03. Januar 2020 / 12:27 Uhr

SVE Comet Kiel startete gut, fiel in ein tiefes Tal und kehrte als Team zurück

SVE Comet Kiel startete gut, fiel in ein tiefes Tal und kehrte als Team zurück

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Janneck Rassmanns (Mitte) ist der gefährlichste Angreifer des SVE Comet Kiel. Dem stämmigen Stürmer gelangen bisher zehn Treffer für das Ostufer-Team.
Janneck Rassmanns (Mitte) ist der gefährlichste Angreifer des SVE Comet Kiel. Dem stämmigen Stürmer gelangen bisher zehn Treffer für das Ostufer-Team. © Uwe Paesler
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29 Punkte, Tabellenplatz fünf: Der SVE Comet Kiel steht als Aufsteiger in der Fußball-Landesliga Holstein blendend da und kann der Rückserie gelassen entgegensehen. Doch bis es so weit war, hatte das Team von Trainer Mark Hungerecker ein tiefes Tal zu durchschreiten.

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„Wir sind gut in die Saison gekommen, haben dann aber völlig den Faden verloren. Nach dem 2:0-Sieg gegen Travemünde lief nichts mehr. Wir waren zwar nie richtig schlecht, aber irgendetwas hat gefehlt“, erinnert sich Hungerecker, dessen Team in den ersten sechs Spielen zehn Punkte einfuhr, dann aber in den nächsten fünf Spielen nur einen Punkt holte und vom zweiten auf den elften Platz abrutschte – zwei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt.

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Team trat als verschworene Einheit auf

„Mit Pansdorf und Dornbreite hatten wir in dieser Phase auch sehr gute Gegner, und es war auch Pech dabei. Aber wir sind in einen negativen Lauf geraten. Wir haben uns dann mit der Mannschaft zusammengesetzt, alles klar angesprochen und die Fehler benannt. Neustrand kam gerade recht. Aber wir mussten uns zum Sieg quälen“, erinnert sich Hungerecker an den 3:2-Erfolg gegen das punktlose Schlusslicht. Der Durchbruch gelang jedoch erst mit dem 3:2-Sieg beim Lübecker SC. „Da sind wir mit letztem Aufgebot angetreten. Die Jungs haben alles gegeben, und mit dem Abpfiff haben wir den Siegtreffer erzielt. Da haben meine Spieler gemerkt, dass wir auch mit einem dezimierten Kader gewinnen können. Damit haben nicht viele gerechnet“, schildert der Coach, wie die Mannschaft als verschworene Einheit auftrat.

Eine Woche später im prestigeträchtigen Derby gegen Klausdorf ließ Hungerecker trotz der Rückkehr von Timo Nath, Robin Ziesecke, Kevin Pank, Tjark Gutzeit und Robin Schubert die Elf unverändert und schlug den Ortsnachbarn nach einem auch spielerisch ansprechenden Auftritt mit 2:0. Der SVE wurde immer sicherer, gewann sechs von sieben Spielen und kletterte auf Platz fünf. „Wir haben uns in der Defensive und im Umschaltverhalten stark verbessert. Entscheidend war aber, dass wir als Mannschaft auf dem Platz standen und die Spieler in jedem Training alles gegeben haben. Das hat uns die letzten Prozente gebracht“, freut sich Hungerecker.

Hirschmann und Rook überzeugen

Den wohl größten Sprung machte Dean Hirschmann, der vom Mittelfeldspieler zum Innenverteidiger umfunktioniert wurde und aus der Abwehr nicht mehr wegzudenken ist. „Dean ruft mehr als die Normalleistung ab. Er hat ein Kämpferherz und tut etwas für den Spielaufbau. Er steht symbolisch für die Gesamtentwicklung der Mannschaft“, lobt Hungerecker, der im gleichen Atemzug noch Marco Rook als seinen verlängerten Arm auf dem Platz heraushebt. Rook brauchte nach einem Kreuzbandriss lange, um wieder fit zu werden und die Ballsicherheit zurückzugewinnen. Inzwischen ist der Innenverteidiger ein Stabilisator einer homogenen Mannschaft, die in dieser Verfassung die Saison im oberen Tabellendrittel abschließen sollte.

SVE Comet Kiel in Zahlen

Platzierung: Rang 5 – Bilanz: 18 Spiele – 9 Siege, 2 Unentschieden, 7 Niederlagen – Tordifferenz: 38:34 Punktestand: 29 – Höchster Sieg: 6:2 gegen den Breitenfelder SV – Höchste Niederlage: 0:4 gegen den TuS Hartenholm – Bester Torschütze: Janneck Rassmanns (10 Treffer) – Rückrundenstart: 7. März beim TSV Pansdorf

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