28. März 2016 / 21:05 Uhr

SVGE jubelt nach Thriller-Ende

SVGE jubelt nach Thriller-Ende

Hauke Rudolph
Göttinger Tageblatt
SVGE jubelt nach Thriller-Ende
SVGE jubelt nach Thriller-Ende © Schneemann
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Groß Ellershäuser besiegen im Kreispokal Seulingen mit 2:1

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Seulingen. Der TSV Seulingen gegen die SV Groß Ellershausen/Hetjershausen:  88 Minuten lang bekamen die Zuschauer nur Magerkost zu sehen. Doch dann wurde es dramatisch: In der 89. Minute erzielte die Heimelf den 1:1-Ausgleich, um mit dem Abpfiff noch ein Tor zu kassieren und mit 1:2 (0:0) aus dem Fußball-Kreispokal zu fliegen. Die SVGE steht dagegen im Viertelfinale.

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Als der Schuss von Kevin Kuhl  hinter TSV-Keeper Dennis Diedrich einschlug und Schiri Maurice Milczewski gleichzeitig abpfiff (91.), kannten die Gäste kein Halten mehr. Spieler, Ersatzbank, Trainer und Betreuer: Alles stürzte sich jubelnd auf den gerade einmal zehn Minuten zuvor eingewechselten Torschützen. Es war der absolute Höhepunkt einer Partie, bei der die Emotionen bis dahin eher durch missglückte Aktionen ausgelöst worden waren.

Vor allem bei den Platzherren lief wenig bis gar nichts zusammen. „So kann man doch kein Spiel aufziehen“, brüllte ein völlig erboster Ercan Beyazit, „ist denn alles, was wir besprochen haben, in der Kabine geblieben?“ Schließlich wusste sich der TSV-Coach nur noch in Galgenhumor zu flüchten. Nachdem die Gäste einen Ball ins Aus geschlagen hatten, spielte er demjenigen seiner Spieler, der den Einwurf ausführen sollte, die Kugel mit folgenden Worten zu: „Das ist dann wohl der erste Pass, der heute ankommt.“    



TSV Seulingen - SV Groß Ellershausen/Hetjershausen

TSV Seulingen - SV Groß Ellershausen/Hetjershausen Zur Galerie
TSV Seulingen - SV Groß Ellershausen/Hetjershausen © Schneemann

Die Leistung des TSV war also ganz schwach. Und die der SV? „Super“, jubelte Coach Matthias „Matze“ Knauf. Sein Team sei mit dem „allerletzten Aufgebot“ angetreten, von den eingesetzten Spielern hätten mehrere wegen Krankheit eigentlich zu Hause hinterm Ofen hocken müssen. Zur Pause hatte Knauf prophezeit, dass seine Elf um Minute 60 herum einbrechen und anschließend eine Packung kassieren würde. Doch das geschah nicht, zum einen, weil der TSV aus seiner Feldüberlegenheit nichts machte, zum anderen, weil die Gäste bis zum Schluss trotz offensichtlichen Kräftemangels aufopferungsvoll kämpften. Bestes Beispiel war Claudio Crapanzano, der, als Julian Wiesner außen abgedrängt war, „Ich komm’, ich helf dir“ brüllte, einen Sprint einlegte, Wiesners Pass annahm und den Ball anschließend in den gegnerischen Strafraum schlug. „Wir hätten den Sieg nicht verdient gehabt“, resümierte Beyazit nach Spielschluss. „Was wir gezeigt haben, war ganz schwach und ist schwer in Worte zu fassen.“ – Tore: 0:1 Kaden (47.), 1:1 Ö. Beyazit (89.,Foulelfmeter), 1:2 Kuhl (91.).