wir konnten Abläufe testen und erst mal Ruhe reinbringen“, starteten Dickmann und Co. anschließend selbstbewusst in die Pflichtspielserie.

Schon in der Frühphase der Saison erlebte der SV Heiligenfelde ein sportliches Highlight, als er im Bezirkspokal den Landesligisten VfL Bückeburg ausschaltete. Im kuriosen Elfmeterschießen entschärfte SVH-Keeper Steffen Struhs sämtliche Versuche des Kontrahenten. Erst im Viertelfinale war gegen den späteren Pokalsieger SV Lachem-Haverbeck Endstation. Auch die Bezirksligasaison verlief ohne große Probleme. „Sicherlich gab es auch mal schwächere Auftritte, aber wir sind nie in Gefahr geraten und können mit Platz fünf absolut zufrieden sein. Unser Kader war zwar recht klein, dafür war der Zusammenhalt in der Truppe umso größer“, freute sich Tobias Dickmann zum Abschluss der Spielzeit über gleich sechs Siege in Folge.

Für die beiden Spielertrainer ist schon länger klar, dass sie zur neuen Spielzeit wieder ins zweite Glied rücken. Torben Budelmann wird das Traineramt übernehmen. Mit der Rückbesinnung allein auf die Aufgabe als Spieler haben weder Tobias Dickmann noch Björn Isensee ein Problem. Ganz im Gegenteil. „Björn und ich haben uns schon Ende Oktober zusammengesetzt und beraten. Da wir beide vor beruflichen Veränderungen standen, die uns zeitlich stark einbinden, sind wir auf den Verein zugegangen, um mögliche Lösungen zu besprechen“, sagt Dickmann, der gemeinsam mit Isensee aktiv in die Nachfolgeregelung eingebunden war. „Torben war von Beginn an unser Wunschkandidat. Nach dem Verein haben wir beide anschließend ebenfalls Gespräche mit ihm geführt und ihn auch schon in der Rückserie regelmäßig kontaktiert. Torben hat in Seckenhausen tolle Arbeit geleistet. Er ist unheimlich engagiert, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Der neue Übungsleiter war demnach frühzeitig gefunden, sodass dieser ausreichend Zeit hatte, um die neue Spielzeit zu planen. Der SV Heiligenfelde muss zukünftig auf Martin Roughley verzichten, der nach zwei Jahren zum FC Sulingen zurückkehrt. Nils Kummer legt aus gesundheitlichen Gründen eine Pause ein, und auch Torben Schmidt tritt kürzer. „Doch zusammen mit einigen Neuzugängen sollten wir dann wieder sehr gut aufgestellt sein. Zumindest stimmen die Voraussetzungen, und es ist alles nicht ganz so hektisch wie im Vorjahr. Es war eine tolle Erfahrung, und wir sind dankbar, dass uns der Verein das Vertrauen geschenkt hat“, so Dickmann.

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