31. Juli 2020 / 18:04 Uhr

SV Zehdenick besiegelt neuen Namen für Havelsportplatz

SV Zehdenick besiegelt neuen Namen für Havelsportplatz

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Stolzer Namensgeber: Karl Heinz Grüneberg vor der Zehdenicker Gema Baustoffe-Arena.
Stolzer Namensgeber: Karl Heinz Grüneberg vor der Zehdenicker "Gema Baustoffe-Arena". © Christoph Brandhorst
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Brandenburgliga: Die Heimstätte des Aufsteigers an der Havel heißt nun für zwei Jahre "Gema Baustoffe-Arena". Das namensgebende Unternehmen ist in der Region verwurzelt. Mit den Mehreinnahmen soll der Spielbetrieb in der Brandenburgliga abgesichert werden.

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Das Elgora-Stadion des TuS Sachsenhausen ist weit über die Grenzen Oberhavels hinaus bekannt, auch die Orafol-Arena des Oranienburger FC hat sich längst als Heimspielstätte etabliert. Nun hat auch der SV Zehdenick die Namensrechte an seinem Havelsportplatz für zwei Jahre abgetreten. Dieser firmiert künftig als „Gema Baustoffe-Arena“. Mit den Mehreinnahmen – über Zahlen wollte SVZ-Chef Peter Hildebrandt am Freitag nicht reden – soll der Spielbetrieb in der Brandenburgliga abgesichert werden. Denn Hildebrandt weiß: „Ohne Sponsoren geht das hier alles nicht.“

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Karl Heinz Grüneberg, der das Unternehmen 1991 im Zehdenicker Ortsteil Marienthal gründete, das inzwischen in Nassenheide ansässig ist, freut sich, seinen Heimatverein damit unterstützen zu können. „Der SV Zehdenick präsentiert die Stadt in der Region, natürlich erhoffen wir uns da auch einen Werbeeffekt“, sagte er. Als Trikotsponsor sei er dem SVZ lange verbunden, auch viele Aktive seien immer wieder in seiner Firma tätig gewesen. Die Kooperation helfe dabei, die gestiegenen Kosten für die Brandenburgliga zu stemmen, in der die Zehdenicker zu den Vertretern mit dem geringsten Budget gehören würden, so Hildebrandt. „Aber ich denke, unsere sportliche Leitung hat daraus auch in der Vergangenheit viel gemacht. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt.“ Nicht nur in Sachen Stadionvermarktung seien TuS und OFC Vorbilder für den Aufsteiger. „Was da passiert, ist großes Kino“, findet der Zehdenicker Vereinschef.

Eine Platzbegehung gab es bereits, der SVZ musste einige Auflagen erfüllen. Etwa die Erneuerung der Banden auf der Havelseite. Die sei aber ohnehin geplant gewesen. Das Logo des Namensgebers prangt nun groß am Stadioneingang – und auch auf der neuen digitalen Anzeigetafel, die pünktlich zum Saisonstart fertig werden soll. Dort sind auch die Logos anderer Partner zu finden. "Wir mussten uns für die Brandenburgliga breiter aufstellen", so Hildebrandt. Das dies nötig ist, weiß auch Förderer Karl Heinz Grüneberg: "Da wird jeder Cent gebraucht." Der Verein um Chef Peter Hildebrandt leiste da hervorragende Arbeit.

In Bildern: Die Trainer des SV Zehdenick seit 2003.

15 Trainer hatten beim SV Zehdenick seit 2003 das Sagen. Wer bekommt noch alle zusammen? Der MAZ-Sportbuzzer hat die SVZ-Übungsleiter in einer Bildergalerie zusammengefasst. Zur Galerie
15 Trainer hatten beim SV Zehdenick seit 2003 das Sagen. Wer bekommt noch alle zusammen? Der MAZ-Sportbuzzer hat die SVZ-Übungsleiter in einer Bildergalerie zusammengefasst. ©

Dass es in der großen Zehdenicker Fanszene - die "Pöbelkurve" ist die Fangruppierung des SVZ - auch Vorbehalte gegenüber dem neuen Namen geben könnte, weiß der Vereinschef. "Bei dem einen oder anderen Nostalgiker gibt es sicherlich einen Wermutstropfen", sagt er. Proteste seien aber nicht zu erwarten, wenn der Brandenburgligst erst im Landespokal den SV Altlüdersdorf (15. August) und eine Woche später zum Ligastart den TuS Sachsenhausen (22. August) empfängt. "Zwei richtige Knaller zum Anfang. Auf diese Leckerbissen freuen sich die Fans."