07. Mai 2021 / 11:00 Uhr

SV Naunhofs Boss Rainer Lisiewicz: „Sehe unserer Zukunft hoffnungsvoll entgegen“

SV Naunhofs Boss Rainer Lisiewicz: „Sehe unserer Zukunft hoffnungsvoll entgegen“

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Vorstandsvorsitzender Rainer Lisiewicz sieht der Zukunft bei SV Naunhof positiv entgegen
Vorstandsvorsitzender Rainer Lisiewicz sieht der Zukunft bei SV Naunhof positiv entgegen © Dirk Knofe
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Medienandrang mal anders: Der SV Naunhof 1920 lud zur ersten Video-Pressekonferenz der Vereinsgeschichte ein. Auch wenn wegen der Corona-Bestimmungen noch kein Kicken auf dem Grün möglich ist und die Gegenwart dadurch eher trüb ist, sieht Rainer Lisiewicz eine positive Zukunft voraus.

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Naunhof. Am Ende kam der Knaller: Man wolle die erste Mannschaft ausgliedern und zu diesem Zweck eine GmbH bilden, auch ein Leistungszentrum sei geplant. Dies ließen der Vorsitzende des SV Naunhof 1920, Rainer Lisiewicz, und sein Vize Hubert Zeising am Dienstagabend die Zuschauer und Zuhörer an den heimischen Smartphones, Computern und Laptops wissen – im Rahmen der ersten Video-Pressekonferenz der 100-jährigen Vereinsgeschichte. Weil die beiden Herren, an deren Seite der Trainer der ersten Männermannschaft Benjamin Fraunholz sowie Nachwuchsleiter Ingmar Zapf Platz genommen hatten, ihre Rollen bei diesem Scherz durchaus überzeugend spielten, dürften sie den einen oder anderen Anhänger und Sympathisanten des Traditionsvereins aus der Clade ein wenig ratlos zurückgelassen haben.

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„Alle Mann sind an Bord geblieben“

Die Botschaft, die das etwas ungewöhnliche Ausklingen der Pressekonferenz transportieren sollte, war wohl die: Allem Corona-Schlamassel zum Trotz haben wir unseren Humor nicht verloren! Und dies, obwohl das endlose Warten alle zunehmend zermürbt. „Für Männer, die in ihrer Freizeit einer Mannschaftssportart frönen, sind Onlineübungen vor dem Computer keine dauerhafte Lösung“, brachte es Benjamin Fraunholz auf den Punkt.

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Zudem zehre es an den Nerven zu sehen, dass Einkaufszentren und Gartenmärkte teilweise wieder öffnen könnten, während es noch immer nicht möglich sei, mit einem guten Dutzend Fußballern im Freien zu trainieren. „Alle Mann sind aber an Bord geblieben, und mit der gelungenen Verjüngung des Teams im vergangenen Sommer sehe ich unserer Zukunft in der Kreisoberliga sehr hoffnungsvoll entgegen“, sagte der Chefcoach.

Trend bei Nachwuchs zeigt nach oben

Auch der Gesamtverein hat seinem Vize-Vorsitzenden zufolge keinen Schaden durch die Pandemie genommen. Ganz im Gegenteil hätten die in den vergangenen reichlich zwölf Monaten durchgeführten Arbeitseinsätze auf dem Vereinsgelände das im Verein steckende Potenzial aufgezeigt. „Unsere Mitglieder, denen ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen möchte, haben richtig toll mitgezogen, um unser Vereinsdomizil wieder auf Vordermann zu bringen“, so Hubert Zeising.

Ihre Spuren hinterlassen hat die Pandemie aber auch in der Clade. „Die finanzielle Situation ist selbstredend nicht sehr rosig, weil viele unserer Sponsoren sich mit durch das Virus verursachten Problemen konfrontiert sehen, wofür wir selbstverständlich vollstes Verständnis haben“, berichtete Vereinschef Rainer Lisiewicz. Über ein Dutzend Neuanmeldungen in den vergangenen Monaten zeige aber, dass man auf einem guten Weg sei. Umso bedauerlicher sei es, dass die bereits im vergangenen Jahr geplante 100-Jahr-Feier auch in diesem Jahr nicht wird stattfinden können. „Ob wir sie im nächsten Jahr in der von uns ursprünglich geplanten Form durchführen, steht derzeit noch nicht fest. Oberste Priorität hat derzeit die Aufnahme des Trainings- und Spielbetriebs“, stellt Hubert Zeising klar.

Auch im Nachwuchsbereich, dem Ingmar Zapf eine positive Zukunft voraussagte. „Wir betreuen derzeit 87 Kinder und Jugendliche bei steigender Tendenz.“ Nach Lage der Dinge werde man in der neuen Saison statt bislang sieben acht Nachwuchs-Teams in den Punktspielbetrieb entsenden können.