08. Juli 2019 / 08:55 Uhr

SV Todesfelde überrascht beim Belt-Cup

SV Todesfelde überrascht beim Belt-Cup

Markus Weber
Kieler Nachrichten
Mit einem Scheck von umgerechnet 7000 Euro konnte der Oberligist SV Todesfelde die Heimreise antreten.
Mit einem Scheck von umgerechnet 7000 Euro konnte der Oberligist SV Todesfelde die Heimreise antreten. © Markus Weber
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Der Oberligist wurde im Finale um den Belt-Cup zwar vom dänischen Zweitligisten HB Køge besiegt, ist nun aber um 7000 Euro reicher.

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Am Ende hatte es zur ganz großen Sensation nicht gereicht. Im Finale des mit 30000 Euro dotierten 2. Fußballturniers um den Belt-Cup im dänischen Nykøping/Falster verlor der Oberligist SV Todesfelde mit 0:3 (0:0) gegen den dänischen Zweitligisten HB Køge. Als Trostpflaster strichen die von Sven Tramm trainierten Todesfelder 7000 Euro als Siegprämie ein. Der Sieger, der sich in der anstehenden Spielzeit den Aufstieg in die dänische Superliga zum Ziel gesetzt hat, nahm 17000 Euro mit nach Hause.

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Gleich nach der Ankunft absolvierten die Fußballer des SV Todesfelde in Maribo, wo sie ihr Quartier bezogen haben, die erste Trainingseinheit. Zur Galerie
Gleich nach der Ankunft absolvierten die Fußballer des SV Todesfelde in Maribo, wo sie ihr Quartier bezogen haben, die erste Trainingseinheit. ©
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Regionalliga-Titelkandiat VfB Lübeck, der die erste Auflage vor einem Jahr gewonnen hatte, enttäuschte auf der ganzen Linie, scheiterte in der Vorrunde an den Todesfeldern und den Dänen vom Næstved BK (2. Liga), und belegte Platz drei. Immerhin konnten die Lübecker das Spiel um Rang fünf gegen den Oberligisten SV Eichede mit 2:0 gewinnen. Timo Gothmann, Teammanager der Todesfelder, präsentierte sich nach der Finalpleite als fairer Verlierer und gratulierte den Dänen. „Das bessere Team hat gewonnen.“ Gothmann und der SVT-Vorsitzender Holger Böhm machten aber keinen Hehl daraus, dass sie während der zwei Mal 35 Minuten Spielzeit nicht immer mit den Entscheidungen der skandinavischen Unparteiischen zufrieden waren: Als „katastrophal“ bezeichnete der Teammanager die Spielleitung insbesondere nach dem Seitenwechsel, als die Køger Jubril Abedeji (43.) und Jakob Johannsson (47./59.) mit ihren Toren alles klar machten. „Beim 2:0 stand der Torschütze klar im Abseits, beim dritten Gegentreffer hebt der Linienrichter die Fahne, aber der Schiedsrichter lässt die Partie weiter laufen“, ärgerte sich Gothmann.

Mehr über den 2. Belt-Cup

Trotz der finalen Niederlage überwog bei den Blau-Gelben die Freude über den Finaleinzug, den niemand beim Oberligisten im Vorfeld erwartet hatte. Denn von der Papierform her blieb den Todesfeldern nicht mehr als die Rolle des krassen Außenseiters. Der schlug sich aber mehr als prächtig und besiegte im ersten Vorrundenspiel Næstved BK, der vier Mal in der 1. Runde des Uefa-Cups (1973/1976/1981/1989) gestanden hatte und am Ende Dritter beim 2. Belt-Cup wurde, durch ein Elfmetertor von Luca Sixtus mit 1:0. Gegen den VfB Lübeck erkämpften sich die leidenschaftlichen Tramm-Schützlinge ein torloses Remis.

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Mit 7000 Euro, internationaler Erfahrung und eine ganze Reihe neuer Sympathien kehrten unsere Oberliga-Fußballer von ihrem viertägigen Trip nach Nyköbing/Falster in Dänemark zurück. Nach zwei Tagen intensiven Training auf der Sportanlage in Maribo stand für die 23 Spieler und sechs Offiziellen die erste Teilnahme am 2. Belt-Cup auf dem Programm. Neben den drei dänischen Zweitligisten Nyköbing FC, HB Köge und Naestved BK waren Regionalligist VfB Lübeck und Oberligist SV Eichede am Start. Bereits zum Auftakt der Vorrunde gegen das dänische Team vom Naestved BK, das Anfang 2019 vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Fabian Ernst gekauft wurde, bewiesen unsere Jungs, dass sie nicht gewillt waren, sich mit der Rolle des Punktelieferanten zu begnügen. Diszipliniert und engagiert in der Defensive sowie schnell und couragiert bei ihren Angriffen traten sie den skandinavischen Berufsfußballern entgegen und siegten durch einen Foulelfmeter durch Luca Sixtus mit 1:0. In der zweiten Begegnung hieß der Gegner VfB Lübeck, dessen Ziel es ist, in der am letzten Juli-Wochenende beginnenden Regionalliga-Spielzeit den Aufstieg in die 3. Liga zu realisieren. Gegen die kompakten Todesfelder erspähten die Lübecker kaum Lücken. Sie konnten von Glück sagen, dass Dennis Studt und Sebastian Klimmek kurz vor Ende der 40-minütigen Spielzeit eine Doppelchance nicht verwerten konnten. So blieb es beim 0:0, das zum Einzug ins Finale reichte, in dem die Todesfelder gegen den HB Köge beim 0:3 (0:0) chancenlos blieben. Was nur kurz für Enttäuschung sorgte. „Der gesamte Aufenthalt war rundum super“, freute sich Teammanager Timo Gothmann, während Christian Jaacks, der sich eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, urteilte: „Das Turnier und das Rundherum waren etwas Besonderes. Ein bisschen wie bei den Profis.“ #svteineregioneinteam #supportyourlocalfootballclub Fotos/Text: maw

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