24. Februar 2019 / 18:24 Uhr

SVG Göttingen nimmt Punkte mit an Sandweg

SVG Göttingen nimmt Punkte mit an Sandweg

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Rettungstat in der ersten Halbzeit: SVG-Keeper Omar Younes (r.) wirft sich vor den heranstürmenden Niklas Pfitzner vom SC Hainberg
Rettungstat in der ersten Halbzeit: SVG-Keeper Omar Younes (r.) wirft sich vor den heranstürmenden Niklas Pfitzner vom SC Hainberg © :
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Schönstes Fußballwetter, ein Stadtderby und fünf Tore: Für einen Teil der gut 400 Zuschauer war es ein schöner Sonntagnachmittag auf den Zietenterrassen. Die Anhänger des gastgebenden SC Hainberg waren nicht so zufrieden, sie mussten eine 1:4 (0:1)-Niederlage gegen die SVG miterleben.

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Schönstes Fußballwetter, ein Stadtderby und fünf Tore: Für einen Teil der gut 400 Zuschauer war es ein schöner Sonntagnachmittag auf den Zietenterrassen. Die Anhänger des gastgebenden SC Hainberg waren wohl nicht so zufrieden mit dem Start ihrer Mannschaft nach der Winterpause, sie mussten eine 1:4 (0:1)-Niederlage gegen den Göttinger Stadtrivalen SVG miterleben.

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Es war noch keine Minute gespielt, der Ball hatte sich kaum von der Mittellinie entfernt, da gab es schon das erste behandlungswürdige Foul. SVG-Kapitän Florian Evers musste behandelt werden, nachdem Alexander Kern quasi auf neutralem Terrain hart gegen ihn eingestiegen war. Evers konnte weiterspielen, Kern wurde verwarnt. Am Ende standen vier gelbe Karten auf Seiten der Gastgeber zwei bei der Sandweg-Elf gegenüber – allesamt zu Recht gegeben. Es war ja auch ein Derby, dass beide Teams gewinnen wollten.

SC Hainberg - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2018/19

SC Hainberg - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2018/19 Zur Galerie
SC Hainberg - SVG Göttingen, Landesliga Braunschweig 2018/19 © Schneemann

Dass am Ende die Gäste um den ehemaligen Hainberger Coach Dennis Erkner die Punkte mitnahmen, lag an deren Cleverness. Die Schwarz-Weißen nutzten ihren Chancen konsequent, waren insgesamt effizienter und gewannen verdient – ohne allerdings die drei Tore Differenz tatsächlich besser gewesen zu sein.

„Das war für uns ein schwerer Auftakt. Ich habe versucht, dieses Spiel komplett sportlich zu sehen“, sagte Erkner, der erfolgreiche Jahre beim SCH hatte, anschließend. Das Geschehen in der ersten Halbzeit bezeichnete er als „absolut offen“. Vor der Pause sah er die Vorteile sogar bei den Platzherren, obwohl sein Team mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine gegangen war. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen umgestellt und uns besser auf den Gegner eingestellt. Da hatten wir das Spiel dann im Griff“, war Erkner froh, dass seine Rückkehr auf die Zietenterrassen mit einem Sieg zu Ende gegangen war. Das Hinspiel hatte der SC Hainberg Mitte September am Sandweg mit 2:0 gewonnen.

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Lamine Diops Führungstreffer war eine Einzelaktion des SVG-Spielers, der durchgestartet war, den herauslaufenden SCH-Keeper Aleksandar Stankovic umspielte und ganz ruhig und mit viel Übersicht flach einschoss. Auch zwei mitgelaufene Hainberger Verteidiger konnten den Ball nicht mehr von der Linie kratzen.

Die Gastgeber erholten sich aber schnell von diesem Schock in der elften Minute und warfen immer wieder über den schnellen Niklas Pfitzner alles nach vorn: Zweimal stand dabei SVG-Keeper Omar Younes im Blickpunkt, letztlich kam der SCH in der ersten Halbzeit aber nicht an ihm vorbei. Als der Ball in der 23. Minute im Netz zappelte, hatte der Linienrichter zuvor eine Abseitsstellung angezeigt.

Evers trifft per direktem Freistoß

Ein direkter Freistoß von Florian Evers von der linken Seite flog nach 52. Minuten an der Mauer, an einigen SCH-Abwehrspielern und am Keeper vorbei zum 2:0 ins lange Eck. Beim 1:2 in der 74. Minute schöpfte Hainberg wieder Hoffnung als Maximilian Maretschke in einen Hereingabe von der rechten Seite rutschte und den Ball über die Linie schob. Aber nur wenige Minuten später fiel das 3:1 aus abseitsverdächtiger Position, als Evers einen Ball vor das SCH-Tor lupfte und Diop ihn nur noch über die Linie köpfen brauchte (81.) – allerdings stand da lediglich ein einziger Hainberger Abwehrspieler vor ihm. Das 4:1 in der Nachspielzeit durch Nicolas Krenzek (90.+2) fiel nach einem individuellen Abwehrfehler.