23. Juli 2021 / 13:12 Uhr

SV Wasbek: Die große Unbekannte der Liga

SV Wasbek: Die große Unbekannte der Liga

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Die Neuzugänge des SV Wasbek: André Achkar (li.), Marco Spöring und Tobias Bogun (re.).
Die Neuzugänge des SV Wasbek: André Achkar (li.), Marco Spöring und Tobias Bogun (re.). © Privat/Haase
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Ende August beginnt im Amateurfußball die neue Saison. Nach der abgebrochenen Spielzeit im vergangenen Jahr ein neuer Anlauf auch für die Top-Vereine unserer Region. Hier im KN-Sportbuzzer stellen wir bis zum Start der neuen Runde in unserem „Saison-Check“ alle regionalen Verbands-, Landes- und Oberligisten vor, analysieren die Qualität der Mannschaft, die Spielphilosophie des Trainers und geben eine Prognose ab, wo das Team am Ende landen kann. Diesmal: Nord-Ost-Verbandsligist SV Wasbek.

Der letztjährige Aufsteiger in die Verbandsliga West, der SV Wasbek, hat die Konkurrenz überrascht. Nach dem Corona-Abbruch belegte die Elf von SVW-Coach Mariusz Zmijak hinter dem VfR Horst den zweiten Tabellenplatz. In den sechs ausgetragenen Begegnungen konnte das Team vom Bahndamm beachtliche elf Punkte einfahren. In der Saison 2021/22 startet die Zmijak-Elf in der Verbandsliga Nord-Ost. „Wir freuen uns auf die neue Staffel, denn wir lernen andere Mannschaften kennen. Das macht es sehr spannend“, so der 34-jährige Chefcoach.

Wer kam, wer ging?

Mit Johann Will, Lukas Bartels und Patrick Voels gehen drei Akteure in die eigene Zweite und bleiben dem Verein somit erhalten. Nicht mehr dem Kader angehören wird auch Tobias Rickmann, dessen Ziel unbekannt ist. Mit dem 30-jährigen Tobias Bogun konnte man einen erfahrenen Abwehrspieler verpflichten, der beim VfR Neumünster bereits Oberliga- und Landesliga-Erfahrung sammeln konnte. Zudem kann Zmijak mit André Achkar (VfR Neumünster), Erik Steckmess (zuletzt TSV Aukrug) und Melih Bulut (PSV Neumünster) drei Akteure begrüßen, die den Wasbekern weiterhelfen werden. Die Lücke im Tor schließt Neuzugang Marco Spöring vom TSV Gadeland.

Star der Mannschaft

Der SV Wasbek verfügt über ein starkes Kollektiv, in dem mit den Torjägern Arion Jusufi und Tim Stegelmann zwei Akteure hervorzuheben sind. Der 23-jährige Stegelmann lief in der Saison 2018/19 in zwölf Spielen für den PSV Neumünster in der Oberliga Schleswig-Holstein auf und kehrte nach dem einjährigen Gastspiel zum SVW zurück. An guten Tagen kann auch Mittelfeldakteur Mirko Milbradt der Unterschiedspieler sein. Der 28-Jährige sammelte bereits beim VfR Neumünster Oberliga-Erfahrung. „Trotzdem sehe ich uns als Team sehr gut aufgestellt, ohne einen Spieler hervorheben zu wollen“, so der Trainer.

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Philosophie des Trainers

„Ich bevorzuge das 4-2-3-1-System. Da wir es in der vergangenen Saison aufgrund der Corona-Pandemie nicht weiter ausüben konnten, liegt der Fokus in der Vorbereitung natürlich darauf, es weiter zu verinnerlichen. Zudem wollen wir unsere Defensive stabilisieren", verrät Zmijak, der seit Dezember 2018 an der Seitenlinie der Wasbeker steht.

Erwartungen und Ziele zur neuen Saison

Die Verantwortlichen des SVW hoffen, dass das Team an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann. „Wir wollen natürlich so schnell wie möglich den Klassenerhalt perfekt machen. Alles andere ist Bonus“, hält sich Zmijak etwas bedeckt und nimmt somit den Druck von seinem Team. „Dass wir jetzt in die Verbandsliga Nord-Ost gerutscht sind, finde ich sehr spannend. Gegen Mannschaften aus dem Kieler- und Rendsburger-Raum anzutreten, hat auch seinen Reiz. Wir als Team freuen uns auf die neue Staffel und wollen jedes Spiel genießen. Wie im letzten Jahr erwarte ich, dass für alle Mannschaften alles möglich ist. Ich finde die Liga sehr attraktiv", konstatiert der Ex-Profi, der als Favoriten klar den TuS Nortorf hervorhebt.

KN-Sportbuzzer-Prognose

Der SV Wasbek wird den einen oder anderen Gegner überraschen und für die anderen elf Teams die große Unbekannte darstellen. Das Zmijak-Team verfügt über eine gesunde Mischung aus Alt und Jung. Das Gerüst der Mannschaft steht seit Jahren und wurde durch die Neuzugänge hervorragend ergänzt. Die Wasbeker werden die nötigen Punkte zum Klassenerhalt schnell sammeln. Ein gesicherter Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben sollte realistisch sein.


Kader:

Tor: Marco Spöring

Abwehr: Magnus Philippsen, Chris Missal, Pascal Martens, Lukas Brandt, Arik Wendt, Erik Steckmees.

Mittelfeld: Hakon Schnoor, Robin Wüst, Tobias Bogun, Enes Özkan, Henrik Rohgalf, Marek Brozny, Johnathan Peters, Mirko Milbrandt, Philip Behm, Melih Bulut, André Achkar.

Angriff: Tim Stegelmann, Arion Jusufi, Bennet Weißenberg.