24. März 2019 / 19:25 Uhr

SV Tapfer setzt sich im Stadtpokal gegen FC Inter Leipzig II durch

SV Tapfer setzt sich im Stadtpokal gegen FC Inter Leipzig II durch

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Der SV Fortuna Leipzig hat im Stadtpokal Stadtligisten Lok Engelsdorf mit 6:0 bezwungen. © Leipzig report
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Stadtklasse-Team Fortuna Leipzig zieht ins Pokal-Halbfinale ein. Lok Engelsdorf scheidet aus.

Leipzig. Trotz anfänglichen Rückstandes setzte sich Stadtliga Spitzenreiter Tapfer Leipzig bei Stadtklasse-Vertreter FC Inter II mit 3:1 durch und zog damit als erstes Team ins Stadtpokal-Halbfinale ein. „Auf dem schlechten Platz war spielerisch nicht viel zu machen“, musste Tapfer-Trainer Marcus Wittmann bald feststellen und stellte deshalb mit seinem Mit-Coach Steffen Hartmann nach gut 35 Minuten taktisch um. Da lag das Wittmann/Hartmann-Team aber schon 0:1 zurück. Yunus Isik hatte in der 22. Minute einen Abstimmungsfehler in der Tapfer-Abwehr mit einem Heber über Torwart Marcus Schwarze genutzt.

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Diese Umstellung und die Einwechslung von Philipp Anders sollte sich schnell auszahlen. Erst bekam Tapfer nach Foul an Oliver Kober einen Foulelfmeter und glich durch Felix Hohl aus (41.). Inter-Spielertrainer und Torwart Christian Schmedtje sah die Szene kritisch: „Das war ein Witz, allerdings der einzige Fehler des Schiris, ansonsten hat er seine Sache gut gemacht.“ Kurz darauf handelte sich Schmedtjes Team einen unnötigen Freistoß ein, den Anders mit wunderschönem Direktschuss zum 2:1 aus Tapfers Sicht nutzte. Damit war das Spiel schon kurz vor der Pause gedreht (44.). Bald nach Wiederanpfiff sorgte Andreas Fricke für die Vorentscheidung, wieder nach einem Fehler der Gastgeber, die nach eigenem Einwurf die Abwehr entblößt hatten. Diese Einladung zum Konter ließ sich Fricke nicht entgehen.

Schmedtje und Roman Noguera müssen mit Platzwunden ausgewechselt und im Krankenhaus genäht werden

„Damit war die Sache für uns gegessen“, stellte Wittmann zufrieden fest. Trotzdem gab es noch eine kritische Situation: In der 77. Minute krachten Schmedtje und Roman Noguera zusammen, beide mussten mit Platzwunden ausgewechselt und im Krankenhaus genäht werden. Noguera bekam dafür sogar die Gelbe Karte, weil er den Einsatz bei dem Duell wohl etwas übertrieben hatte. Seine zweite Verwarnung im Pokalwettbewerb, weshalb er im Halbfinale also gesperrt ist. Schmedtje wurde nach dem Crash von Feldspieler Nico Dörrlamm glänzend vertreten, war am Sonntagmorgen trotz seiner fünfstichigen Naht schon wieder putzmunter und befand: „Die spielerische Klasse war auf diesem Boden nicht so entscheidend. Eigentlich war es ein Spiel auf Augenhöhe, aber bei den Gegentoren haben wir uns nicht clever angestellt. Die Stimmung mit den beachtlichen 128 Besuchern war aber sehr gut, sehr familiär.“

In den drei Sonntags-Partien des Viertelfinales stach eine dicke Überraschung heraus: Fortuna aus der Stadtklasse kegelte Nachbar Lok Engelsdorf aus der Stadtliga mit sage und schreibe 6:0 aus dem Wettbewerb. Drei Treffer steuerte allein Jan Richter bei, zwei Rick Beier und einen Christian Richter. Nun ist der SV Fortuna einziger Stadtklasse-Vertreter im Halbfinale.

BSG Chemie Leipzig II kehrt nach 0:2-Rückstand ins Spiel zurück und gewinnt 4:2

Die Zweite von Chemie lag bei der der SG Taucha zwar schon 0:2 zurück, setzte sich aber noch standesgemäß mit 4:2 durch. Maximilian Jentzsch und Yahya Jawneh trafen je zweimal für die Leutzscher. Für Tauchas Führung hatten vor immerhin 115 Zuschauern Marcel Haus und Domenic Linke gesorgt.

In der einzigen Viertelfinal-Begegnung zweier Stadtligisten setzte sich der SV Lindenau gegen den SV Panitzsch/Borsdorf mit 3:1 durch. Peter Pöschel mit zwei Treffern und Elly Ogutu Siaya markierten einen beruhigenden 3:0-Vorsprung für die Lindenauer, ehe Paul Würker zumindest für den Ehrentreffer der Gäste einschießen konnte.