08. Oktober 2017 / 19:13 Uhr

Kein Tor und Tor? Tükay Sport Garbsen gegen Stelingen entscheidet sich zwischen 77. und 78. Minute (mit Galerie!)

Kein Tor und Tor? Tükay Sport Garbsen gegen Stelingen entscheidet sich zwischen 77. und 78. Minute (mit Galerie!)

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Antonio Kukec (STK) macht das 2:0. SV-Keeper Nick Heller ist geschlagen.
Antonio Kukec (STK) macht das 2:0. SV-Keeper Nick Heller ist geschlagen. © Chris Hanke
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"Gefühlt haben wir 70 Prozent Fehlpässe gespielt". Für den TSV Stelingen lief es beim SV Türkay Sport Garbsen gar nicht glatt, doch zwei Schlüsselmomente in der Endphase spielten dem TSV in die Karten.

Schlusslicht SV Türkay Spor Garbsen hat sich im Heimspiel gegen den Titelanwärter TSV Stelingen ordentlich geschlagen. S sogar ein Punktgewinn schien nach der Pause im Bereich des Möglichen. Doch am Ende siegten die Gäste knapp mit 3:2. „Man kann nicht sagen, dass die Stelinger heute besser waren“, resümierte Ko-Trainer Erdinc Senhül. „Aber sie haben ihre Chancen besser genutzt.“ Die Bilanz von Gästecoach Marko Orsolic fiel ähnlich aus: „Gefühlt haben wir 70 Prozent Fehlpässe gespielt, aber am Ende zählen nur die drei Punkte.“

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​"B-Elf" verkauft sich gut

Die ersten 20 Minuten gehörten den Gästen, ohne dass sie dafür glänzen mussten. „Wir haben am Anfang mal wieder geschlafen“, monierte Sengül. Zwei Patzer der defensiv agierenden Hausherren bestraften Sascha Pohl (8.) und Antonio Kukec (19.) eiskalt. „In dieser Startphase hatten wir noch zwei, drei Möglichkeiten, um ihnen den Gnadenstoß zu verpassen, doch das haben wir leider versäumt“, ärgerte sich Orsolic. Mit dem Anschlusstor von Erhan Türkmen (20.) war de Partie auf einmal offen. Der Aufsteiger ackerte, präsentierte sich extrem bissig. „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Die waren schon griffig, haben ja auch einige richtig gute Fußballer im Team – und dann noch der Kunstrasen“, analysierte der TSV-Trainer. „Und nach dem 1:2 haben die noch mehr Meter gemacht als vorher.“

Allerdings gab es hüben wie drüben wenig Strafraumszenen. „Es war ein Kampfspiel, bei dem sich das Meiste im Mittelfeld abgespielt hat“, konstatierte Sengül. Der stark ersatzgeschwächten Mannschaft, die er kurzfristig mit drei Spielern aus der Reserve auffüllen musste, machte er ein Kompliment: „Diese "B-Elf" hat sich gut verkauft.“

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 2 zwischen dem SV Türkay Sport Garbsen und dem TSV Stelingen

Asil Zafer (SV) spitzelt nach dem Ball durch die Beine von Antonio Kukec. Zur Galerie
Asil Zafer (SV) spitzelt nach dem Ball durch die Beine von Antonio Kukec. © Chris Hanke

​Latte auf der einen, Tor auf der anderen Seite

Die Schlüsselszenen spielten sich zwischen der 77. und 78. Minute ab. Während Kubilay Ayhan aus Nahdistanz nur den Querbalken des leeren TSV-Tores traf, sorgte „Joker“ Nino Melnjak im Gegenzug aus ähnlicher Position für das 3:1. „Ich hätte nicht gedacht, dass es aus einem Meter physikalisch möglich ist, die Latte zu treffen“, haderte Sengül. „Und beim Tor der Stelinger hat Nick Heller den Ball von der Linie gekratzt – doch der Assistent hat auf Tor entschieden.“ Zur Freude der Gäste. „Heute haben wir ein bisschen Glück gehabt“, gab Orsolic ehrlich zu. „Insgesamt haben wir zu viel reagiert.“

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Das 2:3 durch Kadir Sahin fiel zu spät (88.). „Die Jungs haben Moral bewiesen“, lobte Sengül. „Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Wir brauchen Punkte.“

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