26. August 2020 / 09:33 Uhr

SVE Comet Kiel will flexibler und unberechenbarer agieren

SVE Comet Kiel will flexibler und unberechenbarer agieren

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Janneck Rassmanns und Torge Hansen bejubeln einen Torerfolg für den SVE Comet Kiel.
Janneck Rassmanns und Torge Hansen bejubeln einen Torerfolg für den SVE Comet Kiel. © Mario M. Koberg
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Das zweite Jahr ist immer das schwerste. So lautet eine Fußball-Weisheit. Sollte Wahrheit in der oft als Floskel abgetanen Aussage stecken, käme auf den SVE Comet Kiel, der im letzten Jahr den Sprung in die Landesliga schaffte und auf einem guten achten Platz in der Staffel Süd landete, eine schwierige Saison zu. Ohnehin sind die Anforderungen größer als sonst. In nur 22 Spielen sind Fehler schwerer auszubügeln. Und bei drei Absteigern in einer 12er-Staffel kann schon ein schlechter Tag zuviel harte Konsequenzen nach sich ziehen.

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„In unserer starken und ausgeglichenen Liga wollen wir schnell die nötigen Punkte holen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen“, geht SVE-Trainer Mark Hungerecker mit Respekt und Demut an die Aufgabe heran. Als wäre die Ausgangssituation nicht schon anspruchsvoll genug, muss Hungerecker zudem sein Team umbauen. Mit Elias Taoud (Umzug) und Timo Malesza (ehemals Nath, Karriereende) stehen zwei Stammspieler nicht mehr zur Verfügung. „Alle Spieler hatten ihren Anteil an unserem Erfolg. Und jeder Weggang schmerzt. Aber diese beiden gehörten zur Stammelf. Ein Verlust. Allerdings haben wir auch sehr gute Neuzugänge. Jeder von ihnen hat das Zeug, auf Anhieb Stammspieler zu werden“, schaut Hungerecker optimistisch in die Zukunft.

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Mit den Verpflichtungen der Abwehrspieler Lasse Kühl (SSG Rot Schwarz Kiel) und Thorge Janßen (Niendorfer TSV) sowie dem Mittelfeldakteur Silas Lohse (SSG Rot Schwarz Kiel) sieht der Coach sein Team gut aufgestellt. Ohnehin verfügt seine Mannschaft über einen ausgeprägten Teamgeist, mit dem ein am Boden liegender SVE Comet verloren geglaubte Spiele noch gedreht hat. „Ja, wir sind ein eingeschworener Haufen. Jetzt können wir uns auf die spielerischen Elemente konzentrieren. Mein Ziel ist es, ein zusätzliches Spielsystem einzustudieren, um flexibler und unberechenbarer zu werden“, gibt Mark Hungerecker preis. Ein Pfund mit dem das Ostuferteam auch wuchern konnte, war die Heimstärke. 2,2 Punkte holten die Kieler im Schnitt aus jedem Heimspiel. Ein starker Wert. Schwach dagegen war die Ausbeute auf fremdem Geläuf. 0,78 Zähler im Durchschnitt sind der Wert eines Absteigers.

Auch hier will der Coach ansetzen, um vor allen in den Derbys gegen die Kreisrivalen zu punkten. Da wird es in jedem Spiel schon allein wegen der Rivalität und dem hohen Prestigewert eines Erfolges „zur Sache gehen“. Für Hungerecker vor allem eine Frage des Willens. Und da ist der SVE Comet Kiel unter der Führung von Kapitän Robin Schubert und Dauerrenner Christoph Bolte auf der Sechs eine Klasse für sich. Kann das Ostuferteam erneut die Erfolg bringende Leidenschaft abrufen, sollte der Klassenerhalt kein Thema sein. Für ganz oben wird es aber nicht reichen. Da sieht Trainer Mark Hungerecker den FC Kilia Kiel als absoluten Top-Favoriten.

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Abgänge: Patrick Kassner (pausiert), Fynn Gutzeit (Karrierende), Elias Taoud (Umzug wegen Studium), Timo Nath (Karriereende).

Kader

Tor: Martin Hering, Lukas Losch, Fabian Klonikowski.

Abwehr: Marco Rook, Robin Schubert, Lasse Kühl (SSG Rot Schwarz Kiel), Dean Hirschmann, Jan Wilhelm Schwaberau, Kevin Pank, Max Warmuth, Tim Markwardt, Thorge Janßen (Niendorfer TSV).

Mittelfeld: Christoph Bolte, Torben Bahrs, Felix Wagner, Niklas Schmidt, Robin Ziesecke, Serhat Ortac, Melvin Tombul, Silas Lohse (SSG Rot Schwarz Kiel), Torge Hansen.

Angriff: Janneck Rassmanns, Björn Schmidt, Tjark Gutzeit, Kevin Wagner.

Trainer: Mark Hungerecker. Co-Trainer: Marco Rook. Liga-Obmann: Meysam Shahhosseini. Torwart-Trainer: Thomas Rasch. Physio-Therapeut: Gunter Zerbe.

Favorit: FC Kilia Kiel.