07. Dezember 2020 / 16:18 Uhr

SVG Göttingen berät über Vorschlag zur Saison-Fortsetzung in der Oberliga

SVG Göttingen berät über Vorschlag zur Saison-Fortsetzung in der Oberliga

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Wie Lukas Presch (r., hier gegen Gifhorn) und die SVG ihre Saison fortsetzen werden, dürfen die Klubs mit entscheiden.
Wie Lukas Presch (r., hier gegen Gifhorn) und die SVG ihre Saison fortsetzen werden, dürfen die Klubs mit entscheiden. © Swen Pförtner
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Die Verantwortlichen sind einen Schritt weiter als im Frühjahr während der ersten Lockdown-Phase: Wenn es um die Fortsetzung der Oberliga-Saison geht, haben die Fußball-Klubs ein Mitspracherecht bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Die SVG-Verantwortlichen werden sich zusammen setzen.

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Wie geht es weiter in der Fußball-Oberliga? Spielleiter Burkhard Walden hat den betroffenen Vereinen der beiden Staffeln einen ersten Vorschlag unterbreitet, wie die Saison fortgeführt werden könnte. Auch Thorsten Tunkel von der SVG hat sich die Planungen angehört – als Sprecher der Oberliga-Vereine. Bis zum 18. Dezember haben die Klubs Zeit, intern zu diskutieren, ihre Meinung zu äußern und ein Votum abzugeben.

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Der NFV habe sich dazu entschieden, die Qualifikationsrunde für die Auf- und Abstiegsspiele in der Oberliga nicht – wie geplant – fortzusetzen. Der Verband hat einen Vorschlag erarbeitet, wie es mit der Saison weitergehen soll. Die ursprünglich mit Hin- und Rückspielen vorgesehene Qualifikationsrunde würde nun nach der Hinrunde – also nach neun Spielen abgeschlossen werden. Mannschaften, die noch Nachholspiele auszutragen haben, müssen diese noch spielen. Das betrifft in der Staffel Hannover/Braunschweig die Arminia aus der Landeshauptstadt, die noch zwei Partien im Rückstand ist. Davon ist eine Begegnung gegen den FC Eintracht Northeim. In der Staffel Weser-Ems/Lüneburg hat noch keine Mannschaft die Hinrunde abgeschlossen. „Da gab es in einigen Klubs Corona-Fälle“, erklärt Tunkel.

Ursprünglich war geplant gewesen, die Qualifikationsrunde mit ihren Hin- und Rückspielen bis Mitte Februar abgeschlossen zu haben. Angesichts der coronabedingten Einschränkungen hinsichtlich des Trainings- und Spielbetriebs wäre der früheste Starttermin momentan Mitte Januar. Terminlich sei es daher nicht leistbar, die Rückrunde sowie die noch ausstehenden Nachholspiele binnen vier Wochen durchzuziehen.

Laut Ausschreibung für die Saison 2020/2021 kann der NFV die Qualifikationsrunde abbrechen und eine Neueinteilung vornehmen. „Das werden wir auch machen“, sagte Walden dem SPORTBUZZER. Die Ergebnisse aus den Hin- und Rückspielen der Qualifikationsrunde sollten mit in die Auf- und Abstiegsspiele genommen werden, um dort nur noch gegen die Mannschaften aus der anderen Staffel spielen zu müssen. „Das ist so nicht umsetzbar, da die Vereine bisher erst einmal gegeneinander angetreten sind“, sagt Walden.

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Er verriet noch nicht genau, wie es weitergehen soll. Es werde in jedem Fall eine Neueinteilung geben. Außerdem könne es sein, dass über den Mai hinaus gespielt werde. Die Regelung, dass die besten fünf Teams jeder Staffel eine Aufstiegsrunde und die verbleibenden Teams eine Abstiegsrunde spielen, wird damit verworfen.

Bei der SVG haben die Verantwortlichen noch nicht zusammengesessen. Trainer Dennis Erkner, Teammanager Reiner Teuteberg und Tunkel werden gemeinsam darüber beraten. „Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass der Verband mit den Vereinen kommuniziert und die ein Mitspracherecht haben. Irgendetwas muss ja passieren“, sagt Tunkel. Er gibt allerdings auch zu bedenken, dass es „fast noch zu früh ist, Entscheidungen zu treffen. Wir wissen ja noch gar nicht, was im Februar und März sein wird. Es ist nicht absehbar, ob die Alternativen dann tatsächlich zum Tragen kommen würden.“