27. September 2020 / 19:34 Uhr

SVG: Hattrick von Justin Taubert bei Kantersieg über Lupo Martini Wolfsburg

SVG: Hattrick von Justin Taubert bei Kantersieg über Lupo Martini Wolfsburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Konzentrierte Leistung: Der SVGer Richard Hehn (l.) im Zweikampf mit Wolfsburgs Elvir Zverotic.
Konzentrierte Leistung: Der SVGer Richard Hehn (l.) im Zweikampf mit Wolfsburgs Elvir Zverotic. © Pförtner
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Die SVG Göttingen hat am vierten Spieltag der Fußball-Oberliga Niedersachsen Lupo Martini Wolfsburg im heimischen Krüger Park am Sandweg mit 5:0 (0:0) bezwungen. Damit sind die Göttinger neuer Spitzenreiter.

Die SVG Göttingen ist nach einem 5:0 (0:0)-Heimerfolg über Lupo Martini Wolfsburg auf den ersten Tabellenplatz der Fußball-Oberliga Niedersachsen geklettert. Dabei erzielte der eingewechselte Justin Taubert innerhalb von wenigen Minuten einen lupenreinen Hattrick.

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Die Göttinger waren am vierten Spieltag vor 300 Zuschauern auf einen Gegner getroffen, der das Spiel anfangs offen hielt, dem in der zweiten Hälfte aber ein wenig die Kondition ausging. Das nutzten die Hausherren eiskalt mit fünf Toren aus, die allesamt in der zweiten Hälfte fielen.

Mit 5:0 fertigt die SVG Göttingen Lupo-Martini Wolfsburg ab. Zur Galerie
Mit 5:0 fertigt die SVG Göttingen Lupo-Martini Wolfsburg ab. © Swen Pförtner

Im der ersten Halbzeit hatte es auf beiden Seiten nur wenige Torchancen gegeben. In der 5. Minute kam die SVG zu einer ersten Torgelegenheit durch Ali Ismail, der allein vor dem gegnerischen Tor zum Schuss kam. Der Ball wurde jedoch vom Torwart der Wolfsburger gehalten. Die Gäste hatten ihre beste Gelegenheit in der 30. Minute durch einen Schuss von Rocco Tuccio.

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In der zweiten Hälfte kamen die Wolfsburger etwas besser aus der Pause. Zunächst traf Tuccio die Latte, und dann musste der Göttinger Torwart Dennis Henze einen Schuss von Elvir Zverotic parieren.

In der 64. Minute gab es einen Eckball für die SVG, den Lukas Presch in den Strafraum brachte. Dort kam der Göttinger Verteidiger Andre Weide zum Kopfball, den er am Torwart vorbei ins gegnerische Tor beförderte. Unmittelbar nach dem 1:0 kam Nicolas Krenzek im Wolfsburger Strafraum zu Fall, und Schiedsrichter Patrick Herbach entschied auf Strafstoß für die SVG, den Lukas Presch zum 2:0 für die Hausherren verwandelte. Nach diesem Doppelschlag kamen die Wolfsburger kaum noch zu größeren Torchancen.

Drei Treffer von Justin Taubert in drei Minuten

Anschließend wechselten beide Trainer das erste Mal durch. Unter anderem brachte SVG-Trainer Dennis Erkner Justin Taubert ins Spiel, was sich als sich als guter Schachzug erweisen sollte. Denn nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung traf Taubert in der 81. Minute nach einer Vorlage von Presch zum 3:0. Nur eine Minute später stand Taubert erneut vor dem gegnerischen Tor und stocherte den Ball zum 4:0 über die Linie. Den lupenreinen Hattrick machte Taubert dann in der 84. Minute perfekt, als der Göttinger zum 5:0 für die SVG traf. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Herbach die Begegnung ab.

Nach dem Spiel gratulierte Gäste-Trainer Giampiero Buonocore der SVG zum Erfolg: „Gratulation zum verdienten Sieg. Nach dem Elfmeter waren wir raus. Wir sind nach 60 Minuten in vielen Situationen den Gegnern hinterhergerannt.“ Auch die hohe Belastung in den vergangenen Tagen sei ein Grund für die konditionellen Schwächen gewesen. Die Partie gegen die Göttinger war das dritte Pflichtspiel in acht Tagen für die Wolfsburger.

SVG-Trainer Dennis Erkner bestätigte die Analyse des Gästetrainers: „Wir haben hinten raus mehr Körner gehabt. Wir haben dann auf ein 4-4-2 mit Angriffspressing umgeschaltet. Das ist riskant und kann auch nach hinten losgehen. In dem Fall hat es aber geklappt.“ Scherzhaft fügte Erkner hinzu: „Es hat auch geholfen, dass Justin sauer war, dass ich ihn nicht aufgestellt habe.“

Trainer Erkner lobt Torschützen Andre Weide

Ein besonderes Lob des Trainers ging noch in Richtung des 1:0-Torschützen Weide: „André ist ein frecher Typ. Wir haben in der Woche Ecken trainiert und wollten das gegen Lupo ausnutzen. André hat sich die Wege angeguckt und das umgesetzt. Der Junge ist sehr stark im Kopf.“

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Während des Spiels herrschte wegen der neuen Corona-Verordnung Alkoholverbot im Stadion, was den Betreiber der Vereinsgaststätte Uli Janz maßlos ärgerte. „Wir haben am Donnerstag das Bier eingekauft und am Freitag wurde das Verbot beschlossen.“ Dadurch drohe ein Verlust in Höhe von etwa 1500 Euro für den Gaststättenbesitzer. Einige Besucher seien zwar auf andere Getränke wie Wasser oder Kaffee ausgewichen, dennoch falle einiges an Einnahmen weg.

Von Pascal Wienecke