28. März 2021 / 20:49 Uhr

Tägliche Corona-Schnelltests: Bei Dynamo Dresden wird noch strenger kontrolliert

Tägliche Corona-Schnelltests: Bei Dynamo Dresden wird noch strenger kontrolliert

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
DynamoDresden
Trainer Markus Kauczinski (l.) und seine Co-Trainer Ferydoon Zandi und Heiko Scholz (r.) verfolgen das Geschehen auf dem Platz. © Jochen Leimert
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Dynamo Dresden empfängt am Ostersonntag Hansa Rostock zum Ost-Duell. Während der Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen den Tabellenzweiten, muss die Mannschaft ab Donnerstag täglich einen Corona-Schnelltest machen, um keine neuen Infektionen zu riskieren.

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Dresden. Während in Sachsen die Osterferien beginnen und die Schulkinder weder Präsenz-Unterricht noch Home-Schooling erdulden müssen, starten die Drittliga-Profis von Dynamo Dresden an diesem Montag in eine ganz wichtige Woche, denn am Ostersonntag (14 Uhr) steht das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Hansa Rostock im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion auf dem Plan. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“ im Kampf um den Aufstieg, haben die Mecklenburger doch einen Lauf und nur noch einen Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter aus Sachsen.

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"Froh, dass wir spielen können"

Doch diese Woche bringt für die Schwarz-Gelben auch noch Neuerungen, denn gemäß der Richtlinien vom Verband werden die Spieler und Betreuer in der Endphase der Saison noch strenger in Sachen Corona überwacht. Durch die zunehmende Verbreitung neuer Mutationen des Covid-19-Virus hat sich die Gefahr neuer Infektionen deutlich erhöht. Dem wollen Verband, Liga und der Verein entgegenwirken, keine Ansteckungen, Krankheitsfälle und somit auch Quarantäne-Pausen riskieren. „Ab April soll das so gemacht werden, dass es jeden Tag Schnelltests gibt“, erklärt Trainer Markus Kauczinski. Diese Kontrollen werden zusätzlich zum weiter vorgeschriebenen PCR-Test durchgeführt, der einmal die Woche für alle im engeren Kreis um die Mannschaft herum fällig ist.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder zum Testspiel von Dynamo Dresden gegen Jena

Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. Zur Galerie
Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. ©

Dass nun jeder Spieler, Trainer und Masseur täglich ein Wattestäbchen tief in die Nasenhöhle gesteckt bekommt, das nimmt Kauczinski gelassen hin: „Das ist halt so. Wir sind ja froh, dass wir spielen können. Wenn man sich das Schicksal von Jena anschaut, dann braucht man sich nicht zu beschweren.“ Die Thüringer, am vergangenen Donnerstag Testspielgegner in Dresden und Dynamos zweiter Reihe beim 0:5 klar unterlegen, konnten nur zwölf Spiele in der Regionalliga Nordost bestreiten. Sie mussten monatelang ohne Wettkampf auskommen und am Mittwoch auch noch den Abbruch der Meisterschaft in der 4. Liga hinnehmen.

Einem anderen alten Dynamo-Weggefährten aus der DDR-Oberliga ergeht es derzeit deutlich besser, denn Hansa Rostock darf wie Dynamo auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hoffen. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel hat ihre Generalprobe vor dem Kracher am Ostersonntag beim Tabellenführer in Dresden auch gewonnen. Die Profis von der Warnow besiegten am Sonnabend den Ligarivalen VfB Lübeck in einem Freundschaftsvergleich mit 3:0. Aaron Herzog (16.), Philip Türpitz (27.) und Max Reinthaler (37.) trafen im Rostocker Volksstadion in einem einseitigen Match für den Tabellenzweiten. Die Hanseaten können also mit breiter Brust an die Elbe reisen, in der Liga haben sie von den letzten 13 Spielen elf gewonnen, nur eins verloren. Zuletzt gab es vier Siege in Folge - keine schlechte Bilanz. Dynamo dürfte gewarnt sein.