11. Januar 2020 / 23:11 Uhr

SV Todesfelde ist Hallenmaster! Fans tragen Team zum Sieg!

SV Todesfelde ist Hallenmaster! Fans tragen Team zum Sieg!

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Trainer Sven Tramm stemmt den Pokal in die Höhe!
Trainer Sven Tramm stemmt den Pokal in die Höhe! © Agentur 54°
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22. Landesmeisterschaft in Kiel: „Tofe“ mit 1000 Fans im Rücken 3:1 im Finale gegen Weiche – Phönix raus mit Applaus, VfB punktlos Letzter

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Zum 22. Mal hat die Kieler Sparkassen-Arena (früher Ostseehalle) das Masters um die Fußball-Indoorlandesmeisterschaft erlebt, wieder war viel Feuer unterm Dach. Erstmals hieß der Sieger SV Todesfelde (3:1 im Finale gegen SC Weiche Flensburg). Aber wieder haben sich die vermeintlichen Big-Player schwach aus der Affäre gezogen. Regionalligist und Drittligaaspirant VfB Lübeck musste ohne Punkt die Segel streichen, Zweitligist Holstein Kiel schied ebenfalls in der Vorrunde aus. Immerhin erst nach dramatischem Gruppenfinale gegen Phönix Lübeck, das sich durch ein tolles 3:1 über die „Störche“ unter Applaus ins Halbfinale rettete. Weder VfB noch Holstein waren mit ihrer ersten Garde angetreten, beide entsandten U23-Teams.

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VfB Lübeck und Holstein Kiel in Zukunft nicht dabei?

Darüber hatte es im Vorfeld bereits verärgerte Diskussionen gegeben, und der ausrichtende SHFV sollte sich überlegen, ob er diese Meldungen seiner Spitzenklubs weiter akzeptieren will. Und er muss sich ebenfalls Gedanken machen, ob es vorbildlich ist, das Event mit einer Pyroshow zu eröffnen – die allerdings stimmungsvoll ist und die Spieler offenbar sehr motiviert. So fielen gleich im ersten Match sechs Tore zwischen Holstein (II) und dem TSB Flensburg (4:2) und Phönix legte beim 3:0 im nach Kiel verlegten lübschen Derby gegen den VfB Lübeck (II) gleich nach. Als der VfB dann sein zweites Spiel gegen Holstein mit 0:1 verlor, war das Weiterkommen schon in weite Ferne gerückt. Der neue Sportdirektor Rocco Leeser, der erstmals bei dem Event vor Ort war, stellte fest: „Das erste Spiel haben verdient verloren, das zweite sehr unglücklich. Ich bin aber erstaunt über die generelle Härte bei diesem Turnier. Das ist viel Kampffußball.“ Ein Lob hatte er aber auch parat: „Die Atmosphäre ist riesig. Super, wie so viele Fans ihre Vereine supporten.“

Florian Petzold vom SV Todesfelde im Interview vor dem Halbfinale

1000 Fans stehen wie eine Wand hinter der Mannschaft

Allen voran mal wieder die blau-gelbe Garde aus Todesfelde. Mehr als 1000 SVT-Anhänger hatten sich auf den Weg gemacht und waren in der Halle weder zu übersehen, noch zu überhören. Und nach zwei Remis in der Gruppe gegen Weiche und Eichede waren sie richtig gefordert, mussten im letzten Vorrundenspiel gegen den Heider SV – ebenfalls von fast 1000 Fans begleitet – alles geben, bis ihre Jungs durch ein 2:0 das Halbfinale erreicht hatten, in dem sie gegen TSB Flensburg ran mussten. Das Spiel war lange eng und ausgeglichen, erst eine Minute vor Schluss gelang Morten Liebert das 2:1, kurz danach machte* Emanuel Bento* mit dem 3:1 den Finaleinzug für den Oberliga-Spitzenreiter klar.

Der SV Todesfelde gewinnt das 22. Hallenmasters

Der SV Todesfelde gewinnt das Hallenmasters in Kiel. Zur Galerie
Der SV Todesfelde gewinnt das Hallenmasters in Kiel. ©
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Todesfelde mit Blitzstart im Finale - es gab kein Halten mehr!

Jetzt wollte „Tofe“ alles: Vollgas gegen Weiche war angesagt – auch auf der Tribüne. Mit Erfolg. Sekunden nach dem Anpfiff um 22.37 Uhr gelang Christian Rave das 1:0. Als Kevin Benner das 2:0 nachlegte war die Party nicht mehr zu stoppen – auch das 1:2 durch den Ex-VfBer Dominic Hartmann konnte das ändern, denn Niklas Stehnck gelang das 3:1. Todesfelde sicherte sich zum ersten Mal den Hallenmasters-Titel verbunden mit einer 5000-Euro-Prämie – und einer Megasause später in „Deathfield“.

Die Todesfelder stürmen nach dem Sieg den Rasen

Hans-Ludwig Meyer beklagt das spielerische Niveau!

Strich also unters 22. Masters mit 45 Toren in 15 Spielen vor 8659 Zuschauern. Und ein nachdenklich stimmendes Schlusswort von SHFV-Ehrenpräsident Hans-Ludwig Meyer:. „Ganz ehrlich: am besten haben mir über weite Strecken die ausgezeichneten Schiedsrichter gefallen. Auf dem Feld war viel zu viel Bandengerangel zu sehen und zu wenig spielerische Linie. Alles war taktisch zu sehr auf Torverhinderung ausgerichtet.“ Die Diskussionen fürs Masters 2021 sind angeschoben.

Impressionen vom 22. Hallenmasters aus der Sparkassenarena in Kiel.

Yilmaz Caglar (1. FC Phönix Lübeck). Zur Galerie
Yilmaz Caglar (1. FC Phönix Lübeck). ©
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