30. November 2019 / 14:57 Uhr

Tabellenletzter! Dynamo Dresden verliert daheim mit 1:2 gegen Kiel

Tabellenletzter! Dynamo Dresden verliert daheim mit 1:2 gegen Kiel

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
30.11.2019, Sachsen, Dresden: Fußball: 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Holstein Kiel, 15. Spieltag, im Rudolf-Harbig-Stadion. Kiels Aleksandar Ignjovski (l) in Aktion gegen Dynamos Jannis Nikolaou. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Dynamo Dresdens Jannis Nikolaou versucht die Flanke des Kielers Aleksandar Ignjovski zu verhindern. © dpa
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Das Team von Trainer Cristian Fiel verlor die fünfte Partie in Folge gegen die Gäste von der Förde. Der Anschlusstreffer durch Florian Ballas zehn Minuten vor Spielende konnte nicht mehr die Wende zu Gunsten der Schwarz-gelben einläuten. 

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Dresden. Für Dynamo Dresden gibt es gegen Holstein Kiel erneut nichts zu holen. Mit 1:2 verloren die Schwarz-Gelben am Sonnabend ihr Zweitliga-Heimspiel vor 24811 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 1:2. Iyoha und Özcan brachten Kiel vor der Pause in Führung, das Anschlusstor von Florian Ballas (79.) kam zu spät. Schlimmer noch: Durch diese Pleite fiel Dynamo auf den letzten Tabellenplatz zurück. Trainer Cristian Fiel stellte seine Mannschaft nach der 1:2-Niederlage beim Hamburger SV auf zwei Positionen um: Florian Ballas rückte für Brian Hamalainen in die Startelf, der in den Vortagen an einer Magen-Darm-Infektion gelitten hatte. Zudem bekam René Klingenburg eine neue Chance im offensiven Mittelfeld, Baris Atik nahm dafür auf der Bank Platz.

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Holstein Kiel bleibt der Angstgegner der SG Dynamo Dresden. Die Gäste von der Förde entschieden durch den 2:1-Erfolg auch die fünfte Zweitliga-Begegnung gegen die Sachsen für sich. Zur Galerie
Holstein Kiel bleibt der Angstgegner der SG Dynamo Dresden. Die Gäste von der Förde entschieden durch den 2:1-Erfolg auch die fünfte Zweitliga-Begegnung gegen die Sachsen für sich. ©
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Zu Beginn agierte Dynamo gegen seinen Angstgegner – die bisher vier Zweitliga-Vergleiche mit den „Störchen“ gingen bei einem Torverhältnis von 0:12 allesamt verloren – beinahe übervorsichtig. Die Gäste von der Förde stellten die Heimelf aber auch sehr gut zu, machten viele Anspielstationen zunichte, allerdings war bei den Dresdnern auch zu wenig Variabilität und Bewegung drin. In der 11. Minute gab es nach einer Kombination über links von Kapitän Niklas Kreuzer und Alexander Jeremejeff immerhin einen ersten Eckball für Dynamo, den Kreuzer selbst nicht ungefährlich trat, doch Kiels Schlussmann Ioannis Gelios faustete den Ball aus dem Strafraum. Weite Teile der Partie hatten sich im Mittelfeld abgespielt, nach vorn ging auf beiden Seiten nicht viel.

Kiel trifft mit der ersten Chance

Beim ersten gefährlichen Vorstoß der Holsteiner klingelte es dann aber auch prompt im Dresdner Tor. Bei Serras Pass auf Jae Sung Lee auf die linke Außenseite war Kevin Ehlers zu weit weg und ließ die Hereingabe zu. Die landete in der Strafraummitte bei Emmanuel Iyoha. Der Ex-Auer hielt, von Jannik Müller nicht entscheidend gestört, nur den Fuß dran und der Ball rollte ins Tor zum 0:1 (15.). Die kalte Dusche bei winterlichen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt beantwortete Dzenis Burnic nach einer Einzelaktion mit einem Versuch aus der Distanz, doch Gelios hielt sicher (16.). Als die Kieler wenig später am Strafraum nicht klären konnten, landete der Ball bei Kreuzer, dessen Abschluss jedoch zu harmlos war und von Gelios entschärft wurde (18.).

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(1) Kevin Broll: Hat in der ersten Hälfte insgesamt sehr wenig zu tun, kassiert aber bei einem der wenigen Kieler Torschüsse unschuldig das 0:1 (15. Minute) – auch, weil Jannik Müller in der Mitte nur neben dem Torschützen steht und keinen Zugriff aufs Leder bekommt. Auch beim zweiten Tor der Gäste in der 30. Minute von seinen Vordermännern – in diesem Fall allen voran Florian Ballas – sträflich im Stich gelassen. In Halbzeit zwei mit gewohnt solider Leistung. Kann die Niederlage aber nicht verhindern. Note 3 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Hat in der ersten Hälfte insgesamt sehr wenig zu tun, kassiert aber bei einem der wenigen Kieler Torschüsse unschuldig das 0:1 (15. Minute) – auch, weil Jannik Müller in der Mitte nur neben dem Torschützen steht und keinen Zugriff aufs Leder bekommt. Auch beim zweiten Tor der Gäste in der 30. Minute von seinen Vordermännern – in diesem Fall allen voran Florian Ballas – sträflich im Stich gelassen. In Halbzeit zwei mit gewohnt solider Leistung. Kann die Niederlage aber nicht verhindern. Note 3 ©

Doch das war es auch schon wieder mit Dynamos Zwischenoffensive. Der zentral hinter den Spitzen agierende René Klingenburg agierte im Spielaufbau, sofern er daran überhaupt teilnahm, mehr als unglücklich und holte sich beim Unterbinden eines gegnerischen Konters die gelbe Karte ab. Insgesamt war das Spiel der SGD nach vorn zu mau und zaghaft, es gab zu viele leichte Ballverluste. Nach einer halben Stunde kam dann fast folgerichtig auch das 0:2 für die Kieler, die dafür nicht mal enormen Aufwand betreiben mussten. Ein weiter, wenn auch an sich traumhafter und zielgenauer Pass von Janni Serra, der mit einer einfachen Finte im Mittelkreis gleich mehrere Dresdner genarrt hatte, genügte als Dosenöffner: Salih Özcan ließ Florian Ballas im Laufduell alt aussehen und schloss eiskalt ab (30.).

Dynamo Dresden ohne Ideen

Von Dynamo kam diesmal kaum eine Reaktion. Einzig Max Kulkes verunglückte Flanke, die bei einem zunächst halbwegs vielversprechend aussehenden Angriff im Toraus landete, ließ sich noch als Halbchance verbuchen (33.). Wirklich gefährlich wurde es aber nur auf der anderen Seite: Kiels Aleksandar Ignjovski schoss den Ball aber aus spitzem Winkel über Kevin Brolls Gehäuse (38.). Die Holsteiner waren einmal mehr der Herr im Rudolf-Harbig-Stadion. Die SGD probierte es erneut mit ihrem riskanten, zu langsamen und wenig ertragreichen Spielaufbau ab dem eigenen Strafraum und griff mehrfach mutlos zu Rückpässen, was die Fans zunehmend mit Unmut aufnahmen. Als Schiedsrichter Christof Günsch nach 45 Minuten pünktlich zur Pause bat, bekamen die Schwarz-Gelben ein gellendes Pfeifkonzert zu hören.

Cristian Fiel reagierte mit einem Doppelwechsel und Systemumstellung. Chris Löwe ersetzte Niklas Kreuzer auf der linken Außenverteidigerposition. Für Jannis Nikolaou kam der offensivere Baris Atik ins Spiel. Jannik Müller übernahm nicht nur die Kapitänsbinde, sondern rückte auch ins defensive Mittelfeld auf. Die Schwarz-Gelben spielten nun mit einem Innenverteidiger weniger, also mit einer Viererkette. Nun wirkte Dynamo wacher, dennoch dauerte es bis zur 54. Minute, als die erste richtig gute Torgelegenheit zu verbuchen war. René Klingenburg bekam den Ball vom gegnerischen Verteidiger Jonas Meffert serviert, schoss aus fast idealer Position in der Strafraummitte aber rechts am Tor vorbei. Weiterhin ging nach vorn aber zu wenig. Die Holsteiner lauerten derweil auf Konterchancen.

Anschlusstreffer durch Florian Ballas

Die zwei Abschlüsse von René Klingenburg in der 68. (drüber) und 70. Minute (abgefälscht) lassen sich höchstens als Halbchancen verbuchen. Mit seinem dritten und letzten Wechsel für diese Partie warf Fiel nun alles nach vorn. Luka Stor kam für Dzenis Burnic (70.), Kapitän Jannik Müller war als vormaliger Innenverteidiger nun Einzelkämpfer im defensiven Mittelfeld. Während die Kieler Fans feierten, schien sich der K-Block angesichts der neuen Situation in der Tabelle – Dynamo ist Tabellenletzter – schon mit dem bevorstehenden Abstieg abzufinden und sang minutenlang: „Dritte Liga tut schon weh, scheißegal, oh SGD.“ Das Spiel plätscherte derweil vor sich hin: Kiel tat nur das Nötigste und die Gastgeber erwiesen sich auf dem Weg nach vorn wiederholt als unfähig.

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Ole Werner (Holstein Kiel): Wir sind zufrieden mit dem Spiel, vor allem mit der ersten Halbzeit. Viel davon, was wir uns vorgenommen haben, haben wir umgesetzt. In der zweiten Halbzeit hätten wir es besser zu Ende spielen müssen. Wie es dann so ist: Der Gegner riskiert alles, bei uns werden die Füße ein bisschen müde und wir kommen hinten raus ins Schwimmen. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, ohne große Chancen zuzulassen. So sind wir insgesamt zufrieden. Zur Galerie
Ole Werner (Holstein Kiel): "Wir sind zufrieden mit dem Spiel, vor allem mit der ersten Halbzeit. Viel davon, was wir uns vorgenommen haben, haben wir umgesetzt. In der zweiten Halbzeit hätten wir es besser zu Ende spielen müssen. Wie es dann so ist: Der Gegner riskiert alles, bei uns werden die Füße ein bisschen müde und wir kommen hinten raus ins Schwimmen. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, ohne große Chancen zuzulassen. So sind wir insgesamt zufrieden." ©

Nicht wenige SGD-Anhänger wähnten das Spiel zu Beginn der Schlussviertelstunde verloren, da Dynamo offensiv kaum etwas zu Stande brachte. Plötzlich aber fasste sich mit Florian Ballas ausgerechnet einer der wenigen verbliebenen Defensivakteure bei der SGD ein Herz, marschierte auf den gegnerischen Sechzehner zu und zog ab. Baris Atik duckte sich, fälschte das Geschoss aber mit seinem Rücke noch entscheidend ins linke Eck ab (79.). Das 1:2 aus Dresdner Sicht – Dynamos erstes Zweitliga-Tor gegen die „Störche“ – weckte natürlich doch noch einmal neue Hoffnung. Jannik Müllers Distanzschuss war dann aber schon halb aus der Verzweiflung und ging deutlich über das Kieler Tor (85.). Luka Stors Versuch aus 20 Metern von halblinks konnte Gelios parieren (88.).

In der dreiminütigen Nachspielzeit ließen die Kieler nichts mehr anbrennen. Da zeitgleich Wehen Wiesbaden gegen den 1. FC Nürnberg gewann, ist die SGD nun Tabellenletzter. Es wird eine bittere Adventszeit für Cristian Fiel und sein Team. Nächstes Wochenende geht es mit dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen weiter.

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