13. September 2020 / 19:21 Uhr

"Einstellung hat nicht gestimmt": SV Ihme-Roloven hat gegen Mühlenberg nichts zu melden

"Einstellung hat nicht gestimmt": SV Ihme-Roloven hat gegen Mühlenberg nichts zu melden

David Lidón und Jannik Meyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ihmes Onur Özer (rechts) kommt gegen den Mühlenberger Alex Wrobel nicht mehr in den Zweikampf.
Ihmes Onur Özer (rechts) kommt gegen den Mühlenberger Alex Wrobel nicht mehr in den Zweikampf. © deisterpics/Stefan Zwing
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Nach dem Traumstart in Harenberg ist der SV Ihme-Roloven endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Beim 2:4 gegen den Mühlenberger SV setzte es die zweite Niederlage am Stück in der Bezirksliga 7. Trainer Mario Geric kritisierte die Einstellung seiner Spieler: "Sie waren mit dem Kopf nicht bei der Sache."

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Eigentlich müssten die Spieler des SV Ihme-Roloven heiß sein ohne Ende. Erst der monatelange Fußballstopp wegen der Corona-Pandemie, dann in die Bezirksliga 7 aufgestiegen und dort das erste Heimspiel gegen den TuS Davenstedt unter der Woche mit 2:4 verloren. Doch schon vor der Partie gegen den Mühlenberger SV war für Mario Geric zu sehen, dass es für seine Spieler nicht reichen würde. „Das Warmmachen war nur larifari. Sie waren mit dem Kopf nicht bei der Sache, und zwar alle“, sagte der Trainer nach der 2:4 (0:3)-Niederlage zu Hause gegen die Hannoveraner.

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Keine Torchance für die Gastgeber in Hälfte eins

Von Aufstiegseuphorie oder Wiedergutmachung für die Heimpleite gegen die Davenstedter war insbesondere in Hälfte eins nichts zu sehen. „Die Einstellung hat nicht gestimmt, Mühlenberg war die deutlich bessere Mannschaft“, sagte Geric. Die Ihmer erspielten sich im ersten Durchgang keine nennenswerte Torchance. „Unser Spiel war träge wie das Wetter“, sagte Ihmes Trainer. Die Mühlenberger nutzten bis zur Pause gleich drei ihrer Gelegenheiten durch Lennart Finke (20. Minute), Michael Bauer (38.) und Robert Sielski (41.). „Zwei Tore fielen nach einer Ecke, bei der von uns alle stehengeblieben sind und nur gewartet haben, bis der Ball drin war“, monierte Geric die fehlende Gegenwehr seiner Formation.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 7 zwischen dem SV Ihme-Roloven und Mühlenberger SV

Mühlenbergs Kapitän Robert Sielski hat gegen Ihmes Onur Özer zur Grätsche angesetzt. Zur Galerie
Mühlenbergs Kapitän Robert Sielski hat gegen Ihmes Onur Özer zur Grätsche angesetzt. ©

Etwas besser wurde es in den zweiten 45 Minuten. In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs wurde Neuzugang Francisco Javier Pulido León im Strafraum von einem MSV-Akteur zu Boden gebracht. Sein Bruder Sergio Pulido León schnappte sich die Kugel und verwandelte den Elfmeter zum 1:3 (50.).

Mühlenberger lassen Konterchancen liegen

Von einer bedeutend stärkeren Leistung der Gastgeber nach der Pause konnte aber nicht die Rede sein. „Die Mühlenberger hatten viele Konterchancen, die sie nicht genutzt haben“, sagte Geric. Die Trefferquote des MSV hätte also noch viel höher sein können. In der 68. Minute verwertete Abed Abbas eine dieser Gelegenheiten zum 4:1. Immerhin zeigten die Calenberger eine unmittelbare Reaktion: Eine Hereingabe von außen von Francisco Pulido León drückte der eingewechselte Onur Özer zum 2:4 über die Linie (71.). Bei diesem Resultat blieb es bis zum Abpfiff.

„So wie wir uns heute auf das Spiel vorbereitet haben, konnte das ja nichts werden“, sagte Geric. „Im Spiel läuft es dann halt nicht so.“ Nach dem Traumstart beim TuS Harenberg (4:1) sind die Ihmer mit den zwei Niederlagen auf dem Boden der Tatsachen in der Bezirksliga 7 angekommen. „Das war richtig gut und eine starke Reaktion nach dem schwachen Auftritt am Dienstag“, freute sich hingegen Mühlenbergs Trainer Michael Cichon.