31. Juli 2017 / 11:57 Uhr

Türkay Spor im Pokal raus, aber "wir wissen jetzt, wozu wir fähig sind" (mit Galerie)

Türkay Spor im Pokal raus, aber "wir wissen jetzt, wozu wir fähig sind" (mit Galerie)

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ilkay-Atilla Gültekin prüft Stelingens Torwart Niklas Michel. Der lenkt den Ball über die Querlatte.
Ilkay-Atilla Gültekin prüft Stelingens Torwart Niklas Michel. Der lenkt den Ball über die Querlatte. © Chris Hanke
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Der TSV Stelingen setzt sich im Bezirkspokal gegen den künftigen Liga-Konkurrenten SV Türkay Spor Garbsen durch. "Kein Feuerwerk, aber verdient", sagt der Coach.

„Es kommt ja nicht oft vor, dass man als Trainer nach einer Niederlage viel zu loben hat“, sagte Ergin Ecir nach der 0:2-Heimniederlage im Bezirkspokal gegen den TSV Stelingen. Doch der Coach des Bezirksliga-Neulings SV Türkay Spor Garbsen hatte eine Leistung seiner Schützlinge gesehen, die ihn hoffen lässt: „Wir haben immerhin gegen eine Spitzenmannschaft gespielt. Jetzt wissen wir, wozu wir fähig sind.“ TSV-Trainer Adrian Wünschmann attestierte seinem Team ebenfalls einen ordentlichen Auftritt: „Das war zwar kein Feuerwerk, sondern ein hart erarbeiteter, am Ende aber verdienter Sieg.“

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Fotos vom Bezirkspokal-Spiel SV Türkay Spor Garben gegen TSV Stelingen

Stelingens Keeper Niklas Michel pariert einen Gewaltschuss. Zur Galerie
Stelingens Keeper Niklas Michel pariert einen Gewaltschuss. ©

Ecir lobte vor allem die Leistung vor der Pause. „Das war ein Klassespiel. Die Jungs haben eine richtig starke erste Halbzeit abgeliefert.“ Der Aufsteiger trat in einem 4-2-3-1 an, das in der Defensive zu einem 4-4-2 wurde, und machte es den Stelingern durch effizientes Mittelfeldpressing und eine hohe Laufbereitschaft enorm schwer. „Der Gegner musste seine Angriffe immer wieder abbrechen und hinten herum spielen“, so Ecir. 

"Da darfst Du nicht in Rückstand geraten"

Während der TSV in den ersten 45 Minuten zu keiner klaren Chance gekommen sei, habe sich seine Mannschaft immerhin drei gute Möglichkeiten erspielt. „Darunter eine Hundertprozentige, als Kulilay Ayhan im Eins-gegen-Eins auf den Torwart zulief und nur den Pfosten traf.“ Dass sie in dieser Szene (30.) nicht das 0:1 kassiert hätten, sei schon wichtig gewesen, gab Wünschmann zu. „Bei diesen Temperaturen auf Kunstrasen zu spielen, dann auch gegen einen gut verteidigenden, konterstarken Gegner – da darfst du nicht in Rückstand geraten.“

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Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Spielverlauf nichts. Die Stelinger hatten weiterhin viel Ballbesitz, Türkay Spor lauerte auf Konter. Mit dem Führungstreffer der Gäste durch Ümit Topal in der 58. Minute, der nach einem Diagonalpass nicht zu stoppen war, senkte sich die Waage zugunsten des Favoriten. „Im Lauf des Spiel hat man dann schon einen kleinen Unterschied bemerkt“, gab Ecir zu. Die Stelinger ließen jetzt den Ball schneller zirkulieren, schafften so hin und wieder Lücken. „Und sie haben dann eben auch besser gekontert“, so Ecir.

Niyazi Sarier muss verletzt raus, Elfmeter gibt es nicht

Nach knapp einer Stunde reklamierten die Gastgeber nach einem harten Einsteigen des TSV-Keepers gegen Niyazi Sarier Elfmeter. „Der Schiri sah das leider anders“, ärgerte sich der SV-Trainer. Bitter war zudem, dass Regisseur Sarier verletzt ausgewechselt werden musste. Die Gäste kontrollierten nun das Geschehen, erlaubten den Hausherren bis auf zwei Freistöße gar nichts mehr.

Bilderbuchkonter zum 2:0

Zehn Minuten vor dem Ende sorgte Nino Melnjak für den 2:0-Endstand. „Das war ein Bilderbuch-Konter“, schwärmte selbst Ecir. „Wenn ich nicht der gegnerische Trainer gewesen wäre, hätte ich geklatscht.“ 

Gästecoach Wünschmann wirkte am Ende zufrieden: „Wir haben gut gestanden, wir haben versucht zu spielen, wir hatten mehr Ballbesitz – und wir haben zwei blitzsaubere Angriffe gefahren.“SV Türkay Sport Garbsen: Heller – Düring, Sengul, Kara, Ayhan (74. Steiner), Sarier (60. Yildiz), Zafer, Celik (46. Gültekin), Demirsoy, Werner, Dasdemir.

Tore: 0:1 Topal (58.), 0:2 Melnjak (80.).

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