07. August 2017 / 11:42 Uhr

SVG sorgt für Sensation im NFV-Pokal Frauenfußball

SVG sorgt für Sensation im NFV-Pokal Frauenfußball

Mark Bambey
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
SVG Limmer
SVG´s Caroline Müller setzt sich im Zweikampf energisch durch. © Schneemann
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Schwarz-Weiße bezwingen favorisierten Regionalligisten TSV Limmer mit 4:3 (0:0) nach Elfmeterschießen

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Die SVG Göttingen hat für eine Sensation gesorgt: Die Oberliga-Fußballerinnen warfen in der ersten Runde des NFV-Pokals den favorisierten Regionalligisten TSV Limmer mit 4:3 (0:0) nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb.

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"Ich kann es gar nicht richtig fassen. Damit konnten wir überhaupt nicht rechnen", sagte SVG-Trainerin Sandra Hallmann nach der Partie. Ein Klassenunterschied war während der 90 Minuten nicht zu sehen, auch wenn die Gäste feldüberlegen waren. Dem TSV bleibt als Regionalligist noch der DFB-Pokal. "Ich kann zu Limmer nichts sagen. Ich hoffe nur, dass sie noch stärkere Spielerinnen haben, denn das war kein Regionalliga-Niveau", sagte Hallmann.

Gegen die tief stehenden Gastgeberinnen hatte der hohe Favorit Mühe, sich Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Geschickt verschob die von Hallmann und Dankward Morin gecoachte SVG in der Defensive, sodass Limmer keine Räume fand, um Tempo aufzubauen. So dauerte es bis zur 16. Minute, ehe die Zuschauer die erste Chance sahen. Nach einer Unachtsamkeit war Julie Steckhan frei, die jedoch aus kurzer Distanz verzog. In der 23. Minute rettete dann SVG-Keeperin Danica Lakemann ihrem Team das Remis. Sie bügelte mit einer starken Fußabwehr einen Fehler ihrer Innenverteidigerin Paula Monecke aus, die sich gegen Limmers Denise Baar verschätzt hatte.



Chancen für die Gastgeberinnen gab es in der ersten Hälfte nicht. Die Kontertaktik brachte keinen Erfolg, weil die einzige Spitze auf sich alleine gestellt war. Caroline Müller investierte läuferisch viel, allerdings waren die Abstände zu ihren zu langsam umschaltenden Teamkameradinnen zu groß.

Nach der Pause agierte die SVG ein wenig mutiger. Aus einem 4-2-3-1 wurde ein 4-4-2-System. Müller hatte nun Unterstützung, ohne dass die SVG die Defensive vernachlässigte. So ergaben sich drei gute Kontermöglichkeiten, die Müller (58.), Mira Marie Hippe (63.) und Julia Andrea Stahl (74.) aber nicht nutzen konnten. Der TSV kam gegen die von der überragend agierenden Innenverteidigerin Meike Lüttich organisierten SVG-Defensive lediglich noch zu einer guten Chance. Doch erneut war Torhüterin Lakemann zur Stelle und klärte mit dem Fuß (83.).

Im Elfmeterschießen krönte Lakemann ihre starke Leistung dann mit einem parierten Schuss. Als TSV-Torhüterin Wolf den fünften Elfmeter an den Außenpfosten setzte, stand um 15:03 Uhr der Triumph des Außenseiters fest.