23. August 2015 / 20:33 Uhr

SV Rotenberg hat das Nachsehen

SV Rotenberg hat das Nachsehen

Hauke Rudolph
Göttinger Tageblatt
Kevin Wodarsch (SV Rotenberg/l.) versucht Nico Bode (SV Südharz) vom Ball zu trennen.
Kevin Wodarsch (SV Rotenberg/l.) versucht Nico Bode (SV Südharz) vom Ball zu trennen. © Schneemann
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Kreisliga Nord: Grobe Fehler führen zu 2:5-Heimniederlage gegen SV Südharz Walkenried

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* Rhumspringe*. Der SV Rotenberg hat sein erstes Heimspiel in der Fußball-Kreisliga verloren. Gegen den Mit-Meisterschaftsfavoriten SV Südharz Walkenried setzte es für die Platzherren eine etwas zu hohe, letztendlich aber verdiente 2:5 (1:2)-Niederlage.
SV-Coach Tobias Dietrich war nach dem Schlusspfiff völlig bedient. „Wenn man sich so viele Klöpse leistet, wie wir heute, kann man kein Spiel gewinnen“, ärgerte sich der 43-Jährige. Und tatsächlich: Seine Hintermannschaft musste sich einige grobe Schnitzer ankreiden lassen. Einer leitete in einer Phase, in der die Heimelf vorne Druck machte, die Vorentscheidung zugunsten der Gäste ein: Befreiungsschlag Südharz, Egezon Zekiqi verliert völlig unnötig das Leder an Keven Ball, und dieser hat keine Mühe, den herausstürzenden Marcel Föste zum 2:4 zu überwinden (71.).
Ein weiterer Patzer führte zum mit Abstand spektakulärsten Treffer des Tages: Ball zieht ab – und zwar drei Meter hinter der Mittellinie. Lang und länger fliegt die Kugel, springt kurz vor Föste auf und segelt über ihn hinweg ins Tor: 2:5 (85.), die endgültige Demütigung für die Rotenberger.
Die hatten allerdings auch viel Pech. Beim 0:1 in der 14. Minute schießt Carsten Cybok einen Freistoß erst schwach in die Mauer, bekommt den Abpraller dann direkt vor die Füße und wagt einen Dropkick – wunderschön und unhaltbar segelt die Kugel ins lange Eck. Und bei seinem Pfiff, der Nico Bodes Strafstoßtor zum 1:2 vorausging (36.), liegt Schiri Felix Gross nicht nur nach Meinung der Rotenberger sondern auch in den Augen von Südharz-Coach Olaf Jödicke falsch: „Ich geb´s ja zu, das war kein Foul“.
Jödicke bescheinigte seiner Elf eine „kompakte, solide Leistung“. Immer wieder schlugen die Südharzer den Ball weit nach vorn – nach einem Abschlag seines Gegenübers Pascal Levin musste Föste sogar einmal kurz vor seinem Strafraum mit dem Kopf retten – und sorgten damit für Gefahr. „Wir waren heute einfach zu grün“, befand Dietrich. „Das Team ist zwar talentiert, aber noch sehr jung und unerfahren“.

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Rotenberg: Föste – Ibba (74. Morina), Zekiqi, Otto (60. Gries), Bigalke – Galluzzi, Benliler, Monecke, Vollmer (46. Tenchella) – Wodarsch, Beseke. – Tore: 0:1 Cybok (14.), 1:1 Wodarsch (28.), 1:2, 1:3 Bode (36., 50.), 2:3 Wodarsch (65.), 2:4, 2:5 Ball (71., 85.).