13. Mai 2019 / 16:03 Uhr

SV Tapfer baut Vorsprung aus

SV Tapfer baut Vorsprung aus

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Kunstrasen / Symbolbild
Der SV Tapfer gewinnt das Heimspiel gegen den TuS Leutzsch mit 3:0 und baut seinen Tabellenvorsprung vor Chemie Leipzig II auf sieben Punkte aus. © Christian Modla
Anzeige

Der Stadtliga-Erste gewinnt das Heimspiel gegen den TuS Leutzsch mit 3:0 und baut seinen Vorsprung auf sieben Punkte aus. Die SpVgg Leipzig gewinnt vor Gericht, verliert aber das Spiel bei Eintracht Schkeuditz mit 3:2.

Anzeige

Leipzig. Rein sportlich war der wichtigste Umstand am 25. Spieltag der Fußball-Stadtliga, dass Tabellenführer Tapfer Leipzig seinen Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen konnte. Nachdem sich Verfolger Chemie II bei dem per Rot wegen eines Handspiels auf der Torlinie früh dezimierten MoGoNo-Team im Gohliser Stadion des Friedens unglaublich schwer getan und den durch ein Eigentor selbst „herausgeschossenen“ Rückstand erst in der Nachspielzeit zum 1:1 durch Branden Stelmak egalisiert hatte, erledigte Tapfer seine Hausaufgabe gegen TuS Leutzsch recht ungefährdet mit 3:0 (2:0).

Die andere wichtige Nachricht – eher am Rande des Spieltages – war eine juristische. Das Sportgericht wies den Einspruch von TuS Leutzsch gegen die Wertung des Spiels bei der Spielvereinigung (4:0) zurück. Grund der Klage war, dass die Gastgeber ihrem ehemaligen und jetzigen TuS-Akteur Steve Herrmann den Zutritt zum Enders-Sportpark und damit zum Spiel verweigerten, und zwar wegen Schulden gegenüber dem Ex-Verein. Das Gericht beurteilte eine solche Maßnahme – verkürzt gesagt – also als zulässig, zumal sie im Vorfeld von der Spielvereinigung angekündigt worden sowie eine Zivilklage gegen den „Säumigen“ eingereicht worden war. Bei Zahlung der Außenstände vor der Partie hätte die Spielvereinigung das Hausverbot nach eigenem Bekunden übrigens aufgehoben.

Mehr zum Leipziger Fußball

So schön dieser juristische Erfolg, gegen den freilich vom TuS noch Einspruch erhoben werden kann, für die Spielvereinigung war, so ungünstig verlief das Spiel bei der Schkeuditzer Eintracht. Die führte bereits 3:0, ehe die Lindenauer durch zwei – zu späte – Tore noch auf 3:2 herankam. Mehr allerdings nicht. Der TuS hatte mit der bereits erwähnten Niederlage bei Tapfer gleich ein doppelt schlechtes Wochenende.

SV Lindenau gewinnt Heimspiel gegen Lipsia Eutritzsch II

Im Abstiegskampf traf das einmal mehr auch auf Schlusslicht SV Brehmer zu, das bei Rotation 1950 mit 1:4 verlor. Auch für die Zweite von Lipsia Eutritzsch wird die Luft langsam dünn. Beim SV Lindenau war der Spielverlauf ähnlich wie für den TuS in Schkeuditz: Die Platzherren führten 3:0 die Lipsianer von Trainer Uwe Franz kamen bei der Truppe seines alten Chemie-Kumpels Andreas Barth nur noch auf 3:2 heran.

Anders verlief die Begegnung zwischen Olympia und Lok Engelsdorf. Die Lok führte zur Pause 1:0, die Platzherren drehten das Ganze auf 2:1 zu ihren Gunsten. Auch Eintracht Süd verlor auswärts 1:2, und zwar bei der Zweiten des VfB Zwenkau. Und bereits am Sonnabend hatte der SV Panitzsch/Borsdorf eine 2:3-Heimniederlage gegen den LSV Südwest erlitten. Dabei hatten die Gastgeber nicht zum ersten Mal ein Gegentor schon in der ersten Minute hinnehmen müssen. Dies sollte das trotz der Schlappe weiter auf Rang drei residierende SVP-Team besser nicht zur Angewohnheit werden lassen.