13. September 2020 / 20:02 Uhr

SVG Göttingen holt mit viel Herz und Tempo den nächsten Punkt

SVG Göttingen holt mit viel Herz und Tempo den nächsten Punkt

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Lukas Presch (r.), hier gegen Abdullah Jankir, gehört erneut zu den Aktivposten der SVG.
Lukas Presch (r.) bringt die SVG auswärts in Führung. © Schneemann
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Ein 0:0 der besseren Sorte haben am Sonntag 307 Zuschauer zum Heimauftakt der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga gesehen. Nach dem torlosen Unentschieden des Aufsteigers gegen das favorisierte Team von Arminia Hannover gab es entsprechend anerkennenden Applaus des Publikums.

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Ein 0:0 der besseren Sorte haben am Sonntag 307 Zuschauer zum Heimauftakt der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga gesehen. Nach dem torlosen Unentschieden des Aufsteigers gegen das favorisierte Team von Arminia Hannover gab es entsprechend anerkennenden Applaus des Publikums. Die Schwarz-Weißen haben damit in der Oberliga-Staffel Hannover/Braunschweig aus zwei Spielen vier Punkte gesammelt und rangieren weiterhin auf Platz zwei.

Fußball-Oberliga: SVG Göttingen - SV Arminia Hannover, Saison 2020/21

Die SVG Göttingen (weiße Trikots) trennt sich vom SV Arminia Hannover mit 0:0. Zur Galerie
Die SVG Göttingen (weiße Trikots) trennt sich vom SV Arminia Hannover mit 0:0. © Jan-Helge Schneemann

Die Armina begann stark und versuchte, den Gastgeber von Anfang an unter Druck zu setzen. Durchschlagender Erfolg war dem Ansinnen jedoch nicht beschieden, und schon bald konnte sich die fleißige SVG befreien. Trotzdem hatte Hannover die erste größere Chance der Partie: Prior Bautista setzte sich auf rechts gegen den ansonsten stark spielenden Doll durch, doch in der Mitte ging Salifou Moussa gegen Brandt mit unfairen Mitteln zu Werk – der Unparteiische entschied folgerichtig auf Freistoß für die SVG und Gelb gegen den Arminen (21.).

Die Antwort der Schwarz-Weißen ließ nicht lange auf sich warten: Fast im Gegenzug leitete Presch über links eine SVG-Chance ein, die Krenzek, zum Saisonauftakt in Northeim zweifacher Torschütze, jedoch verpasste, indem er das Spielgerät drüberschoss (23.). Kurz darauf wurde Ismail geschickt, doch der Armina-Keeper hatte aufgepasst und war herausgekommen.

Die SVG hatte sich nicht nur mit diesen Aktionen, sondern auch mit einer bedachten Spielanlage Respekt erworben. Die Folge: Hannover agierte in der Vorwärtsbewegung zögerlicher, und der Gastgeber, gegen eine mit regionalligaerfahrenen Akteuren verstärkte Mannschaft eigentlich Außenseiter, machte im Prinzip das Spiel.

Die Hannover-Fans unter den 307 Zuschauern merkten, dass ihre Mannschaft Unterstützung benötigt, und skandierten in der 34. Minute „Arminia, Arminia“. Doch von Hannover kam nun gar nichts mehr, und die Teams neutralisierten sich weitgehend. Die SVG hatte die letzte Chance vor der Pause, als Weide einen Doll-Freistoß per Kopf ablegte, Presch den Ball allerdings nach zwei Haken drüberschoss (39.). „Es ist Steigerungspotenzial vorhanden“, sagte zur Halbzeit SVG-Abteilungsleiter und Stadionsprecher Thorsten Tunkel.

Auch nach Wiederanpfiff gibt zunächst Arminia den Ton an

Wie bereits zu Beginn gab Arminia auch nach Wiederanpfiff zunächst den Ton an. Die Defensive der SVG stand jedoch kompakt, und bis auf einen abgelockten Schuss von Salifou Moussa gab es keine nennenswerten Gäste-Chancen (51.). Mitte des zweiten Durchgangs vertändelten der fleißige Krenzek und Ismail einen vielversprechenden Konter (66.), ein wenig später bediente der eingewechselte Duell Ismail, doch dessen abgefälschter Schuss ging rechts vorbei (70.).

Hüben wie drüben sorgten vermeintliche Abseitsstellungen für Aufruhr, phasenweise belauerten sich die Konkurrenten und verloren sich dabei in Stückwerk. Was allerdings auffiel: Das Tempo blieb unglaublich hoch, und die Akteure warfen alles, was sie hatten, ins Spiel.

Am Ende blieb es beim 0:0, wobei in den letzten Minuten vor allem der für den entkräftet ausgewechselten Krenzek hereingenommene Kratzert gefährliche Situationen heraufbeschwor. Die Zuschauer spendeten nach Ende der fünfminütigen Nachspielzeit viel Beifall für zwei Teams, die 90 Minuten lang Tempo, Kampf und Einsatz geboten hatten.

„Es war ein höchst attraktives 0:0“, kommentierte SVG-Trainer Dennis Erkner nach der Partie, „es war eng, spannend und intensiv. Das 0:0 war leistungsgerecht und total in Ordnung“ – das hatte auch Arminia-Trainer Skerdi Bejzade so gesehen. Für seine Spieler hatte Erkner nur Lob übrig: „Jeder hat sich reingeworfen, die Jungs können stolz auf sich sein.“

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SVG: Henze – Westfal (61. Duell), Weide, Brandt, Doll – Kern (61. Taubert), Hehn, Al Debek, Presch (72. Ziegner) – Ismail, Krenzek (80. Kratzert).