29. März 2021 / 14:40 Uhr

SV Preußen Reinfeld findet hochkarätigen Marschner-Ersatz fürs Tor

SV Preußen Reinfeld findet hochkarätigen Marschner-Ersatz fürs Tor

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Keeper Marvin Zimmermann trifft beim SV Preußen Reinfeld auf zwei alte Weggefährten.
Keeper Marvin Zimmermann trifft beim SV Preußen Reinfeld auf zwei alte Weggefährten. © SV Preußen Reinfeld
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Die Stormarner sprechen einen offenen Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten aus. Der neue Keeper hütete auch schon den Kasten des FC St. Pauli.

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Oberligist Preußen Reinfeld ist auf der Suche nach einem neuen Torwart fündig geworden. Nachdem es die bisherige Nummer Eins Jonas Marschner zum HSV Barmbek-Uhlenhorst zieht, konnte der Verein nun Marvin Zimmermann vom SV Eichede an den Bischofsteicher Weg lotsen.

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Beim SV Eichede Stellvertreter von Marcel Gevert

Zimmermann, der in Eichede zuletzt die Nummer zwei hinter Stammkeeper Marcel Gevert war und überwiegend in der U23 Spielpraxis sammelte, soll im Sommer den Konkurrenzkampf mit Daniel Marco aufnehmen. Trotz mehrerer Anfragen entschied sich der 22-Jährige letztlich für Reinfeld. Im Gespräch mit dem LN-Sportbuzzer nennt er die Gründe. „Ich habe in Reinfeld eine große Wertschätzung verspürt. Immer wenn ich mich mit Torwarttrainer Dominik Lindtner traf, waren immer auch andere Leute dort, um mich kennenzulernen. Sowohl die Trainer, als auch die sportliche Leitung.“

"Dass sich solch ein Torwart für den SV Preußen Reinfeld entscheidet, ist nicht selbstverständlich und für uns natürlich eine Riesennummer"

Nach einem ersten Videocall mit Jan-Henrik Schmidt (Sportlicher Leiter), Pascal Lorenz, Jan Christian Hack (Headcoaches) und Lindtner absolvierte Zimmermann Probe-Einheiten mit Dominik Lindtner, der dem Sportlichen Leiter Jan-Henrik Schmidt eine klare Transfer-Empfehlung aussprach. „Marvin ist erst 22 Jahre alt, hat aber schon enorm viel Erfahrung. Dass sich solch ein Torwart für den SV Preußen Reinfeld entscheidet, ist nicht selbstverständlich und für uns natürlich eine Riesennummer. Wir sind sehr glücklich darüber“, betont Schmidt, der die Verpflichtung als „Kraftakt“ beschreibt, jedoch auch klarstellt: „Beide Torhüter bekommen die gleichen Chancen!“

Vom FC St. Pauli aus ging es in die USA

Zimmermann, der das Fußball-ABC in seinem Wohnort Großhansdorf erlernte, kam in der C-Jugend zum SV Eichede, von wo aus er ins Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli wechselte. Bis zur U23 spielte er bei den Kiezkickern und schlug ein Angebot zur Vertragsverlängerung aus, um per Auslandsstipendium in die USA nach South Carolina zu wechseln.

„Wir können uns bald in Polizeisportverein umbenennen“

Aktuell befindet sich der angehende Wasserschutzpolizist im Studium an der Akademie in Alsterdorf. Ab April nächsten Jahres muss Zimmermann in den Schichtdienst wechseln. Ein weiterer Grund für den Wechsel nach Reinfeld, denn: „Ich habe noch etwa ein Jahr, in dem ich relativ frei Fußball spielen kann. Da habe ich mir die Frage gestellt, ob ich in Eichede womöglich den Konkurrenzkampf verliere oder aber nach Reinfeld gehe, wo eine Lücke entstanden ist.“ Dazu kommt, dass beim SVP bereits einige Polizisten aktiv sind und die Schichtdienst-Problematiken kennen. „Wir können uns bald in Polizeisportverein umbenennen“, scherzt Schmidt.

Wiedersehen mit Lasse Czeschel und Luca Brügmann

Dazu trifft Zimmermann im vorhandenen Team auf alte Bekannte. Mit Lasse Czeschel spielte er noch zusammen in Eichede, Luca Brügmann (früher HSV) kennt er aus der Hamburg-Auswahl.