21. März 2021 / 10:02 Uhr

Vereinslegende Tabea Kemme will Präsidentin von Turbine Potsdam werden

Vereinslegende Tabea Kemme will Präsidentin von Turbine Potsdam werden

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Tabea Kemme
Tabea Kemme © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Ex-Spielerin kündigt Kandidatur für die Mitgliederversammlung am 30. Mai an. Dafür hat sie bereits einen Fünf-Punkte-Plan erarbeitet und ein Kompetenzteam zusammengestellt.

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Überraschung bei Turbine Potsdam: Ex-Spielerin Tabea Kemme kandidiert am 30. Mai für das Amt der Vereinspräsidentin. Das geht aus einer Mitteilung der Olympiasiegerin hervor, die dem SPORTBUZZER vorliegt. "Zusammen mit einem Team von erstklassigen Fachleuten aus dem Frauenfußball-Sportbereich, Experten aus Medien und Unternehmen, will ich Turbine Potsdam zu alter Stärke zurückführen", schreibt die 29-Jährige darin. In den vergangenen Monaten habe Sie mit ihrem Team ein Fünf-Punkte-Programm entwickelt, wie dies gelingen soll.

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„Ich bin in Kontakt mit vielen Spielerinnen und Fanvertretern. Sie unterstützen mein Vorhaben. Mit meinem Team will ich Turbine voranbringen“, sagte die 29-Jährige der „Bild am Sonntag“. „Mein Ziel ist es, die Bedingungen im Verein zu professionalisieren. Im Scouting, der medizinischen Versorgung.“ Sie wolle am 30. Mai bei der Mitgliederversammlung gegen den Präsidenten Rolf Kutzmutz antreten, hieß es weiter.

Vom 1. FFC Turbine Potsdam zu Arsenal: Die Karriere von Tabea Kemme in Bildern.

Vom 1. FFC Turbine Potsdam zu Arsenal: Die Karriere von Tabea Kemme in Bildern. Zur Galerie
Vom 1. FFC Turbine Potsdam zu Arsenal: Die Karriere von Tabea Kemme in Bildern. ©

Kemme hatte ihre Karriere Anfang 2020 wegen anhaltender Verletzungsprobleme im Alter von 28 Jahren beendet. Die Defensivspielerin absolvierte 47 Länderspiele für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Mit der U 17-Auswahl holte sie 2008 den EM-Titel, mit der U 20 wurde sie 2010 Weltmeisterin. Nach zwölf Jahren in Potsdam, in denen Kemme die Champions League und viermal die deutsche Meisterschaft gewann, war sie 2018 nach England zum späteren Meister FC Arsenal gewechselt. Im März 2018 war vor ihrem Wechsel nach London ein schwerer Knorpelschaden diagnostiziert worden.