13. Februar 2020 / 13:17 Uhr

Tabellenschlusslicht Falkensee-Finkenkrug empfängt Spitzenreiter RSV Eintracht

Tabellenschlusslicht Falkensee-Finkenkrug empfängt Spitzenreiter RSV Eintracht

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
In der Defensive um den routinierten Tom Buschke (l.) wollen sich die Falkenseer in der Brandenburgliga-Rückrunde wesentlich stabiler präsentieren.
In der Defensive um den routinierten Tom Buschke (l.) wollen sich die Falkenseer in der Brandenburgliga-Rückrunde wesentlich stabiler präsentieren. © Benjamin Feller
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Brandenburgliga: Falkenseer bestreiten erste Partie unter Trainer Matthias Stuck - RSV Eintracht 1949 klarer Favorit.

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Die am letzten Spieltag der Hinrunde ausgefallene Begegnung zwischen dem SV Falkensee-Finkenkrug und dem RSV Eintracht 1949 ist das einzige Spiel der Fußball-Brandenburgliga, das aus der ersten Halbserie noch offen nicht. Mit dem Nachholduell des am Tabellenende liegenden Abstiegskandidaten aus der havelländischen Gartenstadt gegen den an der Spitze stehenden Aufsteiger aus Stahnsdorf wird am Sonnabend die Rückrunde im neuen Jahr eröffnet.

Auf Falkenseer Seite ist es zugleich das erste Punktspiel unter dem neuen Trainer Matthias Stuck, der Anfang Dezember vor dem ursprünglich geplanten RSV-Spiel das Amt vom glücklosen Coach André Bittner übernahm. Damals verhinderte ein nach lang anhaltenden Regenfällen aufgeweichter Rasenplatz an der Finkenkruger Leistikowstraße die Austragung der Begegnung, diesmal sieht es danach aus, dass die Partie stattfindet.

Eintracht-Elf will Vorsprung weiter ausbauen

An den Vorzeichen für das Spiel hat sich wenig geändert. Die RSV-Elf von Trainer Patrick Hinze, die eine starke Hinrunde hingelegt hat, und mit fünf Punkten vor dem freiwilligen Oberliga-Absteiger vom SV Altlüdersdorf und sogar acht Zählern vor dem TuS Sachsenhausen den ersten Platz belegt, ist klar in der Favoritenrolle.

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Und dieser Rolle will die Eintracht-Mannschaft auch gerecht werden. „Wir wollen den nächsten Schritt machen und den Abstand vergrößern“, sagte Coach Hinze. Angesichts der sehr guten Ausgangslage nimmt der Verein aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark in der zweiten Halbserie der Brandenburgliga den zweiten Aufstieg in Folge ins Visier. „Wir sind in einer absolut komfortablen Situation und wollen zu 100 Prozent hoch. Wir fangen aber nicht an zu träumen oder zu rechnen. Wir arbeiten kontinuierlich weiter. Die Jungs dürfen sich in der Rückrunde nicht unter Druck setzen lassen“, sagte Trainer Patrick Hinze, der für die Zielstellung der Mannschaft auf die volle Unterstützung der Vereinsführung setzen kann.

Personell gab es in der Winterpause nur wenig Veränderungen in der RSV-Elf. Mit Loic Nawrot (Schott Jena) und Luca Krüsemann (SV Zehdenick) konnten zwei Neuzugänge begrüßt werden, die schon im Nachwuchs im Stahnsdorfer Verein gespielt haben. Dazu verlängerten einige Leistungsträger vorzeitig ihre Verträge.

Falkenseer wollen dem Favoriten das Leben schwer machen

Nicht so rosig ist dagegen die Ausgangslage beim SV Falkensee-Finkenkrug vor der Rückrunde. Mit lediglich sieben Punkten belegt der „Brandenburgliga-Dino“ aus dem Havelland, der von allen Vereinen am längsten in der höchsten Liga des Landes spielt, den 16. und letzten Tabellenplatz hinter dem FSV Bernau (9) und dem FC Eisenhüttenstadt (10), der als Vierzehnter den ersten Nichtabstiegsrang belegt. Mit einem Sieg über den Spitzenreiter aus Stahnsdorf könnten die Falkenseer zwar die Rote Laterne abgeben, aber damit rechnen wohl nur die kühnsten Optimisten im FF-Lager.

Zwar lief die Vorbereitung bei den Falkenseern unter dem neuen Trainerteam recht gut und für ein abstiegsbedrohtes Brandenburgliga-Schlusslicht konnten sich auch die Ergebnisse in den Testspielen gegen allerdings durchweg unterklassige Gegner sehen lassen. Coach Stuck legte einen Schwerpunkt auf die Stabilisierung der Defensive und mit Özkan Yilmaz, Amoako Mannah (beide FC Spandau 06), Kevin Nofz (reaktiviert) und Simon Thümmler (Werderaner FC) konnten auch vier Neuzugänge getätigt werden.

Der neue Falkenseer Trainer erkennt aber auch an, dass die RSV-Elf als Spitzenreiter im Nachholspiel der klare Favorit ist. „Wir wollen es der Eintracht-Mannschaft bei uns nicht zu leicht, sondern so schwer wie möglich machen. Vielleicht können wir den Favoriten ja ärgern und vielleicht unterschätzen sie uns ja auch als Gegner“, meinte Matthias Stuck. Er weiß andererseits auch, dass der Spitzenreiter der Tabelle nicht die Mannschaft ist, gegen die die Falkenseer unbedingt für den Klassenerhalt punkten muss. Eine Steigerung gegenüber vielen Auftritten in der Hinrunde sollte aber schon zu erkennen sein.

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