10. Januar 2022 / 13:42 Uhr

SVG-Torjäger Gahrmann: Erinnerungen ans Debakel, Wiedersehen mit dem Lieblingsgegner 

SVG-Torjäger Gahrmann: Erinnerungen ans Debakel, Wiedersehen mit dem Lieblingsgegner 

Julian Voges
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hat bislang fünfmal in dieser Saison getroffen: Stürmer Florian Gahrmann von der SV Gifhorn.
Hat bislang fünfmal in dieser Saison getroffen: Stürmer Florian Gahrmann von der SV Gifhorn. © Sebastian Preuß/Privat
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Der Ball ruht im Gifhorner Fußball-Kreis, so auch bei den Bezirksliga-Kickern der SV Gifhorn. Nachdem sich die Mannschaft um Torjäger Florian Gahrmann für die Meisterrunde qualifiziert hatte, missglückte dort allerdings der Start. Gahrmann spricht über ein Debakel und seine persönliche Ziele.

Winterpause in der Fußball-Bezirksliga: Nachdem sich die SV Gifhorn als Dritter der B-Staffel mit 18 Zählern für die Meisterrunde qualifiziert hatte, folgte dort ein Fehlstart. Die Mannschaft von Spielertrainer Tino Gewinner ging nach drei Partien als Tabellenletzter – mit einem Punkt und satten 14 Gegentoren – in die Corona-bedingt vorgezogene Winterpause. SV-Torjäger Florian Gahrmann blickt auf den bisherigen Saisonverlauf zurück, versucht, die derbe Klatsche in Barnstorf zu erklären und verrät, gegen wenn er besonders gern spielt.

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Das Debakel

Am zweiten Spieltag der Meisterrunde gab's für die Gewinner-Elf ein Debakel – beim SV Barnstorf kam Gifhorn mit 1:9 unter die Räder. „Ein kollektives Versagen der ganzen Mannschaft“, sagt Gahrmann, und das obwohl Wayne Rudt die Gäste bereits nach 60 Sekunden in Führung gebracht hatte. Eine richtige Erklärung findet auch der Stürmer bis heute nicht: „Das Ergebnis spricht für sich. Barnstorf ist eine der stärksten Mannschaften in dieser Staffel. Ich kann es trotzdem nicht genau wiedergeben, das Ergebnis ist einfach zu krass.“

Viele Verletzte

Mit Lukas Grega, Wayne Rudt und Arben Biboski fielen unmittelbar vor der Winterpause wichtige SV-Stammspieler verletzungsbedingt aus. Dazu brach mit Gewinner sowie Stefan Schulz die eigentliche Innenverteidigung weg. Auch das Duo musste aufgrund von Verletzungen passen. Doch es besteht Hoffnung: „Nach der Pause sind wohl alle wieder an Bord.“

Das besondere Spiel

Anfang September empfingen die Gifhorner in der Vorrunde den VfL Wahrenholz und gewannen die Begegnung letztlich mit 2:1. Dabei traf nach einer halben Stunde Gahrmann zur Führung. „Das war mein erstes Saisontor“, erinnert sich der 30-Jährige – aktuell hat der Rechtsfuß fünf Saisontreffer auf seinem Konto. „Ich war vor diesem Spiel auch lange am Knie verletzt. Somit in doppelter Hinsicht ein gelungener Nachmittag für mich“, erinnert sich Gahrmann. Sowieso: „Gegen Wahrenholz spiele ich immer gern. Generell hat der VfL eine Top-Truppe. Ich kenne dort viele Spieler, auch von früher. Deswegen macht das immer noch ein bisschen mehr Spaß." Schön für ihn, dass man sich in der Meisterrunde wiedersieht.

Die Stärken

Gahrmann, der sich bereits in der Landes- und Bezirksliga in Diensten des TuS Neudorf-Platendorf einen Namen als Top-Torjäger gemacht hatte, wechselte im Sommer 2020 vom Kreisligisten SV Westerbeck zur SV und fühlte sich vom ersten Tag an im Team pudelwohl. „Wir haben einen Mega-Zusammenhalt hier. Hier packt jeder mit an und hilft sich“, schwärmt „Grizi“, Gahrmanns Spitzname aus Westerbecker Zeiten in Anlehnung an sein Idol Antoine Griezmann von Atletico Madrid.

Persönliche Ziele

Für den weiteren Saisonverlauf hat sich Gahrmann einiges vorgenommen: „Als Stürmer möchte man immer viele Tore machen. Aber letztlich will ich der Mannschaft helfen, egal wie."