31. August 2019 / 22:19 Uhr

SVG Göttingen gewinnt auch zweites Derby gegen I. SC Göttingen 05

SVG Göttingen gewinnt auch zweites Derby gegen I. SC Göttingen 05

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Gleich fällt das 1:0 für die SVG: Lamine Diop (rechts) sorgt für die höchste Alarmstufe im 05-Strafraum.
Gleich fällt das 1:0 für die SVG: Lamine Diop (rechts) sorgt für die höchste Alarmstufe im 05-Strafraum. © Heller
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Fußball-Landesligist SVG Göttingen hat sich mit 1:0 (0:0) gegen Stadtrivale I. SC Göttingen durchgesetzt. 680 Zuschauer verfolgten die Partie im Maschpark.

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Bereits am Donnerstag hatte sich die SVG im Maschpark das Weiterkommen im Bezirkspokal gesichert.

Die SVG erwischte den besseren Start in die zweite Auflage des Stadtderbys binnen weniger Tage. Bereits nach acht Minuten hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Lamine Diop eroberte den Ball im Mittelfeld, setzte sich auf der linken Außenbahn gegen Ex-Mitspieler Ole Grams durch, legte den Ball quer zu Nicolas Krenzek, der glockenfrei vor 05-Torhüter Marcel Jünke stand, anstatt direkt abzuschließen, aber versuchte, den Schlussmann auszudribbeln. Das dauerte zu lange, zwei Verteidiger der Platzherren waren in der Zwischenzeit wieder hinter dem Ball, und die Großchance verpuffte.

I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2019/20

I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2019/20 Zur Galerie
I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2019/20 © Heller
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Direkt im Gegenzug kamen die 05er zu ihrer ersten Gelegenheit. Verteidiger Luca Bock ging den Weg mit in die Offenisve, schloss aus halbrechter Position ab, doch verpasste den Kasten knapp. Nach einer turbulenten Anfangsphase flachte die Begegnung in der Folge ab – ähnlich wie im Pokalduell zwei Tage zuvor. Den nächsten Hochkaräter hatte Krenzek erst wenige Minuten vor der Pause auf dem Fuß, als ein Querschläger von Bock bei ihm landete, er in Aussichtsreicher Position stand, doch Jünke ihm das Spielgerät vom Fuß pflückte, ehe er zum Schuss kam.

GSPO-FB LL 05-SVG
Landesliga-Derby I. SC Gšttingen 05 - SVG Gšttingen
Samstag, 31. August?17:30 bis 19:30
Maschpark Gšttingen
Hier brennt es im Strafraum der SVGer. © Peter Heller

Den Treffer des Tages erzielte dann nach 52 Spielminuten Benjamin Duell. Er hatte sein Team bereits im Pokalspiel in Front gebracht. Die 05er bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, sodass Duell aus halbrechter Position abschließen konnte und unhaltbar ins Gehäuse der Gastgeber traf – 1:0 aus Sicht der Gäste.

Während die SVG den knappen Vorsprung verwaltete, riss 05 die Partie in der zweiten Halbzeit phasenweise spielerisch an sich. Die Schwarz-Gelben erarbeiteten sich mehrere Chancen, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die beste Gelegenheit dafür, fiel Bock in der Nachspielzeit in den Schoß: Nach einem weiten Freistoß von Jünke, nahm er den Ball aus der Luft und zog aus kurzer Distanz ab. SVG-Schlussmann Omar Younes konnte das Spielgerät nur mit großer Mühe noch an die Latte lenken – die letzte Aktion der Partie.

„Wir haben gewonnen, deswegen ärgere ich mich nicht. Beide Derbys hatten in meinen Augen fußballerisch keine hohe Qualität, sondern waren eher von Nervosität geprägt“, sagte Dennis Erkner nach Spielende. „Wir haben fünf, sechs hundertprozentige Chancen gehabt, 05 dann auch drei, vier. Je länger das Spiel dauerte, desto wackeliger wurden wir“, analysierte der Trainer der SVG. „Wir haben heute nicht so gut gespielt, auch wenn ich uns über 90 Minuten besser fand.“

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Sein Gegenüber, 05-Trainer Steffen Witte, kam zu einem etwas anderen Befund: „Die Niederlage ist brutal unglücklich. Ich kann den Jungs nur großen Respekt zollen. Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften der Liga, und ich habe teilweise eher 05-Fußball gesehen, so wie wir gepresst haben.“ Witte haderte mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen. Mindestens einmal hätte es seiner Ansicht nach einen Elfmeterpfiff zugunsten seiner Mannschaft geben können. „Ich will die Schuld aber nicht auf den Schiri schieben, wir können auch einfach unsere Chancen nutzen“, betonte er.

In mehreren Situationen habe seine Mannschaft den letzten Pass gesucht, anstatt abzuschließen, so der Coach. „Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf. Es tut mir leid für meine Spieler, dass sie überragend spielen und am Ende nichts Zählbares in den Händen halten.“ Zumindest einen Punkt hätten sie dem Spielverlauf nach wohl verdient gehabt, doch am Ende jubelten wieder die Schwarz-Weißen im Maschpark.

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