03. Oktober 2021 / 19:14 Uhr

SVG Göttingen und Eintracht Northeim trennen sich torlos

SVG Göttingen und Eintracht Northeim trennen sich torlos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Göttingens Julian Kratzert bekommt den Ball gegen Northeims Keeper Tim Tautermann nicht mehr aufs Tor gezogen.
Göttingens Julian Kratzert bekommt den Ball gegen Northeims Keeper Tim Tautermann nicht mehr aufs Tor gezogen. © Swen Pförtner
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Es hat für die SVG Göttingen bei Eintracht Northeim nicht zu mehr als einem torlosen Unentschieden gereicht. In der Fußball-Oberliga trennten sich beide Teams am Sonntagnachmittag 0:0.

Die SVG Göttingen hat im Kellerduell der Fußball-Oberliga bei Eintracht Northeim 0:0 gespielt. Das Ergebnis war bei der Chancenflut auf beiden Seiten überraschend: „Ich habe selten ein Spiel gesehen, dass trotz so vieler Möglichkeiten torlos blieb“, gestand SVG-Coach Dennis Erkner nach Spielende ein.

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Nach drei Minuten brannte es bereits lichterloh im Strafraum der Göttinger. Zunächst landete ein abgefälschter Schuss auf dem Querbalken, nach der folgenden Ecke klärte Torwart Dennis Henze in höchster Not auf der Linie. Dann war die SVG an der Reihe: Julian Kratzert erlief einen langen Pass über die rechte Außenbahn, umspielte den Torwart, scheiterte aber aus spitzem Winkel am Außennetz. Auch ein Gewaltschuss von Amin Al Debek strich knapp am linken Kreuzeck vorbei.

Keine Tore im Oberliga-Derby: Eintracht Northeim und die SVG Göttingen trennen sich 0:0. Zur Galerie
Keine Tore im Oberliga-Derby: Eintracht Northeim und die SVG Göttingen trennen sich 0:0. © Swen Pförtner

Im Mittelfeld hielten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase kaum auf, vielmehr war in beiden Strafräumen viel los. Besonders Eintracht-Spieler Tristan Heine genoss auf der rechten Seite viele Freiheiten, sein Schuss aus 13 Metern stellte für den SVG-Keeper aber kein Problem dar (12.).

Die Gäste agierten in der Folge zunehmend fahriger, im Angriff vertändelten sie den Ball zu leicht. Das Spiel verlagerte sich zunehmend weg von den Strafräumen, dafür verantwortlich: die teils unterirdische Passquote beider Teams. Silvester Fahlbusch (Northeim) kassierte für ein rüdes Einsteigen dann nur Gelb – abgesehen von einem Schuss von Tomislav Relota, der kurz vor der Torlinie geklärt wurde, blieben größere Aufreger in Hälfte eins aus.

Die Kabinenansprache von SVG-Trainer Erkner zeigte dann zunächst Wirkung. Die Gäste wurden zielstrebiger, doch so richtig zwingend waren die Abschlüsse noch nicht. So brachte der Schuss des freigespielten Justin Taubert den Northeimer Keeper nicht ernsthaft in Bedrängnis (49.). Kurz darauf kam Mathis Ernst im Northeimer Strafraum gegen Torwart Tim Tautermann einen Schritt zu spät, um für das erlösende 1:0 zu sorgen.

Für ein Raunen unter den 360 Zuschauern sorgte dann eine Szene auf der anderen Seite. Henze musste sein ganzes Können aufbieten, um den Schuss von Maciej Wolanski aus kurzer Distanz mit einer Flugeinlage zu entschärfen (67.). Northeim witterte nun Morgenluft, nach einer Ecke landete der Ball erneut nur am Aluminium des SVG-Tores.


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Die Gäste verfielen nun wieder in die Muster der ersten Hälfte, es häuften sich Ungenauigkeiten im Passspiel. Doch auch die Eintracht glänzte nicht, blieb offensiv vollkommen harmlos. Zweimal schoss die SVG noch aufs Tor, beide Male flog der Ball vorbei. Dann war Schluss.

„Für die Zuschauer war es heute sicher kein Leckerbissen“, resümierte Erkner. Die vielen Torchancen seien aber eher den beiden nicht sattelfesten Defensivreihen geschuldet, denn „in der Offensive fehlte beiden Teams ein bisschen der Punch“. Und: „Wir müssen von unserem hohen Ross herunterkommen. Wir stehen da, wo wir momentan tabellarisch hingehören“, nämlich auf Platz acht von zehn Mannschaften.

Von Tobias Christ