14. August 2019 / 17:20 Uhr

SV Victoria Lauenau kündigt Konsequenzen nach Flaschenwurf an

SV Victoria Lauenau kündigt Konsequenzen nach Flaschenwurf an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Symbolbild © Imago
Anzeige

Nur haarscharf hat eine Glasflasche einen Spieler in der 1. Kreisklasse verfehlt. So geschehen beim Spiel zwischen den Fußballern der SG Bad Nenndorf-Riehe und der Reserve des SV Victoria Lauenau.

Anzeige
Anzeige

Weil die Flasche aus dem Lauenauer Block flog, hat die Victoria bereits harte Konsequenzen angekündigt. „Das ist nicht tolerierbar“, schimpft SV-Coach Sebastian Reuter. „Wir sind dem Täter auf der Spur und haben uns mit dem Vorstand bereits über die weiteren Schritte verständigt.“

Fair-Play?

Doch was hatte zur fliegenden Glasflasche geführt? Laut Reuter hatte ein Nenndorfer Spieler in der 85. Minute einen Ball ins Gesicht bekommen. Der Schiedsrichter entschied daraufhin auf Handspiel, worauf die Lauenauer ihn fair berichtigten und der fällige Freistoß ausblieb. Nur zwei Minuten später war die SG im Angriff, der Ball anscheinend im Seitenaus, doch der Schiedsrichter sah es nicht und ließ weiter spielen. Die Hausherren machten weiter und erzielten den 4:2-Endstand. Daraufhin kochten die Emotionen hoch, weil die SG, aus Sicht der Gäste, eben kein Fair-Play gezeigt hätte. Was folgte, waren wüste Pöbeleien, Beleidigungen und eben ein Flaschenwurf, der die Spieler nur haarscharf verfehlte, berichtet Reuter.

Angeblicher Hinweis

„Ich selbst konnte das von meiner Position aus nicht sehen“, berichtet SG-Coach Oliver Rick. Der Nenndorfer Spieler Gianluca Maione hätte den Schiedsrichter laut Rick aber sogar darauf aufmerksam gemacht, dass der Ball im Aus gewesen sein soll, dieser blieb jedoch bei seiner Entscheidung. „Wenn der Schiedsrichter sagt, dass es ein Tor ist, müssen wir das akzeptieren“, findet Rick.

Harte Vorwürfe

Ein ruhiges Spiel soll es die vorausgegangen 87 Minuten jedoch generell nicht gewesen sein. „Das ist kein Geschenk gegen sie zu spielen. Eine wirklich sehr unfaire Mannschaft“, lautet das harte Urteil des Lauenauer Trainers zu den Gastgebern.

Bereits einige Tage zuvor waren einige Spieler des TSV Eintracht Bückeberge zum gleichen Entschluss gekommen. Ein Nenndorfer Spieler hatte den TSV-Coach nach dem Abpfiff laut Zeugenaussagen ins Gesicht geschlagen. Angeblich waren rassistische Äußerungen der Zuschauer und Spieler gegen den SG-Fußballer vorausgegangen (wir berichteten). Inzwischen hat sich mit Günther Schiller, dem 1. Vorsitzenden des TuS Lüdersfeld, ein neutraler Zuschauer eingeschaltet, der vor Ort war und davon berichtet, dass es keine rassistischen Äußerungen gegeben haben soll.

Gespräche innerhalb der Mannschaft

Die SG hat die Fälle innerhalb des Teams aufgearbeitet und wehrt sich gegen die Vorwürfe. „Wir sind keine unfaire Mannschaft“, beteuert Rick. „Wir haben im Kreise der Mannschaft über die Fälle gesprochen und wollen durch Leistung überzeugen“, lautet die Marschroute von Rick. „Wir wissen, dass wir gebrandmarkt sind und wollen daher ein gutes Benehmen an den Tag legen.“

ANZEIGE: 50% auf dein Präsentations-Trainingsanzug! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt