12. Mai 2020 / 19:03 Uhr

"Jetzt kommt der Feinschliff": RSE holt Papadopoulos, ist mit Kaderplanung quasi durch

"Jetzt kommt der Feinschliff": RSE holt Papadopoulos, ist mit Kaderplanung quasi durch

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kurt Becker, Sportlicher Leiter des RSE, ist in der spielfreien Zeit nicht untätig gewesen. Unter anderem hat er Ilias Papadopoulos (eingeklinkt, links) aus Wunstorf geholt.
Kurt Becker, Sportlicher Leiter des RSE, ist in der spielfreien Zeit nicht untätig gewesen. Unter anderem hat er Ilias Papadopoulos (eingeklinkt, links) aus Wunstorf geholt. © Debbie Jayne Kinsey/Christian Hanke
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Endlich Oberliga oder doch weiter Landesliga? In welcher Spielklasse der SV Ramlingen/Ehlershausen in der nächsten Saison um Punkte kämpft, ist noch unklar. Den Kader hat Kurt Becker indes schon beisammen. Einziger externer Neuzugang nach Lage der Dinge ist Ilias Papadopoulos vom 1. FC Wunstorf.

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Ob der SV Ramlingen/Ehlershausen in der neuen Spielzeit weiter in der Landesliga an den Start gehen muss oder in die Oberliga aufsteigen darf, ist nach wie vor ungewiss. Wie praktisch, dass die RSE-Führung darauf bei ihrer Saisonplanung traditionell keine große Rücksicht nimmt. „Wir planen nicht ligaabhängig. Haben wir noch nie getan“, sagt Kurt Becker.

Fleißig im Homeoffice

Doch im Gegensatz zu den Rasenplätzen auf der Anlage am Akazienweg („Die sehen überragend aus“, so Becker) bekamen der Sportliche Leiter und sein Funktionsteam auch in der Corona-Zeit keine Verschnaufpause. „Wir sind ajour“, sagt Becker. Was so viel heißt wie: Liga unklar, Planungen dennoch weitgehend abgeschlossen.

Im Homeoffice waren die Ramlinger Kaderplaner fleißig. Becker verbrachte zuletzt viel Zeit am Telefon. „19 Zusagen haben wir für die erste Mannschaft. Darunter sind alle absoluten Leistungsträger“, beginnt er aufzuzählen. Noch nicht komplett entschieden sei lediglich die Zukunft zweier Akteure. „Doch da stehen die Chancen 60:40, dass sie bei uns bleiben“, sagt Becker.

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Und weiter geht’s: „Von den A-Junioren kommen zehn Akteure zu den Herren. Davon haben wir zwei im Auge, die wir in der Vorbereitung der ersten Mannschaft mit dazunehmen wollen.“ Namen nennt Becker keine, da die beiden Auserwählten selbst noch nichts von ihrem Glück wüssten, wie er lachend erklärt.

Reserve soll verjüngt werden

Die übrigen acht bisherigen Junioren sollen in die von Darijan Vlaski trainierte U23 (aktuell Tabellendritter der Bezirksliga 2) aufrücken. „Ziel ist es, dort in der nächsten Saison eine verjüngte Mannschaft zu haben“, sagt der 65-Jährige.

Als Neuzugang steht für die Erstvertretung bislang einzig Ilias Papadopoulos fest, der vom 1. FC Wunstorf nach Ramlingen wechselt und vor Beginn der Zwangspause bereits mehrere Male unter Trainer Philipp Gasde mittrainiert hat. Und viel mehr neue Gesichter seien laut Becker auch gar nicht zu erwarten.

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Der Grund: Mit Björn Masur (kam vom HSC Hannover und kann laut Becker jede Position in der Offensive bekleiden) und Rafael Hotes (TSV Havelse) hatte der Landesliga-Spitzenreiter bereits im Winter zwei namhafte Akteure verpflichtet. Im Vorgriff auf die neue Saison, wie es häufig so schön heißt. „Die Situation war günstig. Da mussten wir zugreifen“, sagt Becker.

Omelan, Weindl und von Pleß als Quasi-Neuzugänge

Zudem sind Marvin Omelan, der nach seinem Kreuzbandriss mittlerweile zurück ist, Christopher Weindl, zuletzt am ersten Spieltag am Ball, und Steffen von Pleß nun wieder Alternativen. „Fünf Leute also, die mit unserer Topposition in dieser Saison gar nichts zu tun hatten“, sagt Becker.

Gefühlte Neuzugänge. „Damit haben wir beinahe jede Position doppelt besetzt. Daher gehe ich davon aus, dass es bei ein oder zwei weiteren externen Neuzugängen bleibt“, sagt der 65-Jährige. „Man muss ja auch aufpassen, dass man die Homogenität und das Teamwork einer wunderbar funktionierenden Mannschaft nicht durcheinanderbringt. Das wollen wir nicht durch leichtfertige Wechsel zunichtemachen.“

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Fehlt also (fast) nur noch die Entscheidung über die Wertung der angeknabberten Saison. „Ich bin mir sicher, dass wir – egal, in welcher Klasse es ist – eine sehr gute Mannschaft haben werden“, sagt Becker. „Jetzt kommt der Feinschliff.“

Es bleibt dabei: Sie wollen unbedingt in die Oberliga, aber sie planen und denken ligaunabhängig beim RSE. Und wenn doch plötzlich noch ein interessanter Mann um die Ecke kommt, sind die RSE-Macher sicher nicht abgeneigt. Auch das ist Tradition in Ramlingen.