25. September 2017 / 17:46 Uhr

Allein vier Gegentore in den letzten sieben Minuten: Türkay Spor mit "desaströser" Niederlage

Allein vier Gegentore in den letzten sieben Minuten: Türkay Spor mit "desaströser" Niederlage

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Letteraner Dennis Grabe (links) beobachtet Niyazi Sarier (Türkay Spor) beim Schuss.
Erst erzielt Niyazi Sarier (Mitte, hier in einem früheren Spiel) den Anschlusstreffer, dann fliegt er vom Platz und leitet damit die Schlappe ein. © Christian Hanke (Archiv)
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Die Sieben ist in dieser Spielzeit keine Glückszahl des SV Türkay Spor Garbsen: Das siebte Bezirksliga-Spiel des Aufsteigers geht mit 1:7 gegen den FC Stadthagen verloren, es ist zugleich die siebte Niederlage der Saison. Richtig bitter wird es passenderweise in den letzten sieben Minuten der Partie.

Das Ergebnis ist desaströs, dazu sah Niyazi Sarier die rote Karte – Ergin Ecir war nach der 1:7-Heimpleite gegen den FC Stadthagen bedient. Doch der Coach des Fußball-Bezirksligisten SV Türkay Spor Garbsen ärgerte sich vor allem wegen der verpassten Möglichkeiten im ersten Spielabschnitt: „Die Jungs haben vor der Pause sehr gut gespielt, aber wenn du gegen einen so starken Gegner drei, vier Hundertprozentige nicht nutzt, dann reicht es eben nicht.“

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Sarier hält sein Team erst im Spiel ...

In den ersten 45 Minuten präsentierten sich die Hausherren wie vom Coach erhofft: Das Team agierte sehr defensiv, stand tief und kompakt, lauerte auf Konter. „Wir haben kaum etwas zugelassen und hatten einige hochkarätige Chancen, die wir einfach machen müssen.“ Anstatt in Führung zu gehen, kassierte das Schlusslicht nach einer Viertelstunde das 0:1 durch einen Kopfball von Jan Köpper. „Das Tor fiel nach einer Ecke, und das war von den Jungs aufgrund unserer Größendefizite nicht zu verteidigen“, brachte der Trainer Verständnis für diesen Rückschlag auf. Als die feldüberlegenen Stadthäger jedoch durch Christopher-William Hope sogar auf 2:0 erhöhten (37.), schien die Partie vorentschieden. Doch mit dem Anschlusstreffer durch Sarier (45., 1) blieben die Garbsener im Spiel.

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... und leitet dann die Niederlage ein

Auch das 1:3 durch Köpper (48.) brach den Willen der Gastgeber noch nicht endgültig. Aykut Yildiz hätte frei vor dem Tor auf 2:3 verkürzen müssen, traf aber nur den Pfosten. „Wenn wir solche Dinger versemmeln, dann wird es schwer, Spiele zu gewinnen“, ärgerte sich Ergin. Als kurz darauf Sarier wegen einer Beleidigung eines Gegenspielers vom Platz flog (57.), war die Partie entschieden. In den letzten Minuten brachen dann alle Dämme, und der Klassenneuling kassierte binnen sieben Minuten noch vier Treffer. „Da fehlt es uns an Erfahrung, nach dem 1:3 in Unterzahl einfach den Laden dichtzumachen.“

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