04. September 2019 / 11:08 Uhr

Tabellenführer über Nacht: Deshalb ist der SC DHfK Leipzig gerade so erfolgreich

Tabellenführer über Nacht: Deshalb ist der SC DHfK Leipzig gerade so erfolgreich

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Philipp Weber schreit seine Freude heraus: Der SC DHfK steht (vorübergehend) ganz oben.
Philipp Weber schreit seine Freude heraus: Der SC DHfK steht (vorübergehend) ganz oben. © Christian Modla
Anzeige

Drei Spiele, drei Siege - es läuft derzeit für die Handballer des SC DHfK Leipzig. Nach dem jüngsten Erfolg gegen Stuttgart wollte die Schlange der Gratulanten gar nicht enden. Für die Grün-Weißen ist die Euphoriewelle eine Wohltat.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Bei DHfK-Manager Karsten Günther ist das Smartphone nach dem 31:28-Sieg am Dienstag gegen den TVB Stuttgart fast explodiert. „Ständig haben mir Leute die Tabelle geschickt und sich mit uns gefreut“, so der 38-Jährige. Kein Wunder: Auf Platz eins stehen die Handballer des SC DHfK Leipzig. Das ist freilich eine Momentaufnahme, wahrscheinlich nur für eine Nacht. Dann spielen weitere Teams in der Bundesliga und können noch an den Sachsen vorbeiziehen.

Dennoch: Die Arena war nach dem Schlusspfiff elektrisiert. Viele Fans verfolgten im Liveticker die letzten Sekunden zwischen Wetzlar und Flensburg. Mit dem Ausgleich der Hessen per Siebenmeter in der Schlusssekunde war klar: Leipzig klettert an die Tabellenspitze und gewinnt damit das Fernduell gegen den Deutschen Meister.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Heimsieg gegen den TBV Stuttgart

SC DHfK Leipzig - TVB Stuttgart (31:28) Zur Galerie
SC DHfK Leipzig - TVB Stuttgart (31:28) ©
Anzeige

Gute Mischung im Team

Von RB Leipzig meldeten sich gleich einige Spieler und Verantwortliche bei ihren Handballkollegen. Die Botschaft war immer dieselbe: „Geil, wir sind jetzt beide Tabellenführer.“ Für die Grün-Weißen ist es Balsam auf die geschundenen Seelen der Vorsaison, als der Start völlig in die Hose ging und sich die Mannschaft plötzlich im Abstiegskampf befand.

In dieser Saison ist alles anders. Das Team ist neu aufgestellt. Zu verdienten DHfK-Spielern sind auf der einen Seite gestandene Profis wie Philipp Müller und auf der anderen Seite hungrige Jungspunde wie Luca Witzke dazu gekommen. „Es tut uns gut zu wissen, wenn einer mal nicht funktioniert, dass der Nächste kommt“, sagt Nationalspieler Philipp Weber.

Mehr zum SC DHfK

Und Manager Günther hat noch eine andere Sache ausgemacht: „Die Jungs agieren als Mannschaft und akzeptieren ihre Rollen. Wir haben eine Breite und Tiefe im Team, dass wir wechseln und Kräfte verteilen können“, sagt er.

Nicht zuviel über die Tabelle "quatschen"

Klar, Trainer André Haber drückt auf die Euphoriebremse. „Bitte bewertet die Tabellenführung nicht über“, so der Coach. Er hat nur wenige Stunden Zeit, die Mannschaft richtig regenerieren zu lassen und dann gleich wieder auf die nächste Aufgabe in Friesenheim vorzubereiten. Die Anreise ist mit den 500 Kilometern Entfernung heftig. Das gilt aber für beide Seiten. Die Eulen mussten am Dienstag in Kiel antreten, verloren mit 27:30 nur knapp und fuhren sogar gut 600 Kilometer wieder nach Hause.

Deshalb meint auch Karsten Günther: „Am Donnerstag ist es egal, ob wir auf Fünfzehn, Achtzehn oder Eins stehen, da will Friesenheim gegen uns gewinnen. Wenn wir zu viel über die Tabelle quatschen, dann bekommen wir auf den Sack“, so der Manager.

Mit einem Erfolg gegen Friesenheim und einem weiteren Heimsieg anschließend zu Hause gegen Göppingen stände der SC DHfK mit 10:0 Punkten blendend da und würde anschließend die Augen von ganz Handball-Deutschland auf sich ziehen. Am 22. September folgt dann das Auswärtsspiel beim Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. Es wäre nicht nur die Spitzenbegegnung, sondern auch eine Standortbestimmung, wie weit die Leipziger schon auf ihrem Weg nach Europa sind.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt