08. September 2019 / 18:46 Uhr

SVG Göttingen erteilt TSV La/Seu in Unterzahl Lehrstunde

SVG Göttingen erteilt TSV La/Seu in Unterzahl Lehrstunde

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Ali Ismail von der SVG Göttingen (l.) bejubelt mit Lamine Diop seinen Treffer zum 2:0 gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen.
Ali Ismail von der SVG Göttingen (l.) bejubelt mit Lamine Diop seinen Treffer zum 2:0 gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen. © Foto: Schneemann
Anzeige

Die SVG Göttingen, Tabellenführer der Fußball-Landesliga, hat den nächsten Fußball-Feiertag gefeiert: Am Sandweg siegten die Schwarz-Weißen im Derby über den TSV Landolfshausen/Seulingen mit 5:1 (3:0) – allerdings wurde es dem Gastgeber auch leicht gemacht.

Anzeige
Anzeige

Dabei hatte es so gut für die Gäste begonnen: Münter wird von Hofmann gelegt, und Schiedsrichter Axel Dimpker aus Braunschweig entscheidet auf Notbremse und Rot (1.). Den fälligen Freistoß schießt Ravindran rechts vorbei.

Was folgte, war eine verkehrte Welt: Die von Verletzungspech gebeutelten Gäste fassten Mut, tappten aber in die gestellte Falle und fingen sich einen Konter nach dem anderen. Die SVG wiederum profitierte von ihrem erstklassigen Umschaltspiel und bestrafte jeden Mittelfeld-Fehlpass des TSV eiskalt – vielleicht half die rote Karte dem Gastgeber sogar, weil sich in der Folge Räume auftaten.

SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2019/20

SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2019/20 Zur Galerie
SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2019/20 © Schneemann
Anzeige

Türöffner war allerdings vor 231 Zuschauern (Thorsten Tunkel, der die Rolle des Stadionsprechers ausfüllte: „Ausverkauft“) eine Standardsituation: Freistoß Kapitän Evers aus halblinker Position, Krenzek steht am langen Pfosten völlig frei und köpft zur SVG-Führung ein (12.).

In den nächsten Minuten schlug sich der TSV quasi selbst – nach Fehlpässen im Mittelfeld ging jeweils die Post ab: Diop schickt Ismail, der seinen Gegenspielern auf der linken Seite davonläuft und TSV-Torhüter Bartusch keine Chance lässt (15.), Diop schickt Krenzek, der seinen Gegenspielern auf der rechten Seite davonläuft und zum 3:0 trifft (18.). Die Gäste waren in Überzahl ins offene Messer gelaufen.

Später lauerten die drei Offensivkräfte Diop, Krenzek und Ismail bei SVG-Angriffen jeweils an der Mittellinie, bereits, zum erneuten Sturmlauf aufs TSV-Tor anzusetzen. Als Diop im Nachsetzen die Latte traf (22.), eine Aktion, bei der Referee Dimpker eine Abseitsposition gesehen hatte, und der TSV sich anschickte, vollends einzugehen, mahnte TSV-Trainer Marco Wehr lautstark: „Wir stehen zu hoch.“ Später resümierte der Coach: „Wir haben zweimal im Spielaufbau leichtfertig den Ball verloren und sahen beim Standard auch nicht gut aus.“

Mehr aktuelle Themen in Göttingen

Die SVG, die sich in der jüngeren Vergangenheit bei Standards stark präsentiert, hatte nun auch mit zehn Spielern das Spiel endgültig im Griff und hätte die Führung bis zur Pause ausbauen müssen, doch ein Diop-Kopfball nach Evers-Freistoß von rechts ging drüber (26.) und Krenzek traf nach kurzer Ecke mittig die Latte – eine Szene, bei der Bartusch nicht gut aussah (33.). Dazwischen lag eine zweifache Abseitsposition von Krenzek und Diop, sodass sich Evers den Ball kurzerhand selbst vorlegte und das Außennetz traf (26.). Der TSV machte es der SVG sehr einfach.

Auch in der zweiten Hälfte präsentierte sich die SVG überlegen und nagelte den TSV in Unterzahl über weite Strecken in der eigenen Hälfte fest. Diops Querpass von der rechten Außenlinie über 20 Meter in die Mitte war von keinem TSV-Akteur abzuwehren, und am langen Pfosten bedankte sich Ismail mit seinem zweiten Treffer (57.).

Krenzek markiert auch noch seinen dritten Treffer

Ein Schuss von Taubert wurde von Bartusch zur Seite abgelenkt, von wo aus Krenzek im Nachschuss seinen dritten Treffer erzielte – 5:0 (68.). „Vielleicht hat das Torschusstraining am Donnerstag geholfen“, sagte Krenzek, der nunmehr bei fünf Saisontreffern steht. Das 1:5 durch Münter war nur noch Ergebniskosmetik, der TSV verlor auch in dieser Höhe verdient, und das in Überzahl.

„Wir sind so nicht konkurrenzfähig“, fand TSV-Trainer Wehr im Anschluss deutliche Worte. „So mutlos kann man nicht spielen, das war grottenschlecht.“ Hauptursache seien die vielen verletzten Stammkräfte. SVG-Trainer Dennis Erkner verweigerte dem Tageblatt ein Statement. Der Autor dieses Artikels zitiere ihn falsch, hieß es zur Begründung. – Tore: 1:0 Krenzek (12.), 2:0 Ismail (15.), 3:0 Krenzek (18.), 4:0 Ismail (57.), 5:0 Krenzek (68.). – Bes. Vorkommn.: Rot für Hofmann wegen Notbremse (1.).

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Göttingen/Eichsfeld
Sport aus aller Welt