12. Mai 2019 / 21:08 Uhr

SV Pastow setzt Siegeszug fort und verabschiedet Alexander Bönecke

SV Pastow setzt Siegeszug fort und verabschiedet Alexander Bönecke

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Alexander Bönecke bei seiner Verabschiedung mit Abteilungsleiter Gerald Worzfeld (r.) und Kapitän Johannes Grahl (M.). 
Alexander Bönecke bei seiner Verabschiedung mit Abteilungsleiter Gerald Worzfeld (r.) und Kapitän Johannes Grahl (M.).  © Johannes Weber
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Der Tabellenzweite der Verbandsliga bezwingt den Abstiegskandidaten FSV Malchin souverän mit 4:0 und kann weiter vom Landesmeistertitel träumen. Torwart wechselt zum Doberaner FC

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Den emotionalsten Moment gab es bereits vor dem Anpfiff beim 4:0 (1:0)-Heimsieg des Verbandsligisten SV Pastow gegen den abstiegsgefährdeten FSV Malchin. Torhüter Alexander Bönecke wurde im vorletzten Heimspiel der Saison von den Pastowern verabschiedet. Von Abteilungsleiter Gerald Worzfeld und Kapitän Johannes Grahl bekam der 29-Jährige ein Trikot in einem Bilderrahmen und einen marine­blauen Glaspokal mit der Aufschrift „Danke, Alexander Bönecke“ überreicht.

Bönecke möchte mehr Zeit mit seiner Freundin verbringen

„Das war ein schöner Moment und eine tolle Geste des Vereins für mich. Das zeigt, dass ich einen guten Stellenwert im Team habe“, meint Bönecke, der den SV Pastow zur neuen Saison in Richtung Landesligist Doberaner FC verlassen wird. Seinen Abgang begründet der Schlussmann damit, dass er den zeitlichen Aufwand in der Verbandsliga nicht mehr leisten ­möchte. „Mehr als 20 Jahre stand der Fußball bei mir an erster Stelle. Ich möchte privat mehr Zeit mit meiner Freundin verbringen, zudem kommen berufliche Veränderungen auf mich zu“, sagt Bönecke. Im letzten Heimspiel am 1. Juni gegen den 1. FC Neubrandenburg kann er nicht dabei sein, da er zur Hochzeit von Teamkamerad Johannes Grahl eingeladen ist.

Bilder aus der Verbandsliga: SV Pastow - FSV Malchin

Alexander Bönecke bei seiner Verabschiedung mit Abteilungsleiter Gerald Worzfeld (M.) und Kapitän Johannes Grahl (r.).  Zur Galerie
Alexander Bönecke bei seiner Verabschiedung mit Abteilungsleiter Gerald Worzfeld (M.) und Kapitän Johannes Grahl (r.).  ©

Seine ersten fußballerischen Schritte hatte der Keeper beim SV Pastow mit seinem jetzigen Trainer Heiner Bittorf gemacht. Der ­30-jährige Coach bedauert den Weggang von Bönecke: „Es blutet mir das Herz, dass wir ihn ziehen lassen müssen. In Sachen Mentalität und Charakter ist Alex ein absolutes Vorbild. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Torhüter traf gegen Güstrow als Feldspieler

Im Januar 2017 kehrte Bönecke nach seinem Studium in Magdeburg zurück zu den Pastowern. Zusammen mit Torhüter-Kollege Danny Zimmermann lieferte sich der gebürtige Rostocker einen Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten. „Wir waren ein gut funktionierendes Team“, kommentiert Bönecke, der im April 2018 auch seine Qualitäten als Feldspieler gegen den Güstrower SC (1:1) unter Beweis stellte. „In der Partie musste ich in der Offensive aushelfen und habe sogar getroffen. Ein Spiel, das mir in Erinnerung bleiben wird.“

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Bei seinem letzten Heimspiel für die Pastower hielt Bönecke seinen Kasten sauber. Gegen den FSV Malchin brauchten seine Vorderleute eine starke Aktion von Robert Römer kurz vor der Pause, um die ­Gäste erstmals zu überwinden. Römer hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den mitgelaufenen Torschützen Hannes Wandt mustergültig bedient. Mit Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Hausherren durch Georg Schumski auf 2:0 – die Vorentscheidung. Später legten Wandt und Tom Bockholt noch den dritten und vierten Treffer nach.

SV Pastow löst die Pflichtaufgabe gegen Malchin souverän

„Wir kamen gut in die Partie, allerdings kam der finale Pass im ersten Durchgang oft nicht präzise genug an. Nach dem Seitenwechsel machen wir früh alles klar und hätten für mehr als vier Tore sorgen können“, resümierte Heiner Bittorf.

In der Tabelle bleibt der SV Pastow (jetzt 70 Punkte) als Zweiter an Spitzenreiter MSV Pampow (71) dran. Die Westmecklenburger fegten zur gleichen Zeit den Absteiger SV Hanse Neubrandenburg mit 10:0 vom Feld. Der MSV machte mit dem Kantersieg den Sprung in die Oberliga klar. Die Pastower hatten frühzeitig klargemacht, ein mögliches Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen zu wollen. Dafür sind sie heiß, in den verbleibenden zwei Spielen die Meisterschaft zu holen.

SV Pastow: Bönecke – Kunze, Grahl, Schindel, Wiek (57. Wiek) – Bockholt – Wandt, Laudan, Kaminski (67. Fränk), Römer – Schumski (72. Papenthin).
Tore: 1:0 Wandt (36.), 2:0 Schumski (46.), 3:0 Wandt (54.), 4:0 Bockholt (78.).
Schiedsrichter: Robert Kuligowski (Rostock).
Zuschauer: 80.