03. September 2021 / 09:28 Uhr

"Hätte ich nicht gedacht": Halil Büyüktopuk von Ihmer Traumstart überrascht

"Hätte ich nicht gedacht": Halil Büyüktopuk von Ihmer Traumstart überrascht

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Halil Büyüktopuk zeigt's an: Aktuell geht es für den SV Ihme-Roloven nach oben.
Halil Büyüktopuk zeigt's an: Aktuell geht es für den SV Ihme-Roloven nach oben. © Christian Hanke
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Drei Spiele, drei Siege - der SV Ihme-Roloven ist optimal in die neue Saison gestartet. "Das hätte ich nicht gedacht", gesteht Neu-Trainer Halil Büyüktopuk. Die Mannschaft habe durch Neuzugänge noch einmal einen Qualitätsschub bekommen. Am Sonntag kommt in der Bezirksliga 7 der SV Gehrden vorbei.

Halil Büyüktopuk hat derzeit keinen Grund zur Klage: Mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 12:6 gelang seinem Team in der Bezirksliga 7 ein perfekter Start. „dass wir zu diesem Zeitpunkt neun Punkte haben, hätte ich nicht gedacht“, gibt der Coach des SV Ihme-Roloven zu. „Ich wäre aber auch mit nur drei Zählern zufrieden gewesen“, bekennt er: „Denn das Gesamtpaket bei uns stimmt einfach: Gute Infrastruktur, gute Qualität der Mannschaft, Super-Umfeld – uns es geht sehr familiär zu. Das macht einfach Spaß.“

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Im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Gehrden sollen möglichst die nächsten Punkte eingefahren werden. „Das wird ein 50:50-Spiel“, so Büyüktopuk. „Den der SV Gehrden ist in dieser Liga für mich immer einer der Favoriten.“

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Wichtig seien die Veränderungen zur neuen Saison geworden: „Wir haben uns von vier Spielern getrennt und eine Handvoll neue dazu geholt.“ Spieler wie Jerrymie Bahtiri, Delchad und Adris Jankir sowie Erkam-Salih Esen hätten sich auf Anhieb durchgesetzt und gäben der Mannschaft einen Qualitätsschub. „Wichtig war aber vor allem eine Veränderung der Einstellung“, betont der Trainer. Er fordere eine konstant gute Trainingsbeteiligung und wünsche sich „Jungs, die wirklich wollen und richtig Bock auf Fußball haben“.


Das lebe er als Trainer vor und sehe, dass das nicht nur anerkannt, sondern belohnt werde. „Die Spieler können Fehler machen, sie müssen nur immer Gas geben.“ Auch die Mentalität auf dem Platz sei noch optimierbar gewesen: „Das Umschaltspiel von Offensive auf Defensive war am Anfang ein Problem, vor allem, wenn wir geführt haben. Da sind schon mal vier Mann vorne stehen geblieben.“ Zuletzt sei das besser geworden. „Das ist aber dringend nötig, vor allem gegen Teams wie TuS Davenstedt, Iraklis und SV Gehrden.“

"Wir brauchen keine Neuen mehr zu holen"

Generell habe er schon eine gute Mannschaft von Mario Geric übernommen, personell sei sie inzwischen aber noch besser geworden, so gut, dass er selbst sagt: „Wir brauchen keine Neuen mehr zu holen. Das passt – und ist noch entwicklungsfähig.“ Um die Neuen richtig zu integrieren, brauche es aber noch etwas Zeit.

Zeit wünscht sich auch SVG-Trainer Michel Costa, allerdings primär, damit seine aktuell verletzten Spieler wiedergenesen können. „Wir haben derzeit einen doch etwas dezimierten Kader und müssen schauen, wie wir das kompensiert bekommen.“ So fehlten beispielsweise Spieler wie Frerk Bruns, Kevin Enßlen, Mathis Leiser und Serkan Köse, dazu gebe es Urlauber wie Tim Borowsky.

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Dass derzeit nur vier Punkte auf dem eigenen Konto stehen, will Costa aber nicht mit den Ausfällen entschuldigen: „Ehrlich gesagt, haben wir uns mehr erwartet und sind noch immer gut besetzt.“ Die jüngste 2:3-Heimniederlage gegen SV Iraklis Hellas empfand er als sehr bitter. „Da holst du ein 0:2 auf, hast das Momentum auf deiner Seite, nutzt aber deine Chancen nicht.“ Insgesamt habe sich seine Mannschaft gegen einen schlichtweg effektiven Gegner unnötige leichte individuelle Fehler geleistet, „die müssen wir minimieren und im Idealfall abstellen“.

Costa hofft auf seine eigene Abteilung Attacke

Auf das Duell am Sonntag sei er sehr gespannt, so Costa: „Die Ihmer haben einewirklich sehr gute Mannschaft, waren auch in der vergangenen Saison offensiv schon richtig gut. Dieses Jahr scheinen sie dazu noch kompakter, disziplinierter und stabiler zu sein.“ Angesichts der Offensivpower der Hausherren sei es umso wichtiger, dass die Arbeit gegen den Ball tadellos funktioniere. „Vorne kriegen wir immer unsere Möglichkeiten, denn da sind auch wir ja nicht ganz so schlecht besetzt“, weist der Gästecoach auf die extrem dynamische und torgefährliche eigene Abteilung Attacke hin.

Das weiß auch sein Ihmer Gegenüber und ist dementsprechend gewarnt: „Die drei Gegentore gegen Iraklis haben mich schon etwas überrascht, denn die Gehrdener sind ja bekanntlich defensiv äußerst schwer zu knacken“, so Büyüktopuk. „Dazu gehen sie vorn drauf, attackieren den Gegner mit Tempo und Aggressivität. Das wird nicht einfach für uns.“ Es werde definitiv eine Herausforderung, das eigene Spiel durchzudrücken.

Fehlen werden Torjäger Alexander Bittner und der zuletzt krank pausierende Jerrymie Bathiri. „Ihn werde ich wohl schonen.“ Bange ist ihm aber nicht, „denn wir haben einen großen Kader und gute Alternativen“.