17. Juni 2021 / 20:16 Uhr

SV Lok Rangsdorf: Der Zug fährt in die vierte Handball-Liga

SV Lok Rangsdorf: Der Zug fährt in die vierte Handball-Liga

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Zurück im Kreis der überregionalen Teams: Der SV Lok Rangsdorf spielt in der kommenden Saison in der Oberliga Ostsee-Spree der Frauen.
Zurück im Kreis der überregionalen Teams: Der SV Lok Rangsdorf spielt in der kommenden Saison in der Oberliga Ostsee-Spree der Frauen. © Verein
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Oberliga Ostsee-Spree: Teltow-Fläming wird wieder viertklassig bei den Frauen vertreten sein – nun durch den SV Lok Rangsdorf.

Die erfreulichen Nachrichten hatten sie per Mail erfahren, gleich zwei wichtige Hürden waren innerhalb kürzester Zeit aus dem Weg geräumt worden. „Wir haben die Mitteilung bekommen, dass die Erwin-Benke-Halle für den Spielbetrieb in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree abgenommen worden ist“, sagt Dennis Hartmann, der Coach des Damenteams des SV Lok Rangsdorf, „dazu kam von der Staffelleitung die Zusage, dass wir in der Oberliga antreten können.“ Die sportliche Abenteuertour kann nun Fahrt aufnehmen, nachdem sich der SVL für den Start in der vierthöchsten nationalen Spielklasse beworben hatte. „Die ganze Mannschaft hat sich sehr gefreut, das es geklappt hat“, berichtet Hartmann, „das wird natürlich eine riesige Herausforderung. Wir wissen, dass wir viel aufbringen müssen, um Spiele für uns zu entscheiden, aber wir können frei aufspielen, weil wir nur dazu gewinnen können.“

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Lok hatte die vergangene, wegen der Corona-Pandemie bereits zum Zeitpunkt Herbst 2020 abgebrochene Spielzeit auf Rang zwei (6:2 Zähler) hinter der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (8:0) beendet. Nun wagt der Verein den nächsten Entwicklungsschritt: Mit dem Aufstieg setzt der SV Lok Rangsdorf den kontinuierlichen Aufwärtstrend der vergangenen Jahr fort, als sich das Team in der Spitze der Brandenburgliga etabliert hatte. Nach dem Rückzug der Frauenmannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst in der Saison 2018/19 ist die Dahme-Fläming-Region also künftig wieder mit zwei Teams in der Oberliga Ostsee-Spree vertreten: Mit dem Ludwigsfelder HC bei den Männern und dem SVL bei den Frauen.

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Wer die Rangsdorfer Gegner in der Saison 2021/22 sein werden, steht noch nicht hundertprozentig fest: Die HSG Neukölln und der Berliner TSC kämpfen noch um den Sprung in die dritte Liga. „Der Aufsteiger aus Berlin muss ebenfalls noch ermittelt werden“, sagt Ramona Kroll, die Staffelleiterin. So oder so – für den SV Lok steht eine illustre Schar von Konkurrenten bereit in der „Ostsee-Spree-Liga“, die den Landesverbänden Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern übergeordnet ist. „Wir freuen uns auf jeden Gegner“, sagt Hartmann, „die sind alle sehr gut und haben zumeist viel Oberliga-Erfahrung, die wollen wir nun auch sammeln.“

Verstärkung willkommen – es gibt noch Mitfahrgelegenheiten bei der sportlichen Abenteuertour: Das Lok-Team hatte kurz nach der Bekanntgabe der Viertligazulassung einen Clip mit dem Titel „Wir suchen Dich!“ zusammengeschnitten und ins Internet gestellt. „Wir hoffen, dass es vielleicht jemanden anspricht und wir uns personell verstärken können. Es ist noch Platz im Zug“, sagt Trainer Hartmann.