14. Juni 2019 / 12:20 Uhr

SV Tungendorf erlebte total frustrierende Aufstiegsrunde

SV Tungendorf erlebte total frustrierende Aufstiegsrunde

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Der Tungendorfer Yannick Dreier (re.) kommt gegen Torge Hansen vom SVE Comet Kiel einen Schritt zu spät.
Der Tungendorfer Yannick Dreier (re.) kommt gegen Torge Hansen vom SVE Comet Kiel einen Schritt zu spät. © Sönke Ehlers
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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt SV Tungendorfs-Coach Marco Frauenstein auf die zurückliegende Saison in der Fußball-Verbandsliga West zurück. Denn für sein Team galt: In der Verbandsliga hui – in der Aufstiegsrunde pfui.

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Mit 65 Punkten und einem Torverhältnis von 61:25 lief die Frauenstein-Elf hinter Phoenix Kisdorf (67 Punkte) auf dem zweiten Tabellenplatz ein. Dabei hätten die Tungendorfer am letzten Spieltag sogar die Tabellenführung übernehmen können, doch die Mannschaft um Torjäger Yannick Greier unterlag auf eigenem Platz dem VfL Kellinghusen überraschend mit 0:1. „Das war schon sehr ärgerlich. Den Aufstieg haben wir leichtfertig verschenkt, obwohl wir es in den eigenen Händen hatten. So mussten wir den mühsamen und ernüchternden Weg über die Relegationsspiele gehen“, sagte Frauenstein.

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Dort gab es für den SVT aber ein böses Erwachen, denn gegen den SVE Comet Kiel (1:3), den Breitenfelder SV (0:2) und den MTV Tellingstedt (2:4) gab es drei empfindliche Niederlagen. „Wir haben voll am Limit gespielt und konnten die fehlenden, angeschlagenen Spieler nicht adäquat ersetzen. Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber so planen wir jetzt für die Verbandsliga, auch wenn eventuell durch die Nichtmeldung des TSV Schilksee für die Landesliga ein Hintertürchen offen bleibt“, sagte Frauenstein.

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Klickt euch durch die Bildergalerie zum Aufstiegsspiel zwischen dem SVE Comet Kiel und dem SV Tungendorf:

Fynn Gutzeit (li.) versucht, den Ball vor Tungendorfs Kennet Braasch (re.) abzuschirmen. Zur Galerie
Fynn Gutzeit (li.) versucht, den Ball vor Tungendorfs Kennet Braasch (re.) abzuschirmen. ©

Gestützt auf eine überragende Defensive, die die wenigsten Gegentore der Liga zuließ, waren die Tungendorfer im Offensivbereich schwer ausrechenbar. Mit Yannick Greier (10 Tore), Julien Huber (9), Felix Piaskowski (7) sowie Kristof Lüth und Mannschaftskapitän Andreas Stölting (jeweils 6) konnten sich fünf Spieler im oberen Drittel der Torjägerliste einreihen. „Vielleicht ist das aber auch nicht immer von Vorteil. Wir haben keinen echten Knipser, der mal für 20 Buden gut ist. Den Unterschied zu den anderen Mannschaften mussten wir gerade in den Aufstiegsspielen erkennen, in denen die Torjäger ihre Teams ganz alleine zum Sieg geschossen haben“, konstatierte Frauenstein.