06. Oktober 2019 / 17:56 Uhr

SVG Göttingen lässt auch SV Lengede keine Chance

SVG Göttingen lässt auch SV Lengede keine Chance

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Justin Taubert umkurvt in dieser Szene die Abwehrspieler des SV Lengede.
Justin Taubert umkurvt in dieser Szene die Abwehrspieler des SV Lengede. © Pförtner
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Tabellenführer SVG Göttingen ist in der Fußball-Landesliga nicht zu stoppen, auch nicht vom Gast SV Lengede, der vor 203 Zuschauern am Sandweg mit 4:2 (3:1) bezwungen wurde. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten beträgt damit sechs Punkte.

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Der TSC Vahdet Braunschweig, bisher schärfster Verfolger der Schwarz-Weißen, unterlag beim SC Reislingen-Neuhaus mit 0:3, der Tabellendritte SSV Kästorf ließ durch ein 0:0 bei Aufsteiger Vahdet Salzgitter Federn.

Am Göttinger Sandweg begann der Gastgeber fulminant, ließ aber zunächst auch beste Chancen liegen: Diop nach wenigen Sekundnen und Linde per Kopf (3.) hätten für die Führung sorgen müssen.

Die generöse Chancenverwertung sollte sich schon bald rächen, allerdings unter tätiger Mithilfe des Unparteiischen: Simon Huhn, bei der SVG auf der Sechser-Position gesetzt, benötigte bei einem Konter der Gäste etwas länger, um den Ball zu verarbeiten. Lengede-Stürmer Marc Omelan witterte seine Chance und hielt den Schlappen drauf – ein klares Foul, aber: kein Pfiff. Huhn blieb mit Schmerzen liegen, Omelan umkurvte Henze, und es stand 0:1 für die Gäste (7.).

SVG Göttingen - SV Lengede, Landesliga Braunschweig 2019/20

SVG Göttingen - SV Lengede, Landesliga Braunschweig 2019/20 Zur Galerie
SVG Göttingen - SV Lengede, Landesliga Braunschweig 2019/20 © Pförtner

Doch die SVG ließ sich nicht beirren und erarbeitete sich weiter Chance um Chance. So scheiterte Ismail am langen Pfosten (8.), und ein Kopfball von Taubert nach Evers-Eckball ging nur knapp rechts vorbei (12.). Die Konterversuche der Gäste wurden in der Regel bereits im Keim erstickt, und es war tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis die Heimmannschaft trifft.

In der 20. Minute war es so weit, und der Schiedsrichter machte durch eine lehrbuchmäßige Auslegung der Vorteilsregel seinen Fehler vor dem 0:1 wett: Taubert wurde beim steilen Anspiel in den Strafraum gefoult, der Referee ließ jedoch weiterspielen, weil der Ball zu Diop am langen Pfosten kam, der sich die Chance zum 1:1 nicht nehmen ließ. Drei Minuten später hieß es 2:1, weil Ismail bei einem Evers-Eckball in der Mitte völlig ungedeckt zum Kopfball kam.

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Das Spiel war gedreht, und einige SVG-Chancen später wurde Taubert kurz vor der Strafraumgrenze in halblinker Position gefoult – ein „Freistoß-Elfmeter“, wie Stadionsprecher und Abteilungsleiter Thorsten Tunkel später durchsagte, und zwar für den Spezialisten, Kapitän Evers: Unten rechts in der Torwartecke schlug der Ball zum 3:1 ein (36.).

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte agierte die SVG dominant, und Ismail machte nach einer Doppelchance von Diop im Nachschuss alles klar (59.). Hoch anzurechnen ist den Gästen, dass sie selbst deziminiert nicht abschenkten, nachdem Bacaksiz den Kurzauftritt des Jahres hingelegt hatte: Einwechslung in der 70. Minute, glatt Rot in der 72. Minute nach Foul an Al Debek. Lengede bemühte sich und wurde belohnt durch das 2:4 durch Jatta in Unterzahl (86.).

„Wir sind nach dem 0:1 ruhig geblieben und haben uns auf unsere Stärke besonnen“, resümierte Tunkel. „Dass wir das Ergebnis gedreht haben, hängt auch mit der Qualität zusammen, die sich die Jungs erarbeitet haben.“ – Tore: 0:1 Omelan (7.), 1:1 Diop (20.), 2:1 Ismail (23.), 3:1 Evers (36.), 4:1 Ismail (59.).