22. September 2020 / 16:59 Uhr

Nach Szalai-Aus bei Mainz 05: Berater attackiert Klub - "Kann nicht ernst gemeint sein"

Nach Szalai-Aus bei Mainz 05: Berater attackiert Klub - "Kann nicht ernst gemeint sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Adam Szalai ist beim 1. FSV Mainz aussortiert worden. Sein Berater ist damit nicht einverstanden.
Adam Szalai ist beim 1. FSV Mainz aussortiert worden. Sein Berater ist damit nicht einverstanden. © imago images/Martin Hoffmann
Anzeige

Adam Szalai wird nicht mehr für Mainz 05 auflaufen. Der Bundesligist kündigte am Montag an, dass sich der ungarische Stürmer einen neuen Verein suchen kann. Via "Bild" hat sich nun der Berater des 32-Jährigen zu Wort gemeldet. Er vermutet, dass die Szalai-Freistellung nicht nur sportliche Gründe hat.

Anzeige

Adam Szalai und der 1. FSV Mainz 05: Diese Beziehung ist wohl nicht mehr zu kitten. Noch am Montag hatte der Bundesligist mitgeteilt, dass sich der ungarische Torjäger einen neuen Verein suchen kann: "Wir haben Adam mitgeteilt, dass er in unseren sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen wird", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder der dpa. Schröder begründete die Freistellung damit, dass es unwahrscheinlich sei, dass Szalai "die von ihm erhofften Einsatzzeiten in dieser Saison" erhalten werde. Für Szalais Berater Oliver Fischer ist der Umgang des Klubs mit seinem Stürmer ein No-Go: "Das Vorgehen von Mainz 05 macht fassungslos und kann nicht akzeptiert werden. Weder auf noch neben dem Platz hat sich Adam etwas zu schulden kommen lassen", sagte Fischer nun der Bild.

Anzeige

Der Spielerberater vermutet gar, dass hinter der Freistellung seines Schützlings mehr als nur sportliche Gründe stecken könnten. Schließlich habe Szalai in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den TSV Havelse (5:1) noch ein Tor erzielt. "Dass es dann kurze Zeit später sportlich nicht mehr reichen soll und gar der Ausschluss vom Mannschaftstraining erfolgen soll, kann nicht ernst gemeint sein", wütete Fischer und teilte gegen den Klub aus. "Es ist für jedermann offensichtlich, dass die ausgesprochene Freistellung keine reinen sportlichen Gründe haben kann." Zumal Szalai auch wegen "coronabedingter Gehaltsstundung jederzeit vorangegangen" sei.

Mehr vom SPORTBUZZER

Der 32-Jährige, der seine Karriere als Teil der "Bruchweg-Boys" an der Seite von Weltmeister André Schürrle und Lewis Holtby bei den Mainzern begonnen hatte, war 2019 von der TSG Hoffenheim zu den Rheinhessen zurückgekehrt. In der vergangenen Saison schoss er in 27 Spielen für die Mainzer ein Tor. Am Sonntag stand er gegen Leipzig (1:3) zum Auftakt der Bundesliga nicht im Kader.