13. September 2020 / 18:13 Uhr

Obwohl Masurs Traumtor nicht zählt: Ramlinger feiern eine gelungene Heimpremiere

Obwohl Masurs Traumtor nicht zählt: Ramlinger feiern eine gelungene Heimpremiere

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nur ein kurzer Jubel: Mitchell Jordan (von links),Timo Gieseking und Marvin Strohschänk feiern das vermeintliche 1:0 des SV Ramlingen/Ehlershausen.
Nur ein kurzer Jubel: Mitchell Jordan (von links),Timo Gieseking und Marvin Strohschänk feiern das vermeintliche 1:0 des SV Ramlingen/Ehlershausen. © Michael Plümer
Anzeige

Per Fallrückzieher brachte Björn Masur den SV Ramlingen/Ehlershausen gegen den FC Eintracht Northeim in Führung. Vermeintlich, denn sein Treffer zählte nicht. Trotzdem feierte der Aufsteiger am Ende einen Sieg, und der fiel mit 4:0 auch ziemlich deutlich aus.

Anzeige

Der SV Ramlingen/Ehlershausen eilt derzeit von Erfolg zu Erfolg. Nach dem souveränen Auftaktsieg in Gifhorn (3:0) feierte der Aufsteiger beim ersten Oberliga-Heimspiel nach einer gefühlten Ewigkeit den nächsten Sieg. Wie beim bislang letzten Dreier in dieser Spielklasse am 5. Juni 2011 hieß es der Gegner FC Eintracht Northeim. Dieses Mal statt mit 5:4 nach einer souveränen Leistung sogar mit 4:0 (0:0).

"Wir haben uns gegen eine defensiv eingestellte Nordheimer Mannschaft in der ersten Halbzeit zwar noch schwergetan, aber der Sieg ist auch in der Höhe völlig verdient ausgefallen", lobte Ramlingens Trainer Philipp Gasde. "Wir waren das bessere Team, das sehr geduldig geblieben ist und auf seine Chance gewartet hat. Mit großer Ballsicherheit und hohem Tempo haben wir bis zum Schluss durchgezogen."

Bilder vom Spiel der Oberliga zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und FC Eintracht Northeim

Ramlingens Bülent Durduran (rechts) und der Northeimer Fabio Dannenberg kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Ramlingens Bülent Durduran (rechts) und der Northeimer Fabio Dannenberg kämpfen um den Ball. ©

Vor 120 sitzenden Zuschauern legte der RSE los wie die Feuerwehr. Schon nach fünf Minuten gab es den ersten Jubel: Björn Masur traf mit einem phantastischen Fallrückzieher zur vermeintlichen Führung. Der Treffer wurde vom Unparteiischen aber nicht gegeben, denn die Sicht des Northeimer Torwarts soll durch einen abseits stehenden Ramlinger Spieler verdeckt gewesen sein.

Durduran rettet auf der Linie

Gegen die sehr defensiv orientierten Gäste fand der RSE anschließend kein Rezept mehr, um Torchancen zu kreieren. Bis auf Masurs Direktschuss aus sieben Metern (34.), waren weitere Gelegenheiten Mangelware. Die Eintracht hätte sogar mit einem Vorsprung in die Kabine gehen können, wenn Bülent Durduran in der 44. Minute bei einem Schuss von Alex Rocha nicht auf der Linie gerettet hätte.

Im zweiten Durchgang machte der RSE noch mehr Druck auf das gegnerische Tor. Und das Engagement wurde belohnt: Zwei Distanzschüsse von Mitchell Jordan (52.) und Marvin Strohschänk (54.) konnte Northeims Schlussmann Christopher Meyer noch abwehren, nach einem überragend inszenierten Konter über Jordan und den agilen Can Gökdemir war aber auch er machtlos. Masur brauchte das Spielgerät aus drei Metern nur noch über die Linie zu schieben (55.).

Firaridis macht den Deckel drauf

Die Ramlinger blieben am Drücker: Zunächste fischte Meyer einen 25-Meter-Kracher von Johannes Lübow aus dem Dreieck (65.). Und dann doch die Vorentscheidung: Nach einem Foul an Steffen von Pless erhöhte Louis Engelbrecht vom Punkt aus auf 2:0 (83.), Utku Kani stellte nach Zuspiel des eingewechselten Marcos Pappas auf 3:0 (84.), Georgios Firiaridis setzte aus der Distanz den Schlusspunkt (88.).