14. Januar 2020 / 18:44 Uhr

SV Todesfelde will Landespokal-Finale ausrichten und prüft Regionalliga-Meldung

SV Todesfelde will Landespokal-Finale ausrichten und prüft Regionalliga-Meldung

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Nachdem der SV Todesfelde am vergangenen Wochenende erst das SHFV-Hallenmasters in Kiel gewinnen konnte, richtet sich der Fokus nun schon wieder auf neue Ziele.
Nachdem der SV Todesfelde am vergangenen Wochenende erst das SHFV-Hallenmasters in Kiel gewinnen konnte, richtet sich der Fokus nun schon wieder auf neue Ziele. © Agentur 54°
Anzeige

SV Todesfelde - die Mastershelden planen die nächsten Attacken: Heimspiel im Pokalfinale im Joda-Park gegen den VfB Lübeck, dann geht's um die Regionalliga . . .

Anzeige
Anzeige

Obwohl der Masters-Titel beim SV Todesfelde noch in aller Munde ist, beschäftigt man sich bei den Blau-Gelben längst schon mit dem nächsten sportlichen Großereignis. So will der Klub das Landespokal-Finale am 23. Mai gegen Regionalligist VfB Lübeck aufs Dorf holen. Der Austragungsort ist noch offen. Zudem beschäftigt sich der Klub mit einer Meldung für die Regionalliga Nord.

SV Todesfelde-Präsident: "Wenn wir das nicht hinkriegen, wer dann?"

Laut Präsident Holger Böhm werden in den nächsten 14 Tagen alle Entscheidungsträger des Vereins zu einem Termin bei Hauptsponsor Bernd Jorkisch zusammenkommen, um diese beiden zentralen Themen zu erörtern. „Danach wissen wir mehr“, sagt er den LN. Nachdem das Landespokal-Finale in den vergangenen Jahren entweder im Holstein-Stadion in Kiel oder an der Lohmühle in Lübeck stattgefunden hat, wollen die Segeberger dieses unbedingt im Sport-Jodapark an der Dorfstraße ausrichten. „Wenn wir wollen, dann kriegen wir das hin. Wenn wir das nicht hinkriegen, wer dann? Wir müssen nur die Bedingungen erfüllen“, betont der 57-Jährige, der seit 2003 im Amt ist, und fügt hinzu: „Wir wollen den 23. Mai zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Das hat absolute Priorität. Da verzichten wir als unterklassiger Verein auch gern auf höhere Einnahmen, die an der Lohmühle erzielt werden könnten. Wenn wir bei uns spielen, haben wir sportlich eher eine Chance. Diese werden wir uns erhalten. Immerhin geht es um die erste Runde im DFB-Pokal.“ Der Klub steht das erste Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel. Eine Austragung ist Todesfelde zuzutrauen, wenn man sieht, was dort in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt wurde.

Regionalliga ein Thema, Showdown gegen Oberliga-Konkurrent 1. FC Phönix Lübeck am vorletzten Spieltag

Ein anderes Thema ist die Regionalliga. Die Segeberger führen die Oberliga-Tabelle nach einer bärenstarken Hinrunde als Spitzenreiter vor dem favorisierten Titelkandidaten 1. FC Phönix Lübeck an. Am vorletzten Spieltag kommt es zum Showdown beider Teams in der Hansestadt. Während die „Adlerträger“ bereits vor der Saison den Aufstieg als Ziel erklärt haben, gibt es in „Deathfield“ dem Vernehmen nach Stimmen für, aber auch gegen die vierte Liga. Böhm selbst gehört zu den Skeptikern. „Damit haben wir uns bisher nicht beschäftigt“, räumt Böhm zwar ein, erklärt aber: „In der Regionalliga muss man Strukturen schaffen, die wir nicht haben. Wenn man unsere Strukturen kennt, geht ganz viel über das Ehrenamt. Das schlimmste wäre, wenn Leute deswegen aufhören, die anschließend nicht wiederkommen. „Ich habe Schiss, dass man den Verein nur für zwei oder drei Jahre Regionalliga platt macht beziehungsweise an die Wand fährt, nur weil das ganze mehr Kohle kostet.“

Mehr zum SV Todesfelde

TSV Schilksee und Eutin 08 als warnende Beispiele

Als warnende Beispiele nennt er TSV Schilksee und Eutin 08. Der SV Eichede (hat zwei Jahre in der Regionalliga gespielt) habe sich immerhin konsolidiert, so Böhm. „Ich habe keine Lust, sportlich nur auf den Sack zu bekommen. Die Liga wäre ohne Frage geil. Das Risiko ist aber vielleicht zu groß...“ Ein Ausgang, ob Meldung Ja oder Nein, scheint im Moment völlig offen zu sein. Andererseits gibt es auch positive Stimmen im Verein, die sich einen Aufstieg vorstellen können. Abgabefrist für die Meldung ist der 31. März.

Langfristige Strukturen sollen geschaffen werden

Auch innerhalb der Mannschaft wurde dieses Thema unlängst angesprochen und diskutiert. „Der Tenor in der Mannschaft ist, egal in welcher Liga wir bleiben oder künftig spielen, dass wir zusammen bleiben. Dafür sind wir zu sehr zusammen gewachsen“, sagt Kapitän Luca Sixtus. Seine Empfehlung ist, es ähnlich wie beim Heider SV zu machen, der vor dieser Saison aufgestiegen ist. Dort hat man die Spieler mindestens für zwei Jahre gebunden, damit die Mannschaft bei einem möglichen direkten Wiederabstieg nicht auseinanderfällt. Das Ziel des 24-Jährigen war immer die Regionalliga, wie er gegenüber den LN verrät. Allerdings sei er beruflich eingeschränkt, „man müsste gucken, wie es funktioniert.“ Ab April ist der Mittelfeldspieler dienstlich in Itzehoe eingesetzt. „Das würde für mich eine Herausforderung werden. Rein sportlich will ich auf jeden Fall.“

Aufstiegsrunde für Regionalliga muss bei SVT-Qualifikation verschoben werden

Man darf also gespannt sein, wie sich die SVT-Verantwortlichen bei ihrer Klausurtagung in Daldorf entscheiden werden. Sollte für die vierte Liga gemeldet werden, müsste die ab dem 20. Mai terminierte Aufstiegsrunde mit drei Mannschaften (die Meister der Oberligen Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen) nach hinten verlegt werden, weil das Landespokal-Finale am 23. Mai mitten drin wäre. Klaus Schneider, Vorsitzender des Herren-Spielausschusses beim SHVF-Verband, hat bereits signalisiert, dass das kein Problem sei.

Mehr anzeigen

Der SV Todesfelde gewinnt das 22. Hallenmasters

Der SV Todesfelde gewinnt das Hallenmasters in Kiel. Zur Galerie
Der SV Todesfelde gewinnt das Hallenmasters in Kiel. ©
Anzeige
Hier #GABFAF-Supporter werden

Der Amateurfußball braucht dringend Hilfe! #GABFAF setzt sich bei Verbänden, Politikern und Sponsoren für die Amateurklubs ein. Für vernünftige Duschen, Umkleiden, Plätze, Flutlicht. Für mehr Respekt. Trage Dich hier kostenlos ein, wenn Du dieses Anliegen unterstützt. Du bekommst unseren exklusiven Newsletter und hast jeden Monat die Chance auf 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN