04. April 2019 / 19:58 Uhr

Thomas Doll hat's schriftlich: Hannover 96 erteilt Spielverbot für Takuma Asano

Thomas Doll hat's schriftlich: Hannover 96 erteilt Spielverbot für Takuma Asano

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er darf nicht mehr: Takuma Asano von Hannover 96 soll nicht mehr zum Einsatz kommen.
Er darf nicht mehr: Takuma Asano von Hannover 96 soll nicht mehr zum Einsatz kommen. © 2019 Getty Images
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Es ist sicherlich nicht mehr entscheidend, ob Takuma Asano in dieser Saison noch für Hannover 96 spielt oder nicht. Trainer Thomas Doll muss jetzt allerdings nicht weiter über eine Aufstellung nachdenken, denn der Japaner darf aus einem bestimmten Grund nicht mehr auflaufen.

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Für den Abstiegskampf ist es nicht mehr entscheidend, ob Takuma Asano in dieser Saison noch für 96 spielt. Er lief fleißig und schnell, schoss aber kein Tor in der Liga, gab keine Torvorlage und war häufig verletzt. Kurzum: Er war selten eine Hilfe. Trainer Thomas Doll könnte auf ihn verzichten. Nun muss er es sogar. Der geliehene Asano kam mit einer komplizierten Klausel von Arsenal nach Hannover. Nun müsste 96 den Japaner bei einem weiteren Einsatz kaufen.

Anweisung von 96-Profichef Martin Kind

Manager Horst Heldt versuchte, die Kaufklausel von 3 Millionen Euro rauszuverhandeln. Klappte sogar zum Teil. Asano kostet nach den Verhandlungen zwar nicht mehr 3 Millionen Euro wie ursprünglich vertraglich vereinbart. Aber 96 ist der Preis von weit über einer Million immer noch zu heiß.

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96-Profichef Martin Kind gab deshalb die Anweisung, Asano nicht mehr einzusetzen, weil jeder weitere Einsatz des Stürmers 96 einen Millionenbetrag kosten würde. Das Spielverbot „ist schriftlich niedergelegt“, erklärte Kind. Nach Information des Fachmagazins „Kicker“ wurde auch Arsenal bereits darüber informiert, dass Asano unter diesen Umständen nicht mehr spielen werde – also auch die Klausel nicht greifen kann.

Asano nicht auf Verletztenliste

Auf Nachfrage bei der Pressekonferenz, ob Asano denn nun in Wolfsburg noch spielen dürfe und ob es eine Anweisung gebe, erklärte Doll gestern: „Für die Aufstellung und die Kaderzusammenstellung bin ich zuständig. Mehr sage ich dazu nicht.“ Auf der Verletztenliste tauchte der Japaner gestern nicht auf. Das wäre zwar nicht ehrlich, aber eine Möglichkeit gewesen, dem Spagat aus dem Wege zu gehen.

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Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. Zur Galerie
Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. ©
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Doll geht weiter den geraden Weg. Vermutlich wird der Trainer ihn sogar in den Kader nehmen. Sollte Doll den Japaner tatsächlich aus sportlichen Gründen einsetzen, widersetzt er sich wiederum einer Anweisung der Profiabteilung. Andererseits: Viel hat Doll auch nicht mehr zu verlieren.

Anfällig für Muskelverletzungen

Es wäre viel einfacher und schon längst geregelt gewesen, wenn der Japaner regelmäßiger gespielt hätte. Aber seine Anfälligkeit für Muskelverletzungen hinderten den 24-Jährigen daran, nach zwei mäßigen Stuttgarter Jahren in Hannover durchzustarten. Nun darf er nicht mehr für 96 spielen.

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