06. September 2021 / 09:39 Uhr

"Haben einen Lauf": Ihme dreht gegen Gehrden noch auf und das Spiel

"Haben einen Lauf": Ihme dreht gegen Gehrden noch auf und das Spiel

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gehrdens Marcel Busse (links) wird von Ihmes Erkam-Salih Esen bearbeitet.
Gehrdens Marcel Busse (links) wird von Ihmes Erkam-Salih Esen bearbeitet. © Dennis Michelmann
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Zur Halbzeit lag der SV Ihme-Roloven im Derby gegen Gehrden mit 0:1 hinten. "Spielt genau so weiter, dann gewinnen wir am Ende 3:1", sagte Coach Halil Büyüktopuk - und bewies hellseherische Fähigkeiten. Sein Team drehte auf und das Spiel - zum 3:1: "Wir haben einen Lauf."

Der SV Ihme-Roloven scheint in der Bezirksliga 7 nicht zu stoppen zu sein. „Wir haben einen Lauf“, sagt Trainer Halil Büyüktopuk. Doch so richtig zum Feiern war den Spielern nach ihrem 3:1 (0:1) gegen den Lokalrivalen SV Gehrden gar nicht zu Mute. „Am Ende waren alle kaputt und wollten nur noch nach Hause“, sagte Büyüktopuk.

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Denn das Team hatte ein gemeinsames Frühstück spendiert bekommen, das am späten Vormittag begann. Vor dem Spiel folgte noch ein Spaziergang durch den Ort. Kurios: Auch in dieser Begegnung liefen die Ihmer erneut einem Rückstand hinterher.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 7 zwischen dem SV Ihme-Roloven und SV Gehrden

Ihmes Sergio Pulido León spielt den Ball vor Gehrden Lukas Brunsing weiter. Zur Galerie
Ihmes Sergio Pulido León spielt den Ball vor Gehrden Lukas Brunsing weiter. ©

Die Gehrdener fanden gut in die Partie. „Die erste Hälfte ging an uns und die Führung war verdient“, befand SVG-Trainer Michel Costa. „Wir hatten gut verteidigt und schnell vertikal gespielt.“ Ein schnell vorgetragener Angriff führte schließlich auch zum ersten Treffer. Marcel Busse wurde im Ihmer Strafraum nach Auffassung des Schiedsrichters zu stark am Trikot gezogen. Den Elfmeter verwandelte sein Bruder Roman (21. Minute). „Wenn wir etwas sauberer spielen, hätten wir vielleicht noch ein Tor nachlegen können“, sagte Costa.

Doch mit dem Pausenpfiff schienen die personell gebeutelten Gehrdener ihre Energie komplett verbraucht zu haben. „Uns haben am Ende die Kräfte gefehlt, wir konnten einfach nicht mehr nachlegen“, sagte Costa. Deshalb ging der Ihmer Erfolg vollkommen in Ordnung, „das muss man neidlos anerkennen“.

Eigenes Eintrittsgeld für die zweite Hälfte?

Büyüktopuk bewies in der Halbzeitpause hellseherische Fähigkeiten. „Spielt genau so weiter, dann gewinnen wir am Ende 3:1“, sagte er seinem Team. Viel hatte er an der Spielweise im ersten Abschnitt gar nicht zu bemängeln. „Wir waren hinten nur ein wenig zu behäbig und hätten schneller die Seiten wechseln müssen“, monierte er.

Das setzte das Team mit Wiederbeginn um. „Eigentlich hätten die 200 Zuschauer für diese super Leistung nach der Pause noch einmal Eintrittsgeld bezahlen können“, sagte Büyüktopuk scherzhaft.


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Denn sie bekamen außergewöhnliche Tore und aggressiv agierende Ihmer zu sehen. Allerdings hatten die Gastgeber beim ersten Treffer durchaus das Glück auf ihrer Seite. Beim Flankenversuch rutschte der Ball über Delchad Jankirs Spann. Der Ball flog über den überraschten Gehrdener Schlussmann Fabian Bochynek in die Maschen (68.). „So ein Tor schießt man auch nur einmal im Leben“, sagte Costa.

Als „Traumtor“ bezeichnete Büyüktopuk den Knaller von Jerrymie Bahtiri aus 25 Metern in den Torwinkel zum 2:1 (79.). Die Gehrdener setzten alles auf den Ausgleich und hatten die große Chance durch Roman Busse. Er scheiterte allerdings freistehend an Ionut Placinta. Im Gegenzug machte es Francisco Javier Pulido León besser. Der Stürmer schob den Ball freistehend ein (84.).