28. Mai 2019 / 20:09 Uhr

SV Wehen Wiesbaden feiert Rückkehr in 2. Liga: Eigentor besiegelt Ingolstadt-Abstieg

SV Wehen Wiesbaden feiert Rückkehr in 2. Liga: Eigentor besiegelt Ingolstadt-Abstieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trauer in Ingolstadt, Jubel bei Wehen Wiesbaden. Der Drittligist hat sich in der Zweitliga-Relegation durchgesetzt.
Trauer in Ingolstadt, Jubel bei Wehen Wiesbaden. Der Drittligist hat sich in der Zweitliga-Relegation durchgesetzt. © imago images / Sven Simon
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Zweite Relegation, zweiter Aufstieg des unterklassigen Teams: Einen Tag nach dem sensationellen Aufstieg von Zweitligist Union Berlin in der Bundesliga-Relegation gegen den VfB Stuttgart hat nun auch Drittligst SV Wehen Wiesbaden den Aufstieg über die Relegation perfekt gemacht: Wehen Wiesbaden feiert die Rückkehr in die 2. Liga. Ex-Bundesligist FC Ingolstadt muss in Liga drei.

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Der SV Wehen Wiesbaden kehrt nach zehn Jahren Drittklassigkeit wieder in die 2. Bundesliga zurück. Im Rückspiel der Zweitliga-Relegation beim FC Ingolstadt im Audi-Sportpark setzte sich Wehen Wiesbaden mit 3:2 (Hinspiel: 1:2) durch. Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore spielt Wehen Wiesbaden somit in der kommenden Saison seit 2009 erstmals wieder in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Für den FC Ingolstadt geht der Absturz damit weiter. 2017 stiegen die Schanzer aus der Bundesliga ab. Und ausgerechnet ein Eigentor war das Zünglein an der Waage. Wehen gewann durch die Treffer von Daniel-Kofi Kyereh (11. Minute), Max Dittgen (30.) und das Eigentor von Ingolostadt-Profi Björn Paulsen (43.). Dem FCI genügten die Tore von Konstantin Kerschbaumer und wiederum Paulsen, diesmal ins andere Tor (68.) nicht.

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Wehen Wiesbaden jubelt, Ingolstadt trauert

"Es ist Wahnsinn. Wir haben mutig gespielt, 71 Tore geschossen. Das kommt nicht von nebenher", jubelte Wehen-Wiesbaden-Profi Niklas Schmidt nach Abpfiff ins ZDF-Mikro. Sportdirektor Christian Hock war ebenfalls in Feierlaune: "Ich muss der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Sie haben am Ende alles reingeworfen", so Hock. "Wir haben uns Jahr für Jahr gesteigert. Jetzt geht’s erstmal ans Feiern und dann planen wir für die 2. Liga."

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Ingolstadt-Profi Mergim Mavraj, der in der vergangenen Saison mit dem Hamburger SV in die zweite Liga abgestiegen war, zeigte sich fassungslos: "Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sagen, dass man zu Unrecht abgestiegen sind. Wir haben das Spiel in 45 Minuten abgegeben, die erste Halbzeit einfach verpennt", sagte der albanische Nationalspieler. "Man hat nicht gemerkt, wer zuhause und in der 2. Liga spielt.."

Kurios: TV-Zuschauer sehen Ingolstadt-Ausgleichstreffer nicht

Zu Beginn der Partie lieferten sich beide Mannschaften einen echten Schlagabtausch. Die ersten beiden Treffer fielen innerhalb kurzer Zeit: Erst kam Daniel-Kofi Kyereh nach einer Parade von Ingolstadt-Keeper Philipp Tschauner kurz vor dem Fünfer an den Ball und lenkte ihn ins Tor zum 0:1 (11.). Während die Wiesbadener aber noch im Freudentaumel waren, fackelten die Hausherren nicht lange und sorgten mit Konstantin Kerschbaumer (12.) für den Ausgleich. Kurios: Selbst für die TV-Kameras fiel der Treffer zu schnell nach dem Wiesbadener Führungstreffer. Während des Treffers wurde Schiedsrichter Frank Willenborg von der Regie groß gezeigt - das Tor selbst jedoch nicht.

Der Ausgleich schien die Gäste des SV Wehen Wiesbaden förmlich anzustacheln: Kurz darauf drehte der Drittligist auf. Erst erzielte Max Dittgen nach einem Traumzuspiel von Moritz Kuhn, cool und abgebrüht das 1:2 (30.). Kurz vor der Pause lenkte Ingolstadts Björn Paulsen dann auch noch einen Weitschuss von Jeremias Lorch ins eigene Gehäuse (43.).

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Wehen Wiesbaden auf den Spuren von Union Berlin

In der zweiten Halbzeit spielte fast nur der (Noch-) Zweitligist aus Ingolstadt. Und der Druck sollte sich zunächst auszahlen. Paulsen traf in der 68. Minute diesmal aus Ingolstädter Sicht ins richtige Tor. Eine Flanke von Mergim Mavraj köpfte der Däne ins Eck. Doch die Schanzer sollten fürs Anlaufen schließlich nicht belohnt werden. Wehen Wiesbaden hielt dem Druck Stand und rettete den Auswärtssieg über die Zeit.

Damit ist der SV Wehen Wiesbaden einen Tag nach Union Berlin der zweite unterklassige Verein, der sich in einer Relegation gegen einen höherklassigen Gegner durchsetzt und somit aufsteigt. Die Berliner setzten sich nach Hin- und Rückspiel ebenfalls aufgrund der Auswärtstor-Regel gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart durch (0:0 im Heimspiel nach 2:2 im Hinspiel) und spielt damit in der kommenden Saison in der 1. Liga.

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Nach einem 0:0 im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin erstmals in seiner Geschichte den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. © dpa

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